Masterarbeit, 2022
86 Seiten, Note: 1,3
4 Einleitung
5 Theoretische Grundlagen
5.1 Lernort berufliche Schule
5.1.1 Empirische Daten zu angehenden Erzieher/innen
5.1.2 Akademisierung der pädagogischen Ausbildung
5.1.3 Komplexität des Berufes
5.2 Sozialpädagogischer Unterricht
6 Kompetenzdefinitionen
6.1 Kompetenzdefinition nach Weinert
6.2 Kompetenzbeschreibung und Modell nach Erpenbeck
6.3 Kompetenzdefinition nach dem DQR
6.4 Der Kompetenzbegriff im Kontext der ErzieherInnen- Ausbildung
6.5 Handlungskompetenz nach Kaufhold und Kompetenzmessung
7 Fallbasiertes Lernen
7.1 Definition fallbasiertes Lernen
7.2 Modelle des fallbasierten Lernens als Unterrichtsmethode
7.2.1 Fallbasiertes Lernen in der Medizin
7.2.2 Fallbasiertes Lernen im sozialpädagogischen Unterricht
7.2.3 Fallbasiertes Lernen als begleitete Intervention im sozialpädagogischen Unterricht
8 Erwerb von Handlungskompetenz durch fallbasiertes Lernen
8.1 Potenziale für den Erwerb von Handlungskompetenz
8.2 Stolpersteine und Grenzen des fallbasierten Lernens
9 Schlussfolgerungen Erster Teil
10 Empirischer Teil
10.1 Methodenwahl
10.1.1 Datenerhebung
10.1.2 Erhebungsinstrument
10.1.3 Zusammensetzungen der Stichprobe
10.1.4 Datenaufarbeitung und Datenauswertung
10.2 Datenanalyse zu demografischen Angaben
10.3 Darstellung der Ergebnisse
10.4 Interpretation der Ergebnisse
10.5 Diskussion der Ergebnisse
11 Ableitungen und Handlungsempfehlungen für den sozialpädagogischen Unterricht in der ErzieherInnenausbildung
11.1 Qualität und Reflexion der Erhebung
12 Fazit und Ausblick
Die Master-Thesis untersucht, welche Dimensionen der Handlungskompetenz durch fallbasiertes Lernen – insbesondere durch die Methode der kollegialen Beratung – im sozialpädagogischen Unterricht der ErzieherInnenausbildung gefördert werden, um eine begründete Didaktik für diesen Bereich zu entwickeln.
7.2.3 Fallbasiertes Lernen als begleitete Intervention im sozialpädagogischen Unterricht
Kollegiale Beratung stellt ein Format personenorientierter Beratung dar, bei welchem im Gruppengeschehen gegenseitig berufsbezogene Fälle der TeilnehmerInnen systematisch sowie lösungsorientiert reflektiert werden. Mit dem sich erweiternden Bekanntheitsgrad gerät kollegiale Beratung auch zunehmend häufiger in den Bereich der Personal- und Führungskräfteentwicklung von Wirtschaftsorganisationen (Tietze, 2010, S.17). Eine kollegiale Beratung ist ein etwa einstündig andauerndes Gespräch in einer Gruppe, welche einem systematischen Ablauf folgt. Zentral bzw. Voraussetzung für das systematische Gespräch ist eine berufliche Situation, die als problematisch erlebt wurde. Ziel ist es den Handlungsspielraum im systematischen Gespräch zu erweitern (Jazus & Küls, 2017, S.270). Franz und Kopp weisen darauf hin, dass die kollegiale Fallberatung sich als vielseitig einsetzbares Instrument zur Strukturierung von dialogischem Wissensaustausch und entsprechenden Integrationsprozessen erweist. In manchen Situationen genügen auch weniger strukturierte Vorgehensweisen (natürlicher Austausch, moderierte Diskussion etc.). Sollte dagegen die Überwindung konkreter und akuter Problem- und Konfliktlagen einer Person bearbeitet werden, ist die kollegiale Fallberatung empfehlenswert (Franz & Kopp, 2003, S. 285).
