Masterarbeit, 2008
37 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Qualitätssicherung durch Fort- und Weiterbildung
1.2 Erhöhter Fortbildungsbedarf
1.3 Fortbildung und Schulentwicklung
1.4 Online-Learning und Blended Learning
2 Lernen in der „Schulinternen Lehrerfortbildung“ (SchiLF)
2.1 Zielsetzung „Schulinterner Lehrerfortbildung“
2.2 Lernen als Selbsttätigkeit des lernenden Subjekts
3 Der „Mehrwert“ der Online-Orientierung
4 Professionelle Lerngemeinschaften in Schule und Netz
5 Selbstorganisation von Lernprozessen in Online-Gruppen
6 Kommunikationsstrukturen im elektronischen Netzwerk
7 Nachhaltigkeit von Lernen in der Lehrerfortbildung
8 Schlussfolgerungen
Die Masterarbeit untersucht Möglichkeiten und Grenzen einer internetgestützten schulinternen Lehrerfortbildung (SchiLF) und analysiert, wie Online-Formate zur Qualitätsentwicklung von Schulen und zur Förderung professioneller Lerngemeinschaften beitragen können.
2.1 Zielsetzung „Schulinterner Lehrerfortbildung“
Bereits 1990 stellen Wolfgang Schönig und Otto Seydel fest, Schulen seien „Individualitäten“. Sie machen darauf aufmerksam, dass bei angestrebten Veränderungen durch Weiterbildung auch mit Widerständen zu rechnen ist. Durch die derzeitige Entwicklung sind Schulen – und das heißt zunächst einmal die Lehrenden in den Schulen – zunehmend in die Pflicht genommen, eigenständige Beiträge zur Schulentwicklung vor Ort zu liefern. Auf der anderen Seite sichert die Mitwirkung professioneller außerschulischer Kräfte bei der Schulentwicklung letztlich die Freiheit des Individuums vor kollektiver Bevormundung im Kollegium.
Diese Beobachtungen decken sich mit Feststellungen zur generellen Akzeptanz kirchlicher Fortbildungsangebote und der Notwendigkeit zur Neuorientierung. So stellt der Vorsitzende der Gemeinschaft Evangelischer Erzieher fest: „Angesichts rückläufiger Akzeptanz der bisherigen Angebote der kirchlichen Lehrerfortbildung [...] sowie aus der sich abzeichnenden Veränderungen [sc.!] in der Schullandschaft und den damit gegebenen neuen Anforderungen an kirchliche Lehrerfortbildung sind neue konzeptionelle Überlegungen erforderlich [...], um mit den zukünftig für diese Arbeit zur Verfügung stehenden Mitteln weiterhin ein qualitativ hochwertiges Angebot machen zu können.“ Die Tendenz zur Verlagerung der Fortbildung in die Schulen korrelliert mit dem Auftrag der kirchlichen Schulreferenten, die laut Rahmenordnung vom 19. April 1996 nicht nur für die Fortbildung im klassischen Sinne sondern auch für „kollegiumsinterne Fortbildungen“ und das über das Fach Religion hinaus zuständig sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderungen der Qualitätssicherung an Schulen, den gestiegenen Fortbildungsbedarf durch Bildungsstandards und die Relevanz von Online-Lernformen.
2 Lernen in der „Schulinternen Lehrerfortbildung“ (SchiLF): Das Kapitel diskutiert die Rolle der SchiLF als Instrument der Schulentwicklung und den Wandel hin zu einer selbsttätigen Lernkultur im Kollegium.
3 Der „Mehrwert“ der Online-Orientierung: Hier werden die Vorteile der Online-Arbeit beleuchtet, insbesondere hinsichtlich zeitlicher Flexibilität, Nachhaltigkeit und der Entlastung von Lehrkräften.
4 Professionelle Lerngemeinschaften in Schule und Netz: Dieses Kapitel erläutert, wie informelle und professionelle Lerngemeinschaften durch Kommunikation und Kooperation die Schulqualität fördern können.
5 Selbstorganisation von Lernprozessen in Online-Gruppen: Es werden die Anforderungen an die Selbststeuerung von Lehrkräften in digitalen Lernumgebungen und die Vermeidung von Gruppen-Phänomenen wie dem „Lurker-Effekt“ thematisiert.
6 Kommunikationsstrukturen im elektronischen Netzwerk: Das Kapitel analysiert verschiedene Werkzeuge der digitalen Kommunikation und Kooperation sowie deren methodischen Einsatz zur Unterstützung der Schulentwicklung.
7 Nachhaltigkeit von Lernen in der Lehrerfortbildung: Hier wird die Verknüpfung von virtuellen Kontexten mit schulinternen Arbeitsplätzen und Portfoliomethode zur langfristigen Sicherung von Ergebnissen dargestellt.
8 Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Integration von Online-Elementen in die tägliche Arbeit bei geeigneter technischer und organisatorischer Basis wesentlich zur Professionalisierung beiträgt.
Lehrerfortbildung, Schulentwicklung, SchiLF, Online-Learning, Blended Learning, Qualitätssicherung, Professionelle Lerngemeinschaften, Selbstorganisation, Medienkompetenz, Kooperatives Lernen, Nachhaltigkeit, Lernkultur, Kompetenzorientierung, E-Learning, Schulinterner Arbeitsplan.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen, schulinternen Fortbildungsbedarf durch Online-Instrumente und netzbasierte Kooperation zu decken.
Im Zentrum stehen die Schulentwicklung, kooperative Lernformen, digitale Kommunikation in der Schule und die Nachhaltigkeit professioneller Entwicklungsprozesse.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Online-Orientierung die Effizienz und Nachhaltigkeit schulinterner Lehrerfortbildung steigern und professionelle Lerngemeinschaften im Kollegium stützen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Einbeziehung pädagogischer und erwachsenenbildnerischer Theorieansätze, etwa zum konstruktivistischen Lernen und zur Organisationsentwicklung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Lernformen in der SchiLF, die Rolle von Online-Netzwerken, die Selbstorganisation in Gruppen und die methodische Gestaltung der digitalen Kooperation.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Lehrerfortbildung online, Schulentwicklung, Selbstlernkompetenz, Kooperation und professionelle Lerngemeinschaften.
Sie markiert den Paradigmenwechsel, der Schulen zwingt, eigenständig Kompetenzen zu entwickeln, anstatt nur klassische Lehrpläne abzuarbeiten, was den Fortbildungsbedarf maßgeblich beeinflusst.
Der Autor führt u.a. Foren, Wikis, Chat, elektronische Kalender und Content-Management-Systeme wie Moodle oder rpi-virtuell als Werkzeuge zur Strukturierung der Zusammenarbeit an.
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