Magisterarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Gegenstand der Mediation- der Konflikt
2.1. Definition des Begriffs Konflikt
2.2. Konflikttypologie
2.2.1. Intensität
2.2.2. Beteiligte
2.2.2.1. Intrapsychischer Konflikt
2.2.2.2. Sozialer Konflikt
2.2.3. Streitgegenstände
2.2.4. Erscheinungsform
2.2.5. Merkmale der Beteiligten
2.3. Konfliktvermeidung
3. Das Verfahren der Mediation
3.1. Definition
3.2. Merkmale der Mediation
3.2.1. Mediator als externer Dritter
3.2.2. Allparteilichkeit/Neutralität
3.2.3. Die Eigenverantwortlichkeit
3.2.4. Das Fallspezifische
3.2.5. Die Ergebnisoffenheit
4. Theoretische Grundlagen der Mediation
4.1. Der verhandlungs- und lösungsorientierte Ansatz- Das Harvard- Konzept
4.2. Der Transformationsansatz
5. Die Rolle des Mediators
5.1. Vertrauensaufbau
5.2. Problembewätigungskompetenz
5.3. Lösungsfindungskompetenz
5.4. Emotionale Intelligenz
5.5. Passung von Mediator und Fall
6. Ablauf der Mediation
6.1. Phase I: Vorbereitung
6.2. Phase II: Informations- und Themensammlung
6.3. Phase III: Klärung der Interessen
6.4. Phase IV: Lösungsoptionen suchen und bewerten
6.5. Phase V: Bewertung und Auswahl der Lösungsoptionen
6.6. Phase VI: Mediationsvereinbarung
7. Probleme
7.1. Kommunikationsfallen und Störungen
7.2. Eskalation
7.3. Intervention
8. Anwendungsfelder
8.1. Ehe- und Familienmediation
8.2. Schulmediation
8.3. Wirtschaftsmediation
8.4. Umweltmediation
8.5. Interkulturelle Konflikte
8.6. Täter- Opfer- Konflikte
8.7. Online- Mediation
9. Schluss
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Mediation als konstruktive Konfliktlösungsmethode umfassend zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf psychologischen Aspekten des Verfahrens liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Mediatoren durch spezifische Kompetenzen und eine strukturierte Prozessführung dazu beitragen können, verhärtete Konflikte in Richtung einer nachhaltigen Win-Win-Lösung zu lenken.
(1) Trenne Sache und Person
Wie im Vorangegangenen bereits erläutert wurde, entsteht ein Konflikt auf mehreren Ebenen, der Sachebene, auf der es um den Streitgegenstand geht und der Beziehungsebene, in der auch Emotionen und Befindlichkeiten zum tragen kommen. Beide Ebenen stehen sich nicht isoliert und separat gegenüber, sondern sie beeinflussen sich gegenseitig und greifen ineinander (Hösl, 2002, S. 69).
Es wird oft vergessen, dass bei einem Konflikt die Gegenseite genauso aus Menschen besteht, mit eigenen Gefühlen und Wertvorstellungen, aus unterschiedlichten Bereichen und nicht aus abstrakten Parteien. Stellen die Parteien ihre Interessen ihrem Gegenüber sachlich dar und schildern sie auch ihre Gefühle und Emotionen, kann ein Verhältnis zwischen den Parteien geschaffen werden, dass von Vertrauen, Verständnis und Respekt geprägt ist, welches auch Verhandlungen in Zukunft positiv beeinflusst und Probleme effizienter lösen lässt. Bezieht man aber ein sachlich bestehendes Problem auf den Streitgegner und schreibt ihm zu, der Verursacher zu sein, fühlt dieser sich angegriffen und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht objektiv reagieren.
