Diplomarbeit, 2002
72 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung und Zielsetzung der Arbeit
1.1. Motivation
1.2. Zielsetzung der Arbeit und methodisches Vorgehen
2. Wissensmanagement: Überblick und Abgrenzung
2.1. Einordnung des Wissensmanagements
2.2. Ausrichtungen des Wissensmanagements
2.2.1. Schwerpunkte nach Subkulturen
2.2.2. Inhaltliche Schwerpunktperspektiven
2.3. Über Wissen und Wissensarten
3. Wissensbausteine und Wissens(ver)teilung
3.1. Vorstellung der Wissensbausteine von Probst/Raub/Romhardt
3.2. Die Strategien Kodizifierung oder Personalisierung
3.3. Der Baustein Wissens(ver)teilung
3.4. Voraussetzungen einer erfolgreichen interpersonellen Wissensteilung
3.4.1. Fähigkeit zur Wissensteilung
3.4.2. Bereitschaft zur Wissensteilung
3.5. Arten von Wissensträgern
3.6. Überblick über Wissens(ver)teilungsbarrieren
4. Individuelle und kollektive Machtbarrieren bei der Wissensteilung
4.1. Erklärungsansätze für das bewußte Nichtteilen von Wissen
4.2. Macht und Mikropolitik im Wissensteilungskontext
4.2.1. Überblick über Mikropolitik und Macht
4.2.2. Verfolgte Ziele
4.2.3. Techniken und Taktiken
4.2.4. Beteiligte Akteure
4.3. „Aktive“ Machtbarrieren
4.3.1. Spezialisierung und Zentralisierung
4.3.2. Informationsfilter
4.3.3. Kooperationskonflikte
4.3.4. Kulturelle Diversität
4.4. „Passive“ Machtbarrieren
4.4.1. Machtverteilung und Partizipationsregeln
4.4.2. Superstitious Learning
4.4.3. Audience Learning
4.4.4. Überbetonung einer Einheitskultur und Binnenorientierung
4.5. Praktische Ansätze zur Verbesserung der Wissensteilung
5. Schlußbetrachtungen und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung individueller und kollektiver Machtbarrieren im Kontext der innerbetrieblichen Wissensteilung. Ziel ist es, zu analysieren, warum wissende Akteure Informationen bewusst vorenthalten und welche mikropolitischen Motive sowie strukturellen Rahmenbedingungen diesen Prozess beeinflussen.
Macht und Mikropolitik im Wissensteilungskontext
Das Zitat von DAVENPORT läßt keinen Zweifel daran, daß Wissensmanagement – wenn es nur gründlich genug betrieben wird – irgendwann politische Aspekte tangiert. Dies deutet darauf hin, daß es auch politisches Wissen geben muß. In diesem Unterkapitel wird der Zusammenhang von Wissen und Macht grundsätzlich erläutert. Dafür werden in 4.2.1 einige elementare Begriffe geklärt, die nachfolgenden Unterkapitel gehen dann auf die verfolgten Ziele, deren Akteure, und die angewandten Taktiken ein.
Wie bereits im Vorfeld ausgeführt, geschieht dies unter einer ganz speziellen Optik. Es wird davon ausgegangen, daß eine Person oder eine Personengruppe bewußt über ein externalisierbares Wissen verfügt (in Anlehnung an Kapitel 3.5., speziell Abb. 9). Weiter wird davon ausgegangen, daß andere von dem Vorhandensein dieses Wissen keine Kenntnis haben, oder höchstens Vermutungen darüber besitzen. Die erstgenannte Person oder Personengruppe ist, aus noch näher zu klärenden Überlegungen, nicht bereit, dieses Wissen mit anderen zu teilen, bzw. es an diese weiterzugeben. In dem Unterkapitel Techniken und Taktiken werden mögliche Abstufungen dieses Nichtteilens besprochen.
1. Einführung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einführung motiviert die Untersuchung durch die Diskrepanz zwischen hohen Erwartungen an Wissensmanagement und der praktischen Realität, wobei der Schwerpunkt auf den Machtaspekten der Wissensteilung liegt.
2. Wissensmanagement: Überblick und Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert Wissensmanagement, grenzt es von verwandten Konzepten wie Informationsmanagement und organisationalem Lernen ab und führt grundlegende Begriffe des Wissens ein.
3. Wissensbausteine und Wissens(ver)teilung: Hier wird der Ansatz von Probst, Raub und Romhardt vorgestellt, um Wissensprozesse in Komponenten zu zerlegen und die zentrale Rolle der Wissensteilung sowie deren Voraussetzungen zu beleuchten.
4. Individuelle und kollektive Machtbarrieren bei der Wissensteilung: Das Hauptkapitel untersucht die mikropolitischen Zusammenhänge, unter denen Wissen bewusst zurückgehalten wird, und differenziert dabei zwischen aktiven und passiven Machtbarrieren.
5. Schlußbetrachtungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Unvermeidbarkeit machtpolitischer Interessen in Organisationen und mahnt an, Wissensteilung nicht per Dekret erzwingen zu wollen.
Wissensmanagement, Wissensteilung, Machtbarrieren, Mikropolitik, Organisationskultur, Wissenstransfer, implizites Wissen, explizites Wissen, Interessenkonflikte, Machtquellen, Wissensbarrieren, Know-how, Anreizsysteme, Veränderungsmanagement, Organisationale Lernprozesse.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Machtstrukturen und mikropolitischen Prozessen, die eine effektive Wissensteilung innerhalb von Unternehmen behindern oder verhindern.
Die Schwerpunkte liegen auf Wissensmanagement-Konzepten, der Dynamik von Wissen als Machtfaktor und den Gründen, warum Mitarbeiter ihr Wissen bewusst für sich behalten.
Das Ziel ist es, die spezifischen Umstände zu identifizieren, unter denen wissende Akteure den Wissensaustausch unterlassen, und die zugrunde liegenden machtbezogenen Ursachen zu analysieren.
Die Arbeit ist eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Auswertung bestehender Management-Theorien und Studien basiert, um ein integriertes Verständnis der Barrieren beim Wissensmanagement zu entwickeln.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von individuellen und kollektiven Barrieren, der Rolle der Mikropolitik bei der Zurückhaltung von Wissen sowie der Bedeutung von Werten und Machtkonstellationen.
Wissensmanagement, Wissensteilung, Machtbarrieren, Mikropolitik, Wissensbarrieren und Organisationskultur sind die prägenden Fachbegriffe der Untersuchung.
Aktive Barrieren zeichnen sich durch den gezielten Einsatz von Wissen als Machtinstrument aus, um eigene Vorteile zu sichern, während passive Barrieren durch strukturelle Gegebenheiten oder Konformitätsdruck entstehen, die den Wissensaustausch faktisch unterbinden.
Das Modell wird genutzt, um den Kenntnisstand über Wissen innerhalb einer Organisation zu visualisieren, insbesondere um das Konzept geheimer Informationen und deren Blockadepotenzial für den Wissensfluss zu verdeutlichen.
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