Diplomarbeit, 2008
72 Seiten, Note: 1,3
Zusammenfassung
Abstract
Der MehrWert von CSR
Corporate Social Responsibility als Auswahlkriterium bei zukünftigen Arbeitnehmern
Entwicklung und Abgrenzung des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen
Corporate Social Responsibility
Ausgewählte Ergebnisse empirischer Studien
Theoretischer Hintergrund
Person-Organization Fit
Social Identity Theory
Impression Management
Motive des Ehrenamtes
Fragestellung der vorliegenden Studie
Methode
Stichprobe
Versuchsdesign
Fragebogendesign
Ergebnisse
Haupteffekt Gehalt
Haupteffekte CSR passiv (dichotom) und CSR aktiv (dichotom)
Haupteffekt CSR (trichotom)
Zweifach-Interaktion CSR und Gehalt
Dreifach-Interaktion CSR, Gehalt und Geschlecht
Diskussion
Die Wirkung des erwarteten Gehalts auf die Attraktivität des Unternehmens
Die Wirkung des gesellschaftlichen Engagements auf die Attraktivität des Unternehmens
Die kompensierende Wirkung des Faktors CSR bei Gehaltseinbußen
Geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Bewertung des Unternehmens
Kritische Würdigung
Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, ob Corporate Social Responsibility (CSR) die Attraktivität von Arbeitgebern bei zukünftigen Arbeitnehmern in Deutschland steigern kann und inwieweit gesellschaftliches Engagement in der Lage ist, monetäre Gehaltseinbußen bei der Arbeitgeberwahl zu kompensieren.
Impression Management
Die Forschung zu impression management unterstreicht die Erkenntnisse der social identity theory. Der Theorie zufolge legt das Individuum besonderen Wert auf ein positives Ansehen in seinem sozialen Umfeld bzw. bei seinen Interaktionspartnern. Positive Eigenschaften bzw. Informationen über die soziale Gruppe oder Institution, der man angehört, werden genutzt, moralische Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen und das eigene Ansehen zu verbessern (Vgl. auch Herrbach & Mignonac, 2004).
Übertragen auf den Arbeitskontext kann sich im gewissen Maße die Reputation des Unternehmens auf das individuelle Ansehen des Mitarbeiters übertragen. Hierbei kann das unternehmerische Engagement für die Gesellschaft das Ansehen jedes Einzelnen positiv beeinflussen. Verfügt ein Unternehmen bspw. über eine eher schlechte Reputation kann der Mitarbeiter seine Beschäftigung bei diesem Arbeitgeber vor sich und anderen dadurch rechtfertigen bzw. aufwerten, dass sich sein Arbeitgeber oder er selbst gesellschaftlich engagiert (Simon, Pantaleo & Mummendey, 1995). Ganz in dem Sinne: „Ich arbeite für ein umweltschädliches Unternehmen, aber wir engagieren uns in sozialen Projekten.“
Bezugnehmend auf Cialdini et al. (1976) kann CSR im Bereich des impression managements somit eine besonders wichtige Rolle übernehmen: „Organizational membership […] confer positive attributes on its members, and people may feel proud to belong to an organization that is believed to have socially valued characteristics. When members believe that outsiders see the organization in a positive light, they “bask in the reflected glory” of the organization.” (S. 366)
Der MehrWert von CSR: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von CSR im Kontext des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels als Instrument zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.
Theoretischer Hintergrund: Hier werden sozialpsychologische Theorien wie der Person-Organization Fit, die Social Identity Theory und das Impression Management herangezogen, um die Motive der Bewerber für die Bevorzugung sozial verantwortlicher Unternehmen zu erklären.
Methode: Das Kapitel beschreibt das experimentelle 3x2x2x2 faktorielles Between-Subjects-Design, bei dem 576 Studenten fiktive Unternehmensprofile bezüglich Gehalt und CSR-Engagement bewerteten.
Ergebnisse: Die statistische Auswertung zeigt, dass CSR die Attraktivität steigert und teilweise Gehaltseinbußen kompensieren kann, wobei keine signifikanten Unterschiede zwischen passivem und aktivem Engagement bestehen.
Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, Limitationen aufgezeigt und die Bedeutung von CSR als strategisches Instrument für das Personalmarketing unterstrichen.
Corporate Social Responsibility, CSR, Arbeitgeberattraktivität, Personalmarketing, Gehalt, Person-Organization Fit, Social Identity Theory, Impression Management, Corporate Volunteering, Absolventen, Unternehmensreputation, Arbeitspsychologie, Recruiting, Wirtschaftspsychologie, Soziale Verantwortung.
Die Diplomarbeit untersucht, inwieweit gesellschaftliches Engagement von Unternehmen (Corporate Social Responsibility) die Attraktivität als Arbeitgeber bei Hochschulabsolventen in Deutschland beeinflusst.
Im Fokus stehen die Arbeitgeberattraktivität, der Einfluss monetärer Vergütung im Vergleich zu sozialen Kriterien sowie die Validierung sozialpsychologischer Theorien im Bewerbungskontext.
Ziel ist es zu prüfen, ob CSR als Auswahlkriterium bei zukünftigen Arbeitnehmern fungiert und ob ein hohes Maß an gesellschaftlichem Engagement Gehaltseinbußen für die Bewerber ausgleichen kann.
Der Autor führte ein experimentelles, faktorielles Between-Subjects-Design mit 576 Studenten durch, bei dem Unternehmensprofile mit variierenden Gehalts- und CSR-Informationen bewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Methode sowie die umfangreiche Analyse und Diskussion der statistischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Corporate Social Responsibility, Arbeitgeberattraktivität, Recruiting und Personalmarketing definieren.
Die Studie untersuchte geschlechtsspezifische Unterschiede in den Präferenzen, wobei zwar keine grundlegend divergierenden Bewertungsmuster gefunden wurden, aber punktuelle Interaktionseffekte bei Gehalt und CSR auftraten.
Ja, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein umfassendes gesellschaftliches Engagement eines Unternehmens Gehaltseinbußen bei der Bewertung der Attraktivität teilweise ausgleichen kann.
Interessanterweise ergab die Studie, dass sich die Art des Engagements – ob durch eine Unternehmensstiftung (passiv) oder Mitarbeiter-Engagement (aktiv) – kaum auf die generelle Attraktivitätsbewertung auswirkt.
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