Bachelorarbeit, 2021
41 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG
2 DIE BIBLISCHE SICHT VON MENSCHEN
2.1 DER MENSCH VOR DEM SÜNDENFALL
2.1.1 Die Darstellung des Menschenbildes nach Genesis
2.1.2 Betrachtung biblischer Begriffe für Seele, Geist und Leib im AT und NT
2.2 DER MENSCH NACH DEM SÜNDENFALL
2.2.1 Der Sündenfall
2.2.2 Die Darstellung des Menschen nach dem Sündenfall
2.2.3 Die Erbsünde
2.2.4 Die sündige Natur
2.3 DER ERLÖSTE MENSCH
3 DAS DICHOTOME MENSCHENBILD
4 DAS TRICHOTOME MENSCHENBILD
5 SCHLUSS/ FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Frage der biblischen Anthropologie, ob der Mensch als zweigliedriges (dichotomes) oder dreigliedriges (trichotomes) Wesen zu verstehen ist. Ziel ist es, die biblischen Aussagen zu Seele, Geist und Leib systematisch zu erfassen und das Menschenbild in seinen verschiedenen Zuständen vor und nach dem Sündenfall sowie im erlösten Zustand zu analysieren.
2.1.1 Die Darstellung des Menschenbildes nach Genesis
Die anthropologischen Aussagen des Alten Testaments sind geprägt von einer ganzheitlichen Sichtweise des Menschen. Dieses geht aus dem Schöpfungsbericht 1. Mose 2,7 hevor: „Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“1 Hierbei ist Adam eine geeinte Person mit Leib und Seele, die zusammen leben und handeln.2 Leib und Seele stehen also in einer untrennbaren Verbindung und Wechselwirkung miteinander und deshalb muss der Mensch in seiner Gesamtheit als ein beseelter und geistbegabter Leib und zugleich als eine beleibte Geistseele betrachtet werden. Selbst wenn der Mensch hier zwar in zwei Schritten erschaffen ist, bildet er aber dennoch eine Einheit, sprich ein Lebewesen. Während also der stoffliche Anteil dem Ackerboden entnommen war, stammte das Leben selbst aus dem Atem Gottes. So stellen der stoffliche (körperliche) und der nichtstoffliche (nichtkörperliche) Anteil gemeinsam eine Einheit dar.3
Doch woraus besteht der sichtbare- und unsichtbare Anteil des Menschen? Der sichtbare Anteil des Menschen besteht aus vielen verschiedenen Facetten, wie den Blutgefäßen, Gehirn, Muskeln, Organen, Haaren usw. Gleiches gilt für den unsichtbaren Anteil. Auch dieser besteht aus verschiedenen Facetten, nämlich aus Seele, Geist, Herz, Wille, Gewissen usw.4 Diese Facetten stellen keine getrennten Substanzen dar, vielmehr sind sie einzelne Sichtflächen des Ganzen. Deshalb mögen sie sich ähneln oder überlappen, sind aber dennoch unterschiedlich.
1 EINLEITUNG: Einführung in die anthropologische Streitfrage und Darlegung der dreiteiligen Struktur der Arbeit.
2 DIE BIBLISCHE SICHT VON MENSCHEN: Detaillierte Untersuchung des Menschenbildes in den Zuständen vor dem Sündenfall, nach dem Sündenfall und im erlösten Zustand.
3 DAS DICHOTOME MENSCHENBILD: Darstellung der theologischen Argumente für eine Zweiteilung des Menschen in einen materiellen und einen transzendenten Teil.
4 DAS TRICHOTOME MENSCHENBILD: Analyse der Lehre von der Dreiteilung in Leib, Seele und Geist unter Einbeziehung prominenter Vertreter dieser Sichtweise.
5 SCHLUSS/ FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die zu einer Bevorzugung der dichotomen Sichtweise tendiert.
Biblische Anthropologie, Dichotomie, Trichotomie, Sündenfall, Erbsünde, Seele, Geist, Leib, Erlöster Mensch, Wiedergeburt, Gottesbild, Menschenbild, Schöpfungsbericht, Sündennatur, Heiligung.
Die Arbeit untersucht die biblische Anthropologie, speziell die Frage nach der Beschaffenheit des Menschen: Besteht er aus zwei Teilen (Dichotomie) oder drei Teilen (Trichotomie)?
Zentrale Felder sind die biblischen Begriffsdefinitionen von Seele, Geist und Leib sowie die Auswirkungen des Sündenfalls auf diese Aspekte.
Das Ziel ist es, die theologischen Aussagen zum Menschenbild zu systematisieren und die biblische Sichtweise im Hinblick auf die Einheitsbetrachtung des Menschen zu klären.
Die Arbeit basiert auf einer theologischen Literaturanalyse, die biblische Texte und dogmatische Erläuterungen gegenüberstellt.
Der Hauptteil analysiert den Menschen vor und nach dem Sündenfall, die Lehre der Erbsünde sowie die Auswirkungen der Erlösung auf das menschliche Wesen.
Die wichtigsten Begriffe sind biblische Anthropologie, Dichotomie, Trichotomie, Erbsünde und Erlösung.
Der Autor zeigt auf, dass die Bibel diese Begriffe oft austauschbar verwendet und betont die ganzheitliche Einheit des Menschen gegenüber einer strikten substanziellen Trennung.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die dichotome Sichtweise stärker in der Schrift begründet ist, da sie die unteilbare Einheit des Menschen besser widerspiegelt und eine Rangordnung zwischen Geist und Seele biblisch nicht haltbar ist.
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