Magisterarbeit, 2000
109 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
1. CONNELLS ANALYSE DER GESCHLECHTERVERHÄLTNISSE
1.1. DIE KRITIK DES GESCHLECHTSROLLENKONZEPTES
1.1.1. Talcott Parsons
1.1.2. Joseph Pleck
1.2. MACHTANALYSE UND KATEGORIALISMUS
1.3. BIOLOGISCHE VS. SOZIALE FAKTOREN
1.4. ANSATZ EINER THEORIE DER GESCHLECHTER
1.4.1. Das soziale Geschlecht
1.4.2. Soziale Praxis - körperreflexive Praxis
1.4.3. Konfigurationen der Geschlechterpraxis
1.4.4. Die Struktur von Geschlecht
1.5. POLITISCHES WISSEN
1.5.1. Die Schwulenbewegung
1.5.2. Der Feminismus
1.6. GESCHLECHT UND STAAT
1.6.1. Zum Patriarchatsbegriff
1.6.2. Connells neuer theoretischen Rahmen
1.6.3. Krisentendenzen
2. CONNELLS ANALYSE VON MÄNNLICHKEITEN
2.1. IN DER TRADITION DER PSYCHOANALYSE
2.1.1. Siegmund Freud
2.1.2. Carl Gustav Jung
2.1.3. Alfred Adler
2.1.4. Weitere wissenschaftliche Richtungen in Anlehnung an die Psychoanalyse
2.2. DIE EINBEZIEHUNG DES KÖRPERS IN DIE ANALYSE VON GESCHLECHT UND MÄNNLICHKEIT
2.2.1. Das bisherige Verständnis
2.2.2. Connells Ansatz
2.3. BESTEHENDE DEFINITIONEN VON MÄNNLICHKEIT
2.3.1. Essentialistische Definitionen
2.3.2. Die Definition der positivistischen Sozialwissenschaft
2.3.3. Normative Definitionen
2.3.4. Semiotische Ansätze
2.4. ZUR KONSTRUKTION VON MÄNNLICHKEIT
2.5. MÄNNLICHKEITEN IM RAHMEN VON GESCHLECHTERBEZIEHUNGEN
2.6. MÄNNLICHKEITEN UND IHRE BEZIEHUNGEN UNTEREINANDER
2.6.1. Hegemonie
2.6.2. Unterordnung
2.6.3. Komplizenschaft
2.6.4. Marginalisierung und Ermächtigung
2.7. DIE BESONDERE ROLLE DER HOMOSEXUALITÄT
2.8. ETHNOGRAPHIE, GESCHICHTE UND WANDEL VON MÄNNLICHKEITEN
2.9. MÄNNLICHKEITEN UND STAAT
2.10. GEWALT, KRISENTENDENZEN UND GEGENWÄRTIGE VERÄNDERUNGEN VON MÄNNLICHKEITEN
2.11. AUSBLICK
3. CONNELL IN DEUTSCHLAND
3.1. MICHAEL MEUSER: DER MÄNNLICHE HABITUS
3.2. JOACHIM KERSTEN: KRIMINALITÄT UND GESCHLECHT
4. DISKUSSION DES KONZEPTES
4.1. PRAXISORIENTIERUNG
4.2. DIE DARSTELLUNG VON MÄNNLICHKEIT
4.2.1. Der männliche Körper
4.2.2. Die Nutzung psychoanalytischer Erkenntnisse
4.2.3. Differenzierung in Männlichkeiten
4.2.4. Männlichkeit und Gewalt
4.2.5. Männlichkeit und Macht
4.3. DARSTELLUNG VON WEIBLICHKEIT
4.4. DIE REPRODUKTION DES GESCHLECHTERVERHÄLTNISSES
4.5. RELATIONALITÄT
4.5.1. Der Hegemoniebegriff
4.6. MÖGLICHKEITEN DES KONZEPTES DER HEGEMONIALEN MÄNNLICHKEIT
5. FAZIT
Die Arbeit analysiert das Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ von Robert W. Connell, um die Dynamik von Macht und Geschlecht in der gegenwärtigen Gesellschaft besser zu verstehen. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Geschlechterungleichheiten reproduziert werden und welche Rolle sowohl Männer als auch Frauen bei dieser Aufrechterhaltung der Geschlechterhierarchie spielen.
