Bachelorarbeit, 2022
53 Seiten, Note: 1,7
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Wichtige Definitionen
2. Historischer Hintergrund – Der Aufstieg der NSDAP
2.1 Die Ursprünge der Partei
2.2 Die NSDAP etabliert sich in der Regierung
2.3 Die Machtergreifung
3. Historischer Hintergrund – Die Veränderung der deutschen Kirchen
3.1 Die Kirchen vor der Machtergreifung
3.2 Die Auswirkungen der Machtergreifung 1933
3.3 Gleichschaltung
4. Die Jugendarbeit des NS-Regimes
4.1 Hitlerjugend
4.2 Der Jugendvertrag und seine Auswirkungen
4.3 Bund Deutscher Mädel
5. Der schulische Unterricht
5.1 Die Umformung des Schulsystems
5.2 Die Umformung des Religionsunterrichtes
6. Zwischenfazit
7. Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Jugendarbeit der ev. Kirchen
7.1 Die Jugendarbeit vor 1933
7.2 Auswirkungen der Machtergreifung
7.3 Jugend im Kirchenkampf
7.4 Die Jugendarbeit während des Krieges
7.5 Strategien wie die Gemeinden unter den Maßnahmen agierten
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die evangelische Jugendarbeit im Zeitraum von 1933 bis 1945 im sogenannten "Dritten Reich". Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Strategien den Kirchengemeinden und den Jugendlichen zur Verfügung standen, um trotz der staatlichen Oppression und des Drucks zur Gleichschaltung eine christlich geprägte Jugendarbeit fortzuführen.
4.1 Hitlerjugend
Die wichtigste und wirkungsmächtigste „Staatsjugend“ des NS-Regimes war die Hitlerjugend. Diese wurde im Juli 1926 auf dem zweiten Reichsparteitag der NSDAP als ihre Jugendorganisation ins Leben gerufen, blieb aber bis zur Machtübernahme des NS-Regimes 1933 recht unbedeutend. Kurz nach der Machtübernahme wurden alle Jugendorganisationen, die nicht in Verbindung zum NS-Regime standen, verboten. Ausgenommen waren die kirchlichen Jugendvereinigungen, welche jedoch 1934 durch den „Jugendvertrag“ absorbiert wurden. Die Teilnahme an der HJ blieb dennoch bis 1935 nicht verpflichtend. Nichtsdestotrotz wurde bei Nicht-Teilnahme an der HJ großer psychischer Druck auf Kinder sowie Eltern ausgeübt. Durch den Erlass des Gesetzes über die Hitlerjugend vom 1. Dezember 1936 wurde eine Art Beitrittszwang kreiert, der (ab 1939) eine Dienstpflicht beinhaltete. Das führte dazu, dass die „Staatsjugend“ bis 1939 auf eine Mitgliederzahl von ca. 9 Millionen anstieg. Fast alle Kinder und Jugendlichen des Deutschen Reichs waren Mitglied in einer ihrer Organisationen, ausgenommen waren sogenannte „nicht Arier“, Kinder mit Behinderungen, Kinder mit chronischen Erkrankungen und Juden.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, die sich mit den Strategien der evangelischen Jugendarbeit unter nationalsozialistischer Unterdrückung befasst, sowie der methodische Gang der Untersuchung.
2. Historischer Hintergrund – Der Aufstieg der NSDAP: Darstellung der politischen Rahmenbedingungen, die zum Machtantritt der NSDAP und zur Etablierung des NS-Regimes führten.
3. Historischer Hintergrund – Die Veränderung der deutschen Kirchen: Analyse des Einflusses des NS-Regimes auf die kirchlichen Strukturen, den Kirchenkampf und die Gleichschaltungsprozesse.
4. Die Jugendarbeit des NS-Regimes: Untersuchung der staatlichen Jugendorganisationen, ihres Beitrittszwangs und der Ideologie, die hinter HJ und BDM stand.
5. Der schulische Unterricht: Dokumentation der ideologischen Umgestaltung des Schulwesens und des Religionsunterrichts zugunsten des nationalsozialistischen Weltbildes.
6. Zwischenfazit: Zusammenfassende Betrachtung der politisch-gesellschaftlichen Einflüsse auf Kirche und Schule vor der detaillierten Betrachtung kirchlicher Strategien.
7. Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Jugendarbeit der ev. Kirchen: Beschreibung der konkreten Situation der kirchlichen Jugendarbeit vor 1933, während des Kirchenkampfes und des Krieges sowie der entwickelten Strategien zum Widerstand.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage über die Strategien zur Bewahrung christlicher Jugendarbeit unter der NS-Diktatur.
Evangelische Jugendarbeit, Nationalsozialismus, Drittes Reich, Kirchenkampf, Hitlerjugend, Gleichschaltung, Bekennende Kirche, Deutsche Christen, Widerstand, Jugendvertrag, Religionsunterricht, NS-Ideologie, Unterdrückung, Strategien, Weltanschauung
Die Arbeit untersucht die Situation der evangelischen Jugendarbeit während der NS-Herrschaft (1933–1945) und analysiert, wie diese unter dem politischen Druck bestehen konnte.
Die zentralen Felder umfassen den Aufstieg des Nationalsozialismus, die Beeinflussung kirchlicher Strukturen, die staatliche Indoktrination durch die Hitlerjugend sowie die Veränderung des Schulsystems.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Strategien den Kirchengemeinden und Jugendlichen blieben, um Jugendarbeit unter den gegebenen Oppressionsbedingungen fortzuführen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung historischer Quellen sowie zeitgenössischer Dokumente.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Historie, die kirchenpolitische Lage, die Analyse staatlicher Jugendarbeit sowie eine detaillierte Untersuchung kirchlicher Widerstands- und Überlebensstrategien.
Wesentliche Begriffe sind Evangelische Jugendarbeit, Gleichschaltung, Kirchenkampf, NS-Diktatur und Strategien der Behauptung.
Dieser Vertrag führte zur formellen Eingliederung evangelischer Jugendorganisationen in die Hitlerjugend und begrenzte die zeitlichen sowie inhaltlichen Spielräume kirchlicher Jugendarbeit massiv.
Dies waren kreative Schutzstrategien der Jugendlichen, um trotz Überwachung durch die Gestapo Treffen zu organisieren und sich gegenseitig Unterstützung bei Repressalien zu gewähren.
Er wurde 1937 eingeführt, um den Religionsunterricht an Schulen systematisch zu verdrängen und Kinder stattdessen direkt mit nationalsozialistischer Ideologie, Rassenkunde und dem Führerprinzip zu indoktrinieren.
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