Bachelorarbeit, 2021
53 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Relevanz
1.2 Forschungsstand
2. Fridays for Future
2.1. Gegenwind
2.2. Organisation
2.3. Jugend – Generation Z
2.4. Scientists for Future
2.5. Umweltbewusstsein
2.6. Soziale Bewegung
3. Niklas Luhmann
3.1. Protest nach Niklas Luhmann
3.2. Die Unterscheidung von Risiko und Gefahr
3.3. Systemtheorie und Soziale Bewegungen
3.3.1. Funktionen der neuen sozialen Bewegungen
3.3.2 Motivation der sozialen Bewegungen
3.4. Massenmedien als Umwelt von Protestbewegungen
3.5. Umweltbewusstsein
4. Diskussion: Anwendung systemtheoretische Perspektive auf FFF
4.1. Soziale Systeme
4.2. Politik
4.3. Massenmedien
4.4. Risiko / Gefahr Zuordnung
4.5. Soziale Bewegung / neue soziale Bewegung
4.5.1. Funktionen der FFF-Bewegung
4.5.2. Motivation der FFF-Bewegung
4.6. Umweltbewusstsein
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht die Protestbewegung "Fridays for Future" (FFF) aus der systemtheoretischen Perspektive von Niklas Luhmann. Ziel ist es, die spezifischen Aspekte und Dynamiken der Bewegung, wie ihre Organisationsstruktur, das Verhältnis zu Massenmedien und die Risiko-Gefahr-Wahrnehmung, anhand der Theorie zu analysieren und zu erklären.
3.2. Die Unterscheidung von Risiko und Gefahr
Die moderne Gesellschaft beobachtet sich selbst unter dem Aspekt der Unterscheidung zwischen Risiko und Gefahr (Luhmann 1991: 30).
Risiko sieht Luhmann als Risiko der Entscheidung. Dabei kann ein Schaden auf die riskante Entscheidung zurückgeführt werden, woraus zu schließen ist, dass der Schaden vermeidbar hätte sein können. Die Vermeidbarkeit oder Unvermeidbarkeit lässt sich im Begriff der „Kontingenz“ zusammenfassen (Luhmann 1984: 47).
Kontingenz beschreibt, dass Systeme einem Entscheidungs- oder Selektionszwang unterliegen. Luhmann sagt damit, dass alle Dinge, die geschehen, grundsätzlich auch hätten anders verlaufen können. Diese Offenheit wird der Möglichkeit der Entscheidung zugesprochen, die hier der maßgebliche Risikofaktor ist. Die Kontingenz bedeutet Risiko im Sinne des Risikos „des Verfehlens der günstigsten Formung“ (vgl. Luhmann 1984: 47).
Die Entscheidungen, von denen die Rede ist, werden so getroffen, dass in Zukunft ein Vorteil entstehen kann, dass dafür aber auch ein möglicher Schaden in Kauf genommen werden muss. Dabei gelten Schäden als direkte Folge von Entscheidungen. Hier ist eine Art Kosten-Nutzen-Rechnung der Akteure vor der riskanten Entscheidung zu treffen (Luhmann 1991: 111). Es gibt keine Möglichkeiten bei Entscheidungen das Risiko zu minimieren oder risikofrei Entscheidungen zu treffen, denn auch Nicht-Entscheidungen stellen eine Entscheidung dar (ebd.: 131). Diese Annahme erklärt, warum Luhmann zwischen Risiko und Gefahr unterscheidet und nicht etwa Gegensätze wie Risiko und Sicherheit vergleicht.
1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der Fridays for Future-Bewegung und deren Bedeutung im gesellschaftlichen und politischen Kontext der letzten Jahre.
2. Fridays for Future: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, Organisation, der Rolle der Generation Z sowie der Unterstützung durch Scientists for Future.
3. Niklas Luhmann: Darstellung der systemtheoretischen Grundlagen nach Niklas Luhmann, mit Fokus auf Protest, Kommunikation und der Differenzierung zwischen Risiko und Gefahr.
4. Diskussion: Anwendung systemtheoretische Perspektive auf FFF: Praktische Anwendung der Theorie auf die FFF-Bewegung zur Analyse ihrer Systeme, Funktionen und Wahrnehmungen.
5. Fazit: Zusammenfassende Einordnung der Ergebnisse und kritische Reflexion darüber, welche Aspekte von FFF durch die Theorie erklärbar sind und wo die Grenzen liegen.
Fridays for Future, Niklas Luhmann, Systemtheorie, Soziale Bewegungen, Klimawandel, Generation Z, Risiko, Gefahr, Kommunikation, Massenmedien, Protest, Autopoiesis, Umweltbewusstsein, Politik, Moderne Gesellschaft
Die Arbeit analysiert die moderne Klimaprotestbewegung "Fridays for Future" (FFF) mithilfe der systemtheoretischen Ansätze von Niklas Luhmann.
Die zentralen Felder umfassen die systemtheoretische Definition sozialer Bewegungen, die Rolle von Massenmedien, die Generation Z sowie die Unterscheidung von Risiko und Gefahr.
Es soll geklärt werden, welche Aspekte der FFF-Bewegung sich mit der systemtheoretischen Brille von Niklas Luhmann erklären lassen und an welchen Punkten die Theorie an ihre Grenzen stößt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Luhmanns Systemtheorie auf das Phänomen FFF angewendet und mit empirischen Gegebenheiten verknüpft wird.
Im Hauptteil werden zunächst FFF und Luhmanns Systemtheorie separat eingeführt, um diese anschließend in einer Diskussion systematisch zusammenzuführen.
Begriffe wie System-Umwelt-Differenz, Autopoiesis, moderne soziale Bewegungen und die Unterscheidung von Risiko und Gefahr sind zentral.
Das Risiko wird dem Entscheider (z.B. Politik) zugeschrieben, während die Gefahr den Betroffenen (z.B. der Allgemeinheit) trifft, wobei bei FFF die Grenzen durch die globale Dimension verschwimmen.
Laut Luhmann dienen Massenmedien als Wissensquelle und sind für die Mobilisierung sowie die Sichtbarkeit einer Protestbewegung unerlässlich.
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