1.1. Die Kritik des Geschlechtsrollenkonzeptes
Das Konzept der Geschlechtsrolle ist wesentlicher Bestandteil der theoretischen Bezüge, auf denen Connell sein neues Konzept aufbaut, da es bei den Versuchen, eine Sozialwissenschaft der Männlichkeit zu erstellen, eine zentrale Rolle spielte. Der Rollenbegriff an sich stammt aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Während der umfangreichen Erforschung von Geschlechtsunterschieden Mitte des vorigen Jahrhunderts kam das Konzept der sozialen Rolle auf. Es wurden zwei Möglichkeiten der Verbindung des Rollenkonzeptes und des sozialen Geschlechts gesehen. Erstens, die Rolle als abhängig von bestimmten Situationen zu betrachten und zweitens, Männlichkeit und Weiblichkeit als ein dem biologischen Geschlecht anhaftendes Bündel allgemeiner Erwartungen zu begreifen und dies als Geschlechtsrolle zu benennen. Dabei war diese zweite Möglichkeit die öfter angewandte. Die Geschlechtsrolle wurde in der Regel als kulturelle Ausformung der biologischen Geschlechtsunterschiede betrachtet (vgl. Connell 1999: 41).
1. CONNELLS ANALYSE DER GESCHLECHTERVERHÄLTNISSE: Dieses Kapitel führt in Connells theoretischen Ansatz ein, kritisiert klassische Rollenkonzepte und erörtert die soziale Konstruktion von Geschlecht sowie die Bedeutung von Machtstrukturen.
2. CONNELLS ANALYSE VON MÄNNLICHKEITEN: Hier steht die psychoanalytische Fundierung von Männlichkeit, die Einbeziehung des Körpers und die Differenzierung in verschiedene Männlichkeitstypen unter Berücksichtigung von Hegemonie im Mittelpunkt.
3. CONNELL IN DEUTSCHLAND: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rezeption und Anwendung des Connell'schen Konzepts in der deutschen Soziologie, insbesondere am Beispiel von Michael Meuser und Joachim Kersten.
4. DISKUSSION DES KONZEPTES: In diesem Hauptteil wird Connells Konzept kritisch reflektiert, wobei die Aspekte Praxisorientierung, Darstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie die relationale Reproduktion der Geschlechterverhältnisse diskutiert werden.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, Geschlechterforschung als relationale Theorie zu begreifen, in der beide Geschlechter aktiv an der Gestaltung und Reproduktion der Verhältnisse beteiligt sind.
Hegemoniale Männlichkeit, Robert W. Connell, Geschlechterverhältnisse, Patriarchat, Macht, soziale Konstruktion, Körper, Psychoanalyse, Geschlechterhierarchie, Reproduktion, Relationalität, Männerforschung, Feminismus, Geschlechterordnung, soziale Praxis.
Die Arbeit untersucht das Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ von Robert W. Connell als soziologischen Erklärungsansatz für die bestehende Geschlechterhierarchie.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Analyse von Machtstrukturen, die Rolle des männlichen Körpers, psychoanalytische Ansätze in der Männlichkeitsforschung und die relationale Einbeziehung von Frauen.
Die Arbeit möchte aufzeigen, wie Geschlechterhierarchien durch aktive Prozesse von Frauen und Männern reproduziert werden und fordert eine Abkehr von einer einseitigen Betrachtung, die nur Männer als Täter und Frauen als Opfer sieht.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse soziologischer Fachliteratur, insbesondere des Werks von Robert W. Connell, sowie ergänzender Studien zur Geschlechterforschung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Connells Theorien, die Anwendung auf den deutschen wissenschaftlichen Diskurs und eine kritische Diskussion der Konzepte zur Macht, Männlichkeit und Weiblichkeit.
Wesentliche Begriffe sind hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterverhältnisse, Patriarchat, Macht, Relationalität und die soziale Konstruktion von Geschlecht.
Für Connell ist der Körper kein passives biologisches Faktum, sondern ein aktiver Bestandteil der sozialen Praxis, durch den Männlichkeit und Weiblichkeit ständig (re-)konstruiert werden.
Der Autor kritisiert eine einseitige Fokussierung, die Männlichkeit meist nur als Unterdrückung darstellt und Frauen oft als passive, homogene Gruppe betrachtet, wodurch die Komplexität der wechselseitigen Verhältnisse ausgeblendet wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

