Masterarbeit, 2020
203 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Videografierter Unterricht
2.1 Bedeutung für die Lehrer*innenbildung
2.2 Fremd- und Eigenvideos im Rahmen der Kompetenzentwicklung
2.3 Fallvignetten
3 Qualitätskriterien von Unterricht: Theoretische Fundierung und Begründung
3.1 Eine zusammenfassende Darstellung bisheriger Konzepte zur Unterrichtsqualität
3.2 Classroom Management
3.3 Klarheit und Strukturiertheit
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Phasierung von Unterricht
4.2 Das Analyseinstrument für videografierten Unterricht
4.3 Vorstellung der videografierten Unterrichtseinheit
4.3.1 Rahmenbedingungen
4.3.2 Phaseneinteilung der Unterrichtseinheit und Schnitt der Fallvignetten
4.3.3 Planungsmaterial der Unterrichtseinheit
4.3.4 Transkription der Unterrichtseinheit
5 Testung des Analyseinstruments: Darstellung der Ergebnisse
6 Diskussion
6.1 Der Wert des Analyseinstruments
6.2 Einbindung des Analyseinstruments in die Ausbildung von Wirtschaftspädagog*innen an der Universität Göttingen: Ein Konzept
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein Analyseinstrument zu entwickeln, das Studierenden im Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik ermöglicht, videografierten Unterricht hinsichtlich der Qualitätskriterien "Classroom Management" sowie "Klarheit und Strukturiertheit" gezielt zu reflektieren und diagnostisch zu beurteilen, um so ihre reflexive Handlungsfähigkeit zu stärken.
3.2 Classroom Management
Das Unterricht ein überaus komplexes Geschehen ist, wurde bereits erwähnt. Doyle (1986) beschreibt dazu sechs Merkmale, welche die Komplexität charakterisieren. Dazu zählen die Multidimensionalität, Simultaneität, Unmittelbarkeit, Unvorhersehbarkeit, Öffentlichkeit und Historizität. Vor allem die ersten vier Merkmale sind gerade für Lehrer*innen in Ausbildung eine große Herausforderung. Herzog (2002, zitiert nach Syring, 2017, S. 12 f.) ergänzt Doyles Merkmale um zwei weitere: Intransparenz und Informalität. Auch diese beiden spielen eine besondere Rolle. Dadurch, dass das Interaktions- und Kommunikationsgeschehen nicht durchschaubar und Unterricht auf Grund der situativen Bedingungen nur bedingt standardisierbar und reglementierbar ist, stellt er vor allem Noviz*innen, welche noch nicht über ein breites Handlungsrepertoire verfügen, vor Herausforderungen.
Um die Komplexität des Unterrichts zu bewältigen, sollten Lehrer*innen über die Kompetenz der Klassenführung verfügen. Der Begriff der Klassenführung ist in Deutschland weit verbreitet, wenngleich dieser nicht ganz dem entspricht, was er heute bedeutet. Grundsätzlich können vier Denkrichtungen bzw. Ansätze der Klassenführung beschrieben werden. Diese sind, orientierend an Helmke (2017a, S. 172 f.), das ‚Klassenlehrersein‘, ‚Klassenführung als Inbegriff erfolgreichen Unterrichts und Führens‘, ‚Klassenführung als Reaktion auf Störungen‘ und der ‚integrative Ansatz‘, der präventive Maßnahmen der Lehrkraft in den Mittelpunkt stellt. Vor allem die letzten beiden sind weit verbreitet und finden sich in verschiedenen Arbeiten wieder, da sie eine Unterscheidung zwischen reaktivem und präventivem Handeln verdeutlichen.
1 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Unterrichtsreflexion und der Professionalisierung von Lehrkräften durch Videografie und legt die Ziele der Arbeit dar.
2 Videografierter Unterricht: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Unterrichtsvideos für die Lehrer*innenbildung und führt in die Arbeit mit Fallvignetten zur Kompetenzentwicklung ein.
3 Qualitätskriterien von Unterricht: Theoretische Fundierung und Begründung: Hier werden theoretische Konzepte zur Unterrichtsqualität, insbesondere Classroom Management sowie Klarheit und Strukturiertheit, fundiert begründet und hergeleitet.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung des Analyseinstruments sowie die Planung, Durchführung und Transkription der videografierten Unterrichtseinheit.
5 Testung des Analyseinstruments: Darstellung der Ergebnisse: Es werden die Ergebnisse der Anwendung des Analyseinstruments auf die erstellten Fallvignetten und die damit verbundenen Erkenntnisse dargestellt.
6 Diskussion: Dieses Kapitel diskutiert den Wert des Instruments und entwirft ein Konzept zur Einbindung der Analysearbeit in die universitäre Ausbildung der Wirtschaftspädagog*innen.
7 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung rekapituliert die Ergebnisse und zeigt Potenziale für zukünftige Forschungsarbeiten auf.
Lehrer*innenbildung, Unterrichtsqualität, Classroom Management, Klarheit, Strukturiertheit, Videografie, Fallvignetten, Analyseinstrument, Unterrichtsplanung, Berufsfeld, Reflexionsfähigkeit, Wirtschaftspädagogik, Unterrichtsvideos, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsreflexion
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Analyseinstruments, das angehenden Lehrkräften helfen soll, die Qualität von Unterricht auf Basis von Videoaufzeichnungen systematisch zu beurteilen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Classroom Managements, die Bedeutung von Klarheit und Strukturiertheit im Unterricht sowie die methodische Aufbereitung von videografiertem Unterricht für die universitäre Ausbildung.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Instruments, welches es Studierenden ermöglicht, videografierten Unterricht hinsichtlich spezifischer Qualitätskriterien zu analysieren, um so ihre diagnostische Kompetenz sowie ihre Analyse- und Reflexionsfähigkeit zu verbessern.
Es wird ein qualitativ-inhaltsanalytisches Vorgehen gewählt, basierend auf Mayring (2010), um die Qualitätskriterien in strukturierte Kategorien und Indikatoren zu überführen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Qualitätskriterien hergeleitet, dann das methodische Vorgehen bei der Instrumentenentwicklung erläutert und schließlich die Ergebnisse der Testung an einer konkreten Unterrichtseinheit dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Lehrer*innenbildung, Unterrichtsqualität, Classroom Management, Klarheit, Strukturiertheit, Videografie, Fallvignetten und Reflexionsfähigkeit.
Da die Schulen während der Pandemie geschlossen waren, konnte kein regulärer Unterricht gefilmt werden. Die Arbeit griff daher auf bereits bestehende Unterrichtsvideos aus einem Masterseminar zurück.
Fallvignetten dienen als visualisierte Ausschnitte von Unterrichtssituationen, die es den Studierenden ermöglichen, komplexe Prozesse gezielt zu stoppen, zu analysieren und unter verschiedenen Aspekten zu reflektieren.
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