Bachelorarbeit, 2021
33 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. THEORIE TEIL: REALISMUS UND INTERMEDIALITÄT
2.1 DER BEGRIFF: REALISMUS
2.2 DER BEGRIFF: INTERMEDIALITÄT
3. ANALYSE DER NOVELLE
3.1 SZENENANALYSE: HAUS UND GARTEN
3.2 SZENENANALYSE: GESPRÄCH ZWISCHEN HRADSCHECK UND URSEL
3.3 SZENENANALYSE: MUTTER JESCHKE BEOBACHTET HRADSCHECK
3.4 SZENENANALYSE: HRADSCHECKS LETZTER WEG IN DEN KELLER
4. ANALYSE DER LITERATURVERFILMUNG VON 1973
4.1 FILMANALYSE: DIE MORDPLANUNG
4.2 FILMANALYSE: DIE ERMORDUNG
4.3 FILMANALYSE: DAS ENDE
5. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Theodor Fontane in seiner Novelle Unterm Birnbaum eine filmähnliche Schreibweise evoziert und welche Auswirkungen diese auf die Darstellung und Wahrnehmung der Handlung hat. Im Vergleich mit der Literaturverfilmung von Ralf Kirsten aus dem Jahr 1973 wird analysiert, wie diese intermedialen Bezüge sowie der Detailrealismus in das Medium Film übertragen werden und welche semantischen und theatralischen Veränderungen dabei entstehen.
3.1 Szenenanalyse: Haus und Garten
Die Anfangsszene der Novelle bettet sich in den Geschäftsalltag von Abel Hradscheck ein. Aufgrund des Erzählstils wird der/die LeserIn als unsichtbare/r BeobachterIn in die Erzählung hineinversetzt, um dem Geschehen zu folgen. Die Lesenden erfahren die Erzählwelt durch die Augen der jeweiligen Figuren oder deren Blickpunkte. Mit dem Einsatz der figurnahen Perspektive im Zusammenhang mit dem Detailrealismus, etabliert sich für die Lesenden der ´Als-Ob-Charakter´, sie würden die Novelle vor dem inneren Auge als Film sehen. Zu Beginn wird keiner festen Gestalt gefolgt, sondern dem Standpunkt des Erzählers, der die Situation vor dem Haus der Familie Hradscheck eingliedert. Es eröffnet sich die Szene in der Kameraeinstellung der Supertotalen, die einen Überblick über das gesamte Gasthaus und Materialwarengeschäft erlaubt.
1. EINLEITUNG: Vorstellung der Fragestellung zur filmähnlichen Schreibweise bei Fontane und deren Vergleich mit der Verfilmung von 1973.
2. THEORIE TEIL: REALISMUS UND INTERMEDIALITÄT: Erläuterung der literaturwissenschaftlichen Begriffe Realismus und Intermedialität zur Vorbereitung der Szenenanalyse.
3. ANALYSE DER NOVELLE: Detaillierte Untersuchung spezifischer Textstellen hinsichtlich ihrer filmähnlichen Struktur und der narrativen Kameraführung.
4. ANALYSE DER LITERATURVERFILMUNG VON 1973: Analyse der filmischen Umsetzung, des Medienwechsels und der Abweichungen zwischen literarischer Vorlage und Filmadaption.
5. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Analysepotenziale im Kontext der Intermedialitätsforschung.
Theodor Fontane, Unterm Birnbaum, Realismus, Intermedialität, Medienwechsel, Literaturverfilmung, Detailrealismus, Kameraeinstellung, filmähnliche Schreibweise, filmische Adaption, Ralf Kirsten, Narratologie, soziale Kontrolle, visuelle Kultur, Erzählweise.
Die Arbeit analysiert die intermedialen Bezüge zwischen Theodor Fontanes Novelle Unterm Birnbaum und der gleichnamigen Verfilmung von 1973, wobei der Fokus auf der filmähnlichen Schreibweise Fontanes liegt.
Zentrale Themen sind der Detailrealismus, die Intermedialität, das Phänomen der "filmischen" Literatur sowie die Untersuchung von Adaptionsprozessen beim Medienwechsel von Buch zu Film.
Die Arbeit untersucht, wie eine filmähnliche Erzählweise evoziert wird, welche Wirkungen diese auf die Novelle hat und welche semantischen Veränderungen sich in der Verfilmung durch Ralf Kirsten zeigen.
Es wird eine komparatistische Filmanalyse angewandt, bei der literarische Szenen und deren filmische Pendants anhand von Kameraeinstellungen und narrativen Strukturen gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Szenenanalyse der Novelle sowie eine anschließende Filmanalyse, die Schlüsselmomente wie die Mordplanung, die Tat selbst und das Ende untersucht.
Wichtige Begriffe sind Intermedialität, Detailrealismus, Medienwechsel, Kameraeinstellung, filmähnliche Schreibweise und Adaptionsanalyse.
Mutter Jeschke fungiert als "omnipotente Beobachtungsinstanz" und als soziales Kontrollorgan, deren Manipulation des Protagonisten Hradscheck einen maßgeblichen Antrieb für dessen Handeln darstellt.
Während in der Novelle die psychische Manipulation durch Mutter Jeschke und ein eher entspanntes Vorgehen dominieren, rücken im Film Schuldgefühle und die mentale Labilität Hradschecks stärker in den Vordergrund.
Der Birnbaum fungiert als wiederkehrendes, symbolhaftes Leitmotiv, das sowohl mit den detailrealistischen Beschreibungen als auch mit dem Mordplan und der Leiche eng verknüpft ist.
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