Masterarbeit, 2015
159 Seiten, Note: 1.2
1 Einführung in die Problemstellung
1.1 Forschungsfrage und Thesen
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Medizinische Weiterbildung in Österreich
1.4 Vorstudie
1.5 Zusammenfassung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Klassische Lerntheorien
2.1.1 Behaviorismus
2.1.2 Kognitivismus
2.1.3 Konstruktivismus
2.1.4 Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus in der Übersicht
2.2 Konnektivismus
2.2.1 Abgrenzung von anderen Lerntheorien
2.2.2 Wissen als Netzwerk
2.2.3 Lernen in Netzwerken
2.2.4 Konnektivistisches Lernen
2.2.5 Wissensräume als Lernorte
2.2.6 Konnektivistische Lernumgebungen
2.3 Ergänzende Konzepte
2.3.1 Netzwerke und Netzwerklernen
2.3.2 Learning Communities und Community Building
2.3.3 Communities of Practice
2.4 Zusammenfassung
3 Empirischer Teil
3.1 Dokumentarische Methode
3.2 Datenerhebung
3.2.1 Auswahl der Fälle
3.2.2 Interview als Erhebungsinstrument
3.2.3 Erhobenes Material
3.3 Formulierende Interpretation
3.3.1 Erstellung thematischer Verläufe
3.3.2 Grobtranskription relevanter Inhalte
3.3.3 Transkription relevanter Inhalte
3.3.4 Reformulierung in eigenen Worten
3.4 Reflektierende Interpretation
3.4.1 Textsortentrennung
3.4.2 Komparative Sequenzanalyse
3.5 Bildung von Typologien
3.5.1 Sinngenetische Typenbildung
3.5.2 Soziogenetische Typenbildung
3.5.3 Gebildete Typologien
3.6 Zusammenfassung
4 Zusammenfassung
5 Diskussion
5.1 Beantwortung von Forschungsfrage und Thesen
5.1.1 Beantwortung der Thesen
5.1.2 Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Implikationen
5.2.1 Theoretische Implikationen
5.2.2 Praktische Implikationen
5.3 Zusammenfassung
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Weiterbildungspraxis österreichischer Ärztinnen unter Berücksichtigung der Lerntheorie des Konnektivismus, um stützende sowie hemmende Faktoren im Weiterbildungsprozess zu identifizieren und eine Typologie der Lernenden zu erstellen.
3.3.1 Erstellung thematischer Verläufe
Nach jedem Interview wurde zeitnah versucht, einen thematischen Verlauf zu erstellen. Dieser Verlauf stellt eine Art Inhaltsverzeichnis für das Interview da und erwies sich als nützliche Basis zur weiteren Bearbeitung der Interviews. Enthalten in diesen thematischen Verläufen sind lediglich die im Interview erwähnten Themen mitsamt der zugehörigen Zeiten. »Schon der thematische Verlauf kann ein wichtiges Instrument sein, um die komparative Analyse in der reflektierenden Interpretation zu erleichtern und eine spätere Typenbildung zu ermöglichen. Denn bereits im thematischen Verlauf werden jene Themen identifiziert, die den Fällen gemeinsam sind; diese thematisch gleichen oder ähnlichen Interviewabschnitte können später dann einer genaueren – vergleichenden – Interpretation unterzogen werden.« (Nohl, 2012, S. 64).
Die Erstellung der Themenverläufe bietet die Möglichkeit, einen Überblick über die Interviews zu bekommen, ohne sich in Details zu verlieren; zudem setzt die Forscherin sich somit automatisch bereits in dieser Phase sehr intensiv mit dem Material auseinander. Die Erstellung thematischer Verläufe ist v. a. ein erstes Durchhören des Materials und schärft den Blick für die auftauchenden Themen und Konstruktionen (Nohl, 2012, 60ff). Gerade Letzteres stellte sich als ideale Vorbereitung für die nächsten Interviewtermine heraus. Ein weiterer Vorteil der Themenverläufe ist die Aufzeichnung aller Themen. Auch, wenn dies im Rahmen der Masterarbeit und der damit doch recht eingeschränkten Zeitressourcen kaum möglich war, so bieten Themenverläufe doch die grundsätzliche Möglichkeit, auch zu einem späteren Zeitpunkt Interviewpassagen auszuwählen und diese transkribieren zu können, ohne dafür das vollständige Interview auf diese Stellen hin durchsuchen zu müssen.
Einführung in die Problemstellung: Dieses Kapitel beschreibt das Problemfeld der ärztlichen Weiterbildung in Österreich und definiert die Forschungsfrage nach den stützenden und hemmenden Faktoren.
Theoretischer Hintergrund: Es werden klassische Lerntheorien sowie der Konnektivismus als theoretische Basis für die Untersuchung ärztlicher Lernprozesse erläutert.
Empirischer Teil: Die Arbeit beschreibt das qualitative Forschungsdesign, insbesondere die Dokumentarische Methode, und stellt die aus den Interviews abgeleitete Typologie vor.
Zusammenfassung: Das Kapitel bietet eine kompakte Übersicht der bisherigen Ergebnisse und eine erste Synthese der theoretischen sowie empirischen Erkenntnisse.
Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der empirischen Studie mit den theoretischen Annahmen verknüpft, die Forschungsfrage beantwortet und Implikationen für die Praxis abgeleitet.
Ärztliche Weiterbildung, Konnektivismus, Dokumentarische Methode, Wissensnetzwerke, Weiterbildungspraxis, Typenbildung, Medizin, lebenslanges Lernen, medizinische Organisationen, informelles Lernen, Netzwerklernen, Fachgesellschaften, ärztliche Fortbildung, empirische Sozialforschung, Lerntheorien.
Die Arbeit befasst sich mit den ärztlichen Lernprozessen in der medizinischen Weiterbildung in Österreich unter Anwendung der lerntheoretischen Perspektive des Konnektivismus.
Zentrale Felder sind die ärztliche Vernetzung, der Umgang mit Informationsvielfalt, die Relevanz von Austauschpraktiken sowie die Einflussfaktoren auf den individuellen Weiterbildungserfolg.
Ziel ist es, stützende und hemmende Faktoren im Weiterbildungsprozess von Medizinerinnen zu identifizieren und diese in einer Typologie zu strukturieren.
Die Autorin verwendet die qualitative Dokumentarische Methode nach Bohnsack und Nohl zur Auswertung von Leitfadeninterviews mit österreichischen Ärztinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung klassischer und konnektivistischer Lerntheorien sowie eine empirische Analyse, die typologische Profile der Weiterbildungspraxis entwickelt.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Konnektivismus, Wissensnetzwerke, ärztliche Weiterbildungspraxis und dokumentarische Methode.
Während Berufsanfängerinnen (Turnusärztinnen) einen hohen Bedarf an Basiswissen haben und stark durch Zeit- und Finanzmangel unter Druck stehen, zielen Oberärztinnen eher auf die Konsolidierung und Vernetzung innerhalb ihrer Fachgebiete ab.
Pharma- und Medizinprodukteunternehmen wirken als wichtige Partner und Sponsoren, deren Einfluss und die Qualität ihrer Angebote jedoch kritisch hinterfragt werden, besonders im Hinblick auf die Grenze zwischen Fortbildung und Werbung.
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