Masterarbeit, 2021
125 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 DIE BEGRIFFE „BELOHNUNG“ UND BESTRAFUNG“
3 EXKURS: STRAFE IN GESELLSCHAFT, RECHT UND ERZIEHUNG
3.1 STRAFE IN DER GESELLSCHAFT
3.2 STRAFE UND RECHT
3.3 STRAFE IN DER ERZIEHUNG
3.4 ZWISCHENFAZIT
4 BELOHNUNG UND BESTRAFUNG IN DER PSYCHOLOGIE
4.1 PSYCHOANALYSE
4.1.1 ANSÄTZE ZU ERZIEHUNG
4.1.2 BEURTEILUNG VON BELOHNUNG UND BESTRAFUNG
4.1.3 BELOHNUNG UND BESTRAFUNG IN DER SCHULE
4.2 INDIVIDUALPSYCHOLOGIE
4.2.1 ANSÄTZE ZU ERZIEHUNG
4.2.2 BEURTEILUNG VON BELOHNUNG UND BESTRAFUNG
4.2.3 BELOHNUNG UND BESTRAFUNG IN DER SCHULE
4.3 BEHAVIORISMUS
4.3.1 ANSÄTZE ZU ERZIEHUNG
4.3.2 BEURTEILUNG VON BELOHNUNG UND BESTRAFUNG
4.3.3 BELOHNUNG UND BESTRAFUNG IN DER SCHULE
4.4 GESTALTPSYCHOLOGIE
4.4.1 KURT LEWIN
4.4.2 WOLFGANG METZGER
4.4.3 ZWISCHENFAZIT
4.4.4 BELOHNUNG UND BESTRAFUNG IN DER SCHULE
5 VERGLEICH
6 FAZIT
Ziel der Arbeit ist es, die Verwendung von Belohnung und Bestrafung als Erziehungsmittel im schulischen Kontext aus der Sicht der vier psychologischen Denkrichtungen Psychoanalyse, Individualpsychologie, Behaviorismus und Gestalttheorie zu beurteilen, miteinander zu vergleichen und mögliche Alternativen aufzuzeigen.
Die Begriffe „Belohnung“ und Bestrafung“
Eine allgemeine psychologische Definition von Belohnung und Bestrafung aufzustellen sei Guss zufolge unmöglich, da die einzelnen psychologischen Schulen unterschiedliche Schwerpunkte setzten, weswegen die beiden Erziehungsmittel aus Sichtweise der jeweiligen psychologischen Schule einzeln zu definieren seien (vgl. Guss, 1975c, S. 115). Dieser Aufforderung wird im Hauptteil dieser Arbeit nachgegangen, in welchem jeweils die individuellen Ansichten von Belohnung und Bestrafung thematisiert werden. An dieser Stelle wird jedoch zunächst versucht, allgemeine Definitionen der beiden Begriffe aufzugreifen, wie sie in Psychologielexika zu finden sind. Im Dorsch-Lexikon wird Belohnung wie folgt definiert: „allg. Wertung, Anerkennung, Vergeltung. In Lernexp. Ist B. Verstärkung oder Bekräftigung oder der Anreiz, der … eine Person motivieren soll, eine best. Aufgabe auszuführen“ (Belohnung, 2020).
Bestrafung wird als ein unangenehmes Ereignis [bezeichnet,] das auf eine Handlung folgt und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Handlung in ähnlichen Situationen herabsetzen soll. …. Bei stärkeren Bestrafungen sind oft die durch sie ausgelösten … affektiven Erregungen störende Nebenwirkungen für benachbarte Lernprozesse, die von der spezifischen Bestrafung nicht betroffen werden sollten. Der Lernerfolg kann dadurch herabgesetzt werden. (Bestrafung, 2020)
An den beiden Definitionen fällt auf, dass Belohnung ausschließlich in ihrer Funktion und Wirkung beschrieben wird, wohingegen bei Strafe zusätzlich auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen hingewiesen wird, was indirekt eine Wertung ebendieses Erziehungsmittels beinhaltet.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik durch ein aktuelles Praxisbeispiel und Formulierung der Fragestellung.
2 DIE BEGRIFFE „BELOHNUNG“ UND BESTRAFUNG“: Versuch einer allgemeinen Definition der Begriffe aus psychologischer Perspektive.
3 EXKURS: STRAFE IN GESELLSCHAFT, RECHT UND ERZIEHUNG: Multidimensionale Betrachtung von Strafe unter Einbeziehung gesellschaftlicher, rechtlicher und erzieherischer Aspekte.
4 BELOHNUNG UND BESTRAFUNG IN DER PSYCHOLOGIE: Detaillierte Analyse der Positionen von Psychoanalyse, Individualpsychologie, Behaviorismus und Gestalttheorie.
5 VERGLEICH: Gegenüberstellung und Synthese der verschiedenen psychologischen Standpunkte.
6 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Studien.
Belohnung, Bestrafung, Erziehung, Psychologie, Psychoanalyse, Individualpsychologie, Behaviorismus, Gestalttheorie, Schule, Erziehungsmittel, Motivation, Konditionierung, Ermutigung, Logische Folgen, Verhaltenssteuerung
Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche psychologische Schulen die klassischen Erziehungsmittel Belohnung und Bestrafung im Kontext des Schulalltags bewerten.
Die Autorin analysiert die Standpunkte der Psychoanalyse, der Individualpsychologie, des Behaviorismus und der Gestalttheorie.
Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der vier psychologischen Schulen gegenüberzustellen, um zu verstehen, wie sie den Einsatz von Belohnung und Bestrafung legitimieren oder ablehnen und welche pädagogischen Alternativen sie vorschlagen.
Es handelt sich um eine literaturtheoretische Analyse, bei der existierende psychologische Theorien und Erkenntnisse zusammengetragen, verglichen und auf den schulischen Kontext transferiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Erziehungsansätze der jeweiligen psychologischen Schulen, deren spezifische Beurteilung von Belohnung und Bestrafung sowie die Anwendung auf den Schulkontext.
Neben den Hauptbegriffen Belohnung und Bestrafung sind Begriffe wie Erziehungsmittel, Motivation, Konditionierung, Ermutigung und Verhaltenssteuerung zentral.
Während Belohnung als eine Form der externen Beeinflussung betrachtet wird, die das Kind abhängig macht, zielt Ermutigung darauf ab, die Selbstachtung und Eigenmotivation des Kindes zu stärken, ohne es zu bewerten.
Die Gestalttheorie betont die Bedeutung der psychologischen Gesamtsituation und der Prägnanztendenz; sie lehnt externe Anreize ab, da diese das Kind von einem schöpferischen Prozess ablenken und die natürliche Ordnung stören können.
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