Die Folge kann eine durch die innere Dynamik ausgelöste Eskalation des Konfliktverlaufs sein. Um dieser destruktiven Entwicklung entgegenzuwirken, ist es die Aufgabe des Mediators Sach- und Beziehungsebene zu entwirren. Dies erfolgt indem die Sache von den Personen getrennt wird. Bleibt dies aus, ist kein sachliches Arbeiten im Mediationsverfahren möglich. Gegenteilig dürfte der Ton während des Verfahrens von Schuldvorwürfen und wenig konstruktiver Kritik geprägt sein. Durch die Trennung der Ebenen wird eine bessere Beziehungsebene geschaffen, die es ermöglicht, den Konflikt sachlich anzugehen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Mediation als eine konstruktive Methode zur Konfliktlösung vor, bei der psychologische Aspekte eine zentrale Rolle einnehmen.
2. Gegenstand der Mediation- der Konflikt: Dieses Kapitel definiert den Begriff Konflikt und bietet eine detaillierte Typologie an, um die verschiedenen Formen und Ursachen von Konflikten besser zu verstehen.
3. Das Verfahren der Mediation: Hier wird das Verfahren der Mediation definiert und seine wesentlichen Merkmale, wie Allparteilichkeit und Ergebnisoffenheit, erörtert.
4. Theoretische Grundlagen der Mediation: Es erfolgt eine Analyse der zwei zentralen Ansätze: der verhandlungs- und lösungsorientierte Harvard-Ansatz sowie der Transformationsansatz.
5. Die Rolle des Mediators: Dieses Kapitel beleuchtet die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen eines Mediators, wie Vertrauensaufbau und emotionale Intelligenz.
6. Ablauf der Mediation: Der Prozess der Mediation wird in seine sechs idealtypischen Phasen unterteilt und detailliert dargestellt.
7. Probleme: Hier werden mögliche Störungen im Mediationsprozess, wie Eskalationen und Kommunikationsfallen, sowie entsprechende Interventionsstrategien behandelt.
8. Anwendungsfelder: Die praktische Anwendung der Mediation wird anhand verschiedener Felder wie Familien-, Schul-, Wirtschafts- und Umweltmediation sowie Täter-Opfer-Ausgleich aufgezeigt.
9. Schluss: Die Arbeit endet mit einem Fazit über die Bedeutung der Mediation als erlernbare Kunst der Konfliktlösung und ihre positive Verbreitung in verschiedenen Lebensbereichen.
Mediation, Konfliktlösung, Harvard-Konzept, Transformationsansatz, Mediator, Kommunikation, Allparteilichkeit, Konflikttypologie, Eigenverantwortlichkeit, WIN-WIN-Lösung, Konfliktvermeidung, Schulmediation, Wirtschaftsmediation, Interventionsstrategien, Emotionale Intelligenz
Die Arbeit behandelt die Mediation als Methode zur konstruktiven Konfliktlösung und beleuchtet dabei insbesondere die psychologischen Hintergründe und die Rolle des Mediators.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Mediation, das Phasenmodell des Ablaufs, die Anforderungen an den Mediator sowie die verschiedenen Anwendungsbereiche in der Praxis.
Ziel ist es, die Wirkungsweise der Mediation zu erklären und aufzuzeigen, wie Mediatoren durch ihre Kompetenz dazu beitragen können, verhärtete Konflikte in konstruktive Bahnen zu lenken.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und greift auf Konzepte wie das Harvard-Modell, den Transformationsansatz, die Transaktionsanalyse und die personzentrierte Kommunikation nach Rogers zurück.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Konfliktbegriffs, das Verfahren der Mediation selbst, die Rolle des Mediators sowie den detaillierten sechsphasigen Ablauf des Mediationsprozesses.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediation, Win-Win-Lösung, Allparteilichkeit, Kommunikation, Konfliktlösung und den Transformationsansatz charakterisiert.
Während das Harvard-Konzept primär lösungsorientiert ist und auf einen Interessenausgleich abzielt, steht beim Transformationsansatz die Stabilität der Beziehung durch soziales Lernen und den Wandel der Haltung der Konfliktparteien im Mittelpunkt.
Weil jeder Konflikt einzigartig ist und eine individuelle Lösung erfordert. Musterlösungen würden dem Prinzip der Eigenverantwortlichkeit widersprechen und die langfristige Nachhaltigkeit der gefundenen Lösung gefährden.
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