Magisterarbeit, 2000
109 Seiten, Note: 1,3
Die Magisterarbeit von René Stauß befasst sich mit dem Konzept der hegemonialen Männlichkeit von Robert W. Connell. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept vorzustellen, zu diskutieren und anhand dessen relevante Fragestellungen im Bereich der Geschlechterforschung zu analysieren.
Die Einleitung der Arbeit erläutert den thematischen Hintergrund und stellt den Autor Robert W. Connell vor. Die Arbeit untersucht anschliessend Connells Analyse der Geschlechterverhältnisse, wobei sie dessen Kritik am traditionellen Geschlechterrollenkonzept und die Einführung seiner eigenen Theorie der Geschlechter beleuchtet. Sie untersucht, wie Connell Macht und Geschlecht miteinander verbindet und analysiert die Entstehung patriarchaler Strukturen. Die Arbeit widmet sich auch Connells Analyse von Männlichkeiten und untersucht verschiedene Definitionen und Konstruktionen von Männlichkeit. Sie analysiert die Beziehung zwischen Männlichkeiten und Macht und beleuchtet die Rolle von Gewalt und Hegemonie. Darüber hinaus wird die Bedeutung des Konzepts der hegemonialen Männlichkeit für die Reproduktion der Geschlechterverhältnisse diskutiert. Abschliessend geht die Arbeit auf die Relevanz von Connells Konzept in Deutschland ein und diskutiert dessen Anwendung in der Praxis.
Hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterverhältnisse, Patriarchat, Männlichkeiten, Weiblichkeit, Macht, Geschlecht, Reproduktion, Sozialisation, Gewalt, Genderforschung.
Es handelt sich um ein Konzept, das die dominante Form von Männlichkeit beschreibt, die die Unterordnung von Frauen sowie anderen Formen von Männlichkeit (z. B. homosexueller Männlichkeit) legitimiert und die Geschlechterhierarchie aufrechterhält.
Connell kritisiert Ansätze wie die von Parsons, da sie Geschlecht oft statisch betrachten. Er betont stattdessen die Pluralität von Männlichkeiten und die dynamischen Machtbeziehungen innerhalb der Geschlechterordnung.
Gewalt wird als ein Mittel zur Aufrechterhaltung der Hegemonie und zur Absicherung patriarchaler Machtstrukturen sowie als Reaktion auf Krisentendenzen in der Männlichkeit analysiert.
Dieses Konzept beschreibt, wie soziale Praxis den Körper einbezieht und formt, wobei biologische Faktoren und soziale Prozesse in der Geschlechterkonstruktion untrennbar miteinander verwoben sind.
Neben der hegemonialen Männlichkeit unterscheidet er Formen der Unterordnung, Komplizenschaft und Marginalisierung, die das komplexe Geflecht männlicher Identitäten bilden.
Die Arbeit diskutiert die Rezeption durch deutsche Wissenschaftler wie Michael Meuser (männlicher Habitus) und Joachim Kersten (Kriminalität und Geschlecht).
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