Um die begriffliche Vielfalt der kollegialen Beratung präzise einzugrenzen und nicht mit beispielsweise Selbsthilfegruppen zu verwechseln, braucht es Merkmale, die helfen, die kollegiale Beratung zu bestimmen und von verwanden Methoden wie z.B. der Supervision zu unterscheiden. Mit Hilfe dieser Eigenschaften lassen sich die Erkenntnisse dieser Arbeit zuordnen, um mit den Ergebnissen zum wissenschaftlichen Arbeiten über kollegiale Beratung beitragen zu können (Tietze 2010, S.24). Mit der genannten Begriffsbestimmung werden sechs Merkmale genannt, die erst in ihrer Verknüpfung das Format der kollegiale Beratung beschreiben: personenorientierte Beratung, Gruppenmodus, berufsbezogene Fälle, Systematik, Wechselseitigkeit und ergebnisorientierte Reflexion
4 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Fachkräftemangel, die Professionalisierung des Erzieherberufs und die Relevanz der Verknüpfung von Theorie und Praxis durch fallbasiertes Lernen.
5 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel beleuchtet den Lernort Fachschule, die Akademisierung der Ausbildung und die zunehmende Komplexität pädagogischer Berufe.
6 Kompetenzdefinitionen: Es werden verschiedene Kompetenzmodelle (Weinert, Erpenbeck, DQR) gegenübergestellt, um den Begriff der Handlungskompetenz für die Arbeit zu definieren.
7 Fallbasiertes Lernen: Das Kapitel differenziert verschiedene Begriffe und methodische Ansätze des fallbasierten Lernens und ordnet diese didaktisch ein.
8 Erwerb von Handlungskompetenz durch fallbasiertes Lernen: Hier werden die Potenziale der Fallarbeit zur Förderung der Handlungskompetenz sowie mögliche Stolpersteine und Grenzen kritisch diskutiert.
9 Schlussfolgerungen Erster Teil: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse: Kompetenz ist mehr als reines Wissen und erfordert handelnden Umgang in realen Situationen.
10 Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der quantitativen Untersuchung, Datenerhebung und Auswertung der Fragebögen zu demografischen Daten und Kompetenzdimensionen.
11 Ableitungen und Handlungsempfehlungen für den sozialpädagogischen Unterricht in der ErzieherInnenausbildung: Ableitung konkreter Empfehlungen für den Einsatz der kollegialen Beratung im Mentoring und Reflexionsprozess.
12 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf zur Professionalisierung.
Handlungskompetenz, ErzieherInnenausbildung, fallbasiertes Lernen, kollegiale Beratung, Sozialpädagogik, Kompetenzmodelle, Reflexion, Theorie-Praxis-Verknüpfung, Professionalisierung, Mentoring, Gruppenarbeit, quantitative Untersuchung, pädagogische Fachkräfte, Fachschulen, Fallarbeit.
Die Arbeit untersucht, wie fallbasiertes Lernen, insbesondere die kollegiale Beratung, zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern beitragen kann.
Die zentralen Themen sind der Kompetenzerwerb an Fachschulen für Sozialpädagogik, die theoretische Fundierung von Kompetenzbegriffen sowie die methodische Umsetzung von Fallbesprechungen.
Ziel ist es zu ermitteln, welche spezifischen Dimensionen der Handlungskompetenz durch die Methode der kollegialen Beratung besonders gefördert werden, um daraus didaktische Empfehlungen für den Unterricht abzuleiten.
Die empirische Forschung basiert auf einer quantitativen Methode mittels schriftlicher Fragebögen, die an vier Klassen einer Fachschule für Sozialpädagogik durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Kompetenzdefinitionen und Fallmethoden sowie einen empirischen Teil, der die Daten der Studierenden auswertet und diskutiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Handlungskompetenz, Erzieherausbildung, fallbasiertes Lernen, kollegiale Beratung, Kompetenzmessung und Reflexionsfähigkeit.
Sie wird als eine besonders wertvolle Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis identifiziert, die soziale und reflexive Kompetenzen effektiv fördert.
Die Untersuchung zeigt, dass für das Handeln in komplexen pädagogischen Situationen neben theoretischem Fachwissen vor allem motivationale, soziale und reflexive Fähigkeiten notwendig sind, die durch Fallarbeit gezielt trainiert werden.
Die unterschiedlichen Bildungsbiografien und Vorerfahrungen der Studierenden werden als wertvolle Ressource für den Erfahrungsaustausch in der kollegialen Beratung bewertet.
Ja, die Arbeit stellt klar, dass fallbasiertes Lernen andere didaktische Methoden nicht ersetzen kann, sondern als ergänzende Form des Lernens sinnvoll in einen handlungsorientierten Gesamtkontext integriert werden muss.
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