Bachelorarbeit, 2022
107 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Forschungsfragen
1.2 Relevanz für Wissenschaft und Praxis
1.3 Gliederung der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Resilienz
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Risiko- und Schutzfaktoren
2.1.3 Resilienz im Arbeitskontext
2.1.4 Diskurs in der Wissenschaft
2.2 Freiwilliges Arbeitsengagement
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Dimensionen
2.2.3 Potenzielle Konsequenzen
2.2.4 Diskurs in der Wissenschaft
2.3 Organisationale Bindung
2.3.1 Begriffsbestimmung
2.3.2 Komponenten
2.3.3 Potenzielle Konsequenzen
2.3.4 Diskurs in der Wissenschaft
2.4 Job Demands-Resources-Modell
3 Forschungsstand und Ableitung der Forschungshypothesen
3.1 Resilienz und Freiwilliges Arbeitsengagement sowie Organisationale Bindung
3.2 Organisationale Bindung und Freiwilliges Arbeitsengagement
3.3 Resilienz und Freiwilliges Arbeitsengagement mit Organisationaler Bindung als Mediator
3.4 Ableitung der Forschungshypothesen
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Stichprobe
4.2 Ethische Überlegungen
4.3 Untersuchungsdesign
4.4 Messinstrumente
4.4.1 Skala zur Resilienz
4.4.2 Skala zum Freiwilligen Arbeitsengagement
4.4.3 Skala zur Organisationalen Bindung
4.4.4 Soziodemografische Items
4.5 Untersuchungsdurchführung
4.6 Datenaufbereitung und statistische Verfahren
5 Untersuchungsergebnisse
5.1 Deskriptivstatistische Datenanalyse
5.2 Inferenzstatistische Datenanalyse
5.3 Explorative Datenanalyse
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
6.2 Limitationen und zukünftige Forschung
6.3 Implikationen für Wissenschaft und Praxis
6.4 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die empirische Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der Resilienz von Beschäftigten, ihrem freiwilligen Arbeitsengagement und ihrer organisationalen Bindung im deutschen Arbeitskontext. Die Arbeit prüft dabei, ob bestehende theoretische Modelle, insbesondere das Job Demands-Resources-Modell, durch die Einbeziehung dieser Konstrukte erweitert werden können.
1.1 Problemstellung und Forschungsfragen
Ursprünglich in der Pädagogik und Entwicklungspsychologie ansässig, ist die Resilienzforschung erst vor einiger Zeit in die Arbeits- und Organisationspsychologie eingezogen. Die Erkenntnisse hinsichtlich der Bedeutung von Resilienz im Arbeitskontext sind daher noch begrenzt (Paul & Garg, 2014). Regelmäßig durchgeführte Studien zum Wohlbefinden von Beschäftigten wie z. B. Reports der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verdeutlichen jedoch durch das Aufzeigen vielzähliger, differenter Arbeitsanforderungen die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt und damit den Bedarf einer umfassenden Betrachtung der Resilienz von Beschäftigten. Da sich die bisherige arbeitsbezogene Resilienzforschung überwiegend auf die Beschäftigtenebene bezog, sind die begünstigenden Faktoren sowie die positiven Auswirkungen von Resilienz auf die Gesundheit und Zufriedenheit von Beschäftigten bereits gut erforscht (Siegrist, 2010). Die Schätzung des für das Jahr 2019 durch Arbeitsunfähigkeit entstandenen Verlustes an Bruttowertschätzung in Höhe von 149 Milliarden Euro (BAuA, 2021) verdeutlicht jedoch die Erforderlichkeit, die Resilienz von Beschäftigten auch in der Verbindung zu organisationalen Größen zu erforschen.
Bereits durchgeführte Studien bestätigen positive Verbindungen zwischen der Resilienz von Beschäftigten und deren aufgabenbezogener Leistung sowie Engagement. Die Ergebnisse legen nahe, dass auch zu dem freiwilligen Arbeitsengagement von Beschäftigten eine positive Verbindung bestehen könnte. Dieses hat sich in der, die berufliche Leistung von Beschäftigten betreffenden, arbeits- und organisationspsychologischen Forschung neben der aufgabenbezogenen Leistung als bedeutendes Kriterium für den Organisationserfolg etabliert (Wesche & Muck, 2010). Vor dem Hintergrund des seit Jahren zunehmenden Fachkräftemangels ist für Organisationen zudem die Verbindung zwischen der Resilienz von Beschäftigten und ihrer organisationaler Bindung von besonderem Interesse.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Resilienz, Arbeitsengagement und organisationaler Bindung in einer durch Wandel und Digitalisierung geprägten Arbeitswelt.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konstrukte Resilienz, freiwilliges Arbeitsengagement und organisationale Bindung und bettet diese in das Job Demands-Resources-Modell ein.
3 Forschungsstand und Ableitung der Forschungshypothesen: Basierend auf vorhandener Literatur werden Zusammenhänge zwischen den Konstrukten analysiert und sieben spezifische Hypothesen für die Untersuchung abgeleitet.
4 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe von 211 Beschäftigten sowie die eingesetzten psychometrischen Messinstrumente und statistischen Auswertungsmethoden.
5 Untersuchungsergebnisse: Hier werden die deskriptiven, inferenzstatistischen und explorativen Datenanalysen präsentiert, welche die Zusammenhänge zwischen den untersuchten Variablen aufzeigen.
6 Diskussion: Die Arbeit schließt mit einer Interpretation der Ergebnisse, einer kritischen Würdigung der Limitationen sowie praktischen Empfehlungen für Organisationen und Ausblicken für die Forschung.
Resilienz, Arbeitsengagement, Freiwilliges Arbeitsengagement, Organisationale Bindung, Affektive Bindung, Kalkulatorische Bindung, Normative Bindung, Job Demands-Resources-Modell, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalauswahl, Arbeitspsychologie, Organisationspsychologie, Quantitative Forschung.
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Resilienz, freiwilligem Arbeitsengagement und organisationaler Bindung bei Beschäftigten in Deutschland.
Die Kernthemen umfassen die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) am Arbeitsplatz, das freiwillige Engagement der Mitarbeiter über ihre Pflichtaufgaben hinaus sowie die verschiedenen Bindungsarten an ein Unternehmen.
Die Studie geht der Frage nach, ob Resilienz positiv mit dem freiwilligen Arbeitsengagement zusammenhängt und welche Rolle die organisationale Bindung als Bindeglied in diesem Zusammenhang spielt.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie mit 211 in Deutschland beschäftigten Personen durchgeführt, wobei Daten mittels standardisierter Online-Fragebögen erhoben und statistisch analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Fachbegriffe, die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes sowie eine umfassende empirische Untersuchung, die durch Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet wurde.
Wichtige Begriffe sind Resilienz, freiwilliges Arbeitsengagement, organisationale Bindung, Job Demands-Resources-Modell und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Das Modell dient als theoretischer Rahmen, um Resilienz und organisationale Bindung als Arbeitsressourcen zu klassifizieren, die positiv auf das Arbeitsengagement wirken können.
Einige Hypothesen, etwa der positive Zusammenhang zwischen Resilienz und freiwilligem Arbeitsengagement, konnten bestätigt werden; die Annahme einer Mediationsrolle der organisationalen Bindung ließ sich in der vorliegenden Stichprobe hingegen nicht belegen.
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