Bachelorarbeit, 2021
33 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Resilienz gegenüber Krisen
2.1. Klärung von Begriffen
2.1.1. Erläuterung Begriff Krise
2.1.2. Erläuterung Begriff Resilienz
2.1.3. Adaptionszyklus nach Holling
2.2. Sozialkapital als Schlüsselfaktor für Resilienz
3. Wirtschaftskrise 2008
3.1 Phase 0: Industrialisierung und Urbanisierung
3.2 Phase 1: Die Phase des Wachstums (r)
3.3 Phase 2: Die Phase der Erhaltung (K)
3.4 Phase 3: Die Phase der kreativen Zerstörung - Der Kollaps (Ω)
3.5 Phase 4: Die Phase der Reorganisation – Der Umbruch (α)
4. Vulkanausbruch - Eyjafjallajökull
4.1 Vor dem Ausbruch
4.2 Nach dem Ausbruch
5. Fazit und aktuelle Entwicklungen
5.1 Corona Pandemie 2020
5.2 Seismische Aktivität – Erdbeben 2021
5.3 Schlussfolgerungen für die Zukunft
Die vorliegende Arbeit untersucht die Resilienz Islands gegenüber natürlichen sowie anthropogenen Krisen, um zu ergründen, wie krisenfest der Inselstaat tatsächlich ist und welche Faktoren diese Widerstandsfähigkeit beeinflussen.
2. Resilienz gegenüber Krisen
Krisen unterschiedlichen Ursprungs und Ausmaßes mit mehr oder weniger weitreichenden Folgen stellen eine gewaltige Herausforderung für die betroffene Gesellschaft eines Landes und übergeordnete staatliche und politische Systeme dar. Obgleich es sich um Wirtschafts- und Finanzkrisen, Pandemien oder Naturkatastrophen handelt – Krisen können das Leben der Menschen auch langfristig maßgeblich verändern. Doch wie viel Schaden ein System wie ein Staat, eine Wirtschaft oder eine Gesellschaft aber auch ein einzelnes Individuum von einer Krise davonträgt, hängt nicht nur vom natürlichen Ausmaß der Krise, sondern auch von ihrer Bewältigung durch geeignete Maßnahmen der agierenden Akteure ab.
2.1. Klärung von Begriffen
Bevor die isländische Perfomance im Umgang mit Krisen natürlichen oder anthropogenen Ursprungs betrachtet werden kann, werden einige Begriffe definiert, um ein besseres Verständnis für die Forschungsergebnisse zu schaffen.
2.1.1. Erläuterung Begriff Krise
Der Begriff „Krise“ hat seinen Ursprung in der griechischen Sprache als „krisis“ was soviel wie Entscheidung bzw. entscheidende Wendung bedeutet. Während diese historische Bedeutung sowohl als positiver, aber auch als negativer Höhepunkt eines Wandlungsprozesses gesehen werden kann, hat der Begriff „Krise“ heute eine eindeutig negative Konnotation. Zwar bezieht er sich auch auf den Höhepunkt bzw. Wendepunkt einer Entwicklung, jedoch wird diese als gefährlich, schwierig oder kritisch bezeichnet (Duden, o. J.; Stommer, 2010). Im Volksmund wird, wenn man von einer Krise spricht unweigerlich von einer negativen, den vorherigen positiven Zustand ablösenden Veränderung gesprochen, welche es so schnell und unbeschadet als möglich zu überstehen gilt, um den ursprünglichen oder einen alternativen (besseren) Zustand wieder zu erreichen. Mit jeder Krise sammelt man Erfahrungen, auf welche man im Umgang mit darauffolgenden Krisen zurückgreifen kann. Man entwickelt gewissermaßen eine Krisenfestigkeit, welche im Fachjargon als Resilienz bezeichnet wird. Dieser Begriff wird im folgenden Kapitel erläutert.
1. Einleitung: Einführung in die geografische und demografische Lage Islands sowie Darstellung der Motivation zur Untersuchung der nationalen Krisenfestigkeit.
2. Resilienz gegenüber Krisen: Theoretische Herleitung zentraler Begriffe wie Krise und Resilienz sowie Erläuterung des Panarchiemodells des adaptiven Zyklus.
3. Wirtschaftskrise 2008: Anwendung des Modells des adaptiven Zyklus auf den Hergang der Finanzkrise in Island, unterteilt in die verschiedenen Phasen des Zusammenbruchs und der Reorganisation.
4. Vulkanausbruch - Eyjafjallajökull: Untersuchung einer natürlichen Krise und der damit verbundenen Notfallstrategien sowie der Risikowahrnehmung der isländischen Bevölkerung.
5. Fazit und aktuelle Entwicklungen: Synthese der Krisenerfahrungen und Analyse aktueller Ereignisse wie der Corona-Pandemie und seismischer Aktivitäten hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die nationale Resilienz.
Island, Resilienz, Wirtschaftskrise 2008, Eyjafjallajökull, Krisenbewältigung, Anpassungsfähigkeit, Sozio-ökologische Systeme, Panarchiemodell, Krisenfestigkeit, Sozialkapital, Naturkatastrophen, Notfallmanagement, mentale Einstellung, Gemeinschaftsresilienz, Adaptionszyklus.
Die Arbeit untersucht, wie resilient Island gegenüber verschiedenen Krisen wie der Wirtschaftskrise 2008 oder Naturereignissen wie dem Vulkanausbruch 2010 agiert.
Die zentralen Felder umfassen theoretische Resilienzmodelle, die isländische Finanzkrise, das Katastrophenmanagement bei Vulkanausbrüchen sowie die Rolle der gesellschaftlichen Mentalität.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie resilient agiert Island im Umgang mit natürlichen oder anthropogenen Krisen?“
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse von Fallbeispielen unter Anwendung des „Panarchiemodells des adaptiven Zyklus“ nach Holling und Gunderson.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsdefinition sowie die detaillierte Untersuchung der Finanzkrise 2008 und des Vulkanausbruchs 2010 inklusive ihrer gesellschaftlichen Bewältigungsstrategien.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Resilienz, Krisenbewältigung, Anpassung, adaptive Zyklen und die spezifisch isländische „þetta reddast“-Mentalität beschreiben.
Es symbolisiert eine optimistische und entspannte Grundhaltung der Bevölkerung, die laut Arbeit als Form der community resilience zur Bewältigung von Krisen beiträgt.
Die Bevölkerung lernte aus den Unzulänglichkeiten der ersten Notfallpläne und integrierte diese Erfahrungen in eine verbesserte Katastrophenvorsorge für zukünftige Ereignisse.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

