Masterarbeit, 2008
70 Seiten, Note: 1,5
1 Vorwort
2 Abstract
3 Einleitung
4 Ausgangssituation
4.1 Die Einrichtung
4.2 Störungsmodell und Zielgruppe
4.3 Behandlungsplanung
4.4 Klinisch-sozialarbeiterische Perspektive
5 Wissenschaftstheoretische Verortung
5.1 Forschungsethische Aspekte
6 Zielsetzung und Fragestellung
6.1 Zielsetzung
6.2 Fragestellung und Hypothesenbildung
7 Methodisches Vorgehen
7.1 Operationalisierung der Forschungsfrage
7.2 Datenerhebung und Evaluationsinstrumente
7.2.1 Zielerreichungsanalyse
7.2.2 Expert(inn)enbefragung
7.2.3 Aktenanalyse
8 Datenauswertung
8.1 Auswertung der Daten der Zielerreichungsanalyse
8.2 Auswertung der Daten der Expert(inn)enbefragung
8.3 Auswertung der Daten der Aktenanalyse
8.3.1 Querschnittanalyse
8.3.2 Längsschnittanalyse
9 Evaluationsergebnisse
9.1 Ergebnisqualität
9.2 Interpretation der Ergebnisse
10 Schlusswort
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist der empirische Nachweis der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen im Rahmen des „Betreuten Einzelwohnens“ (BEW) für chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitskranke Menschen. Die Forschungsfrage untersucht, ob die Maßnahme eine Veränderung der Klientel in Richtung selbstständiger Lebensführung, sozialer Integration und psychischer Stabilität unterstützt.
4.2 Störungsmodell und Zielgruppe
Die Zielgruppe des BEW Lichtenberg umfasst chronisch abhängigkeitskranke Menschen mit teilweise multiplem Substanzgebrauch und psychiatrischer Doppeldiagnosen.
Angesichts der Komplexität der Störungsbilder der Klient(inn)en mit dem Schwerpunkt Alkoholabhängigkeit und davon ausgehend, dass süchtiges Verhalten immer auch als „eine von vielen menschlich möglichen Bewältigungsformen des Lebens“ (Stiftung SPI, BEW Lichtenberg (Hg.), 2007, S. 3) zu verstehen ist, erscheint „ein bio-psycho-soziales Modell am ehesten geeignet […], die Entstehung und Aufrechterhaltung von Alkoholabhängigkeit zu beschreiben“ (Lindenmeyer, 2005, S. 23).
Es findet sich bei Lindenmeyer wie auch bei Feuerlein (1998) das „Teufelskreismodell“ (vgl. Abb. 1), in dem sich verschiedene Faktoren „im Sinne eines Regelkreises gegenseitig beeinflussen bzw. verstärken können“ (Feuerlein, 1998, S. 17).
Psychische Störungen sind „Störungen im Denken, emotionalen Erleben und Verhalten, die zu Leidensdruck führen oder die Erreichung wichtiger Ziele blockieren“ (Zimbardo & Gerrig, 2004, S. 653).
Abhängigkeitserkrankungen sind eine Erscheinungsform psychischer Störungen (vgl. ICD-10) mit hoher epidemiologischer Relevanz. Die Lebenszeitprävalenz für Störungen durch psychotrope Substanzen liegt bei 18,4 %, wobei Alkohol als Substanz bei einer Lebenszeitprävalenz für Alkoholabhängigkeit und -abusus von 13,3 % eine herausragende Bedeutung zukommt (vgl. Möller, Laux & Deister, 2005, S. 3 f).
Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für den Studiengang Klinische Sozialarbeit und die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Fundierung sozialarbeiterischer Interventionen.
Abstract: Kurze Darstellung der Evaluationsstudie, der verwendeten Instrumente und der zentralen Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Maßnahme.
Einleitung: Beschreibung der aktuellen Situation der Sozialen Arbeit zwischen Bologna-Prozess, Professionalisierungsdruck und dem Bedarf an Wirksamkeitsnachweisen.
Ausgangssituation: Erörterung der Qualitätsmanagementstrukturen bei der Stiftung SPI und die Notwendigkeit einer spezifischen Evaluation der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Angebote.
Wissenschaftstheoretische Verortung: Einordnung der Studie in die empirische Sozialforschung unter Berücksichtigung forschungsethischer Aspekte in der Sozialen Arbeit.
Zielsetzung und Fragestellung: Definition der Evaluationsziele sowie der zentralen Forschungsfrage hinsichtlich der Veränderung der Lebenssituation der Klienten.
Methodisches Vorgehen: Vorstellung der Operationalisierung der Forschungsfrage und des entwickelten Drei-Säulen-Modells (ZEA, Expertenbefragung, Aktenanalyse).
Datenauswertung: Statistische Analyse der erhobenen Daten mittels SPSS zur Überprüfung der Wirksamkeitshypothesen.
Evaluationsergebnisse: Darstellung der Ergebnisqualität, Interpretation der Daten und Nachweis der Wirksamkeit des BEW.
Schlusswort: Reflektion des Erkenntnisgewinns, der Bedeutung für die Klinische Sozialarbeit und Ausblick auf zukünftige Benchmarking-Prozesse.
Klinische Sozialarbeit, Evaluation, Wirksamkeit, Suchthilfe, Betreutes Einzelwohnen, Zielerreichungsanalyse, Aktenanalyse, Expertenbefragung, bio-psycho-soziales Modell, Soziotherapie, Qualitätsmanagement, Sozialforschung, Suchtkrankenhilfe, Intervention, Empirische Studie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen, die im Rahmen des Betreuten Einzelwohnens (BEW) für chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitskranke Menschen erbracht werden.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung und Erprobung von Evaluationsinstrumenten in der Sozialen Arbeit, die Darstellung von Störungsmodellen bei Abhängigkeitserkrankungen sowie die systematische Qualitätssicherung.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, ob das BEW eine positive Veränderung der Klientel hinsichtlich selbstständiger Lebensführung, sozialer Integration und psychischer Stabilität bewirkt oder unterstützt.
Der Autor verwendet ein eigens entwickeltes „Drei-Säulen-Evaluations-Modell“, das eine Kombination aus Zielerreichungsanalyse (ZEA), Expertenbefragung und quantitativer Aktenanalyse (Panel-Analyse) umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Evaluation, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die statistische Auswertung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Klinische Sozialarbeit, Evaluation, Wirksamkeit, Suchthilfe und Soziotherapie definieren.
Die Einbeziehung der Klienten in den Evaluationsprozess (via ZEA) ist wichtig, um das subjektive Veränderungserleben abzubilden und eine einseitige, rein von Mitarbeitern geprägte Sichtweise zu korrigieren.
Die Zunahme rechtlicher Betreuungen im Verlauf der Maßnahme ist ein zentrales soziodemografisches Ergebnis, das kritisch auf seinen Zusammenhang mit der selbstständigen Lebensführung geprüft wurde.
Die Wirksamkeit wird durch eine statistisch nachweisbare, leichte bis mäßige Verbesserung der bio-psycho-sozialen Gesundheit bei den untersuchten Fällen, trotz der schwierigen Ausgangslage, begründet.
Die Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung, indem sie belegt, dass eine evidenzbasierte Praxis auch in der Suchthilfe möglich ist und eine fundierte Forschungsbasis für die Klinische Sozialarbeit schafft.
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