Bachelorarbeit, 2020
35 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Migration
3. Volkswirtschaftliche Kennzahlen
3.1 BIP und Staatsschulden
3.2 Auslandsinvestitionen
4. Außenhandel
4.1 Primärer Wirtschaftssektor
4.2 Sekundärer Wirtschaftssektor
4.2.1 Bauwirtschaft
4.2.2 Öl- und Treibgasindustrie
4.2.3 Stahlindustrie
4.3 Tertiärer Wirtschaftssektor
4.3.1 Finanzsektor
4.3.2 Tourismus
4.3.3 IT- und Telekommunikation
4.3.4 Logistik
4.3.5 Bildung
5. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
5.1 Arbeitslosigkeit
5.2 Lohnquote
5.3 Verteilung
6. Gegenwart und Zukunft
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der Ostöffnung und der EU-Osterweiterung auf Österreich. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie Österreich durch seine geographische Lage und die gezielte Expansion heimischer Unternehmen in die osteuropäischen Reformstaaten eine zentrale wirtschaftliche Drehscheibe wurde und welche strukturellen Veränderungen sowie Herausforderungen am heimischen Arbeitsmarkt daraus resultierten.
4.2.1 Bauwirtschaft
Das Reisen nach Ungarn war für die Österreicher bereits seit 1978 vereinfacht, als die Notwendigkeit eines Visums zwischen Österreich und Ungarn abgeschafft wurde. In Ungarn jedoch waren staatliche Hotels sehr teuer und für die meisten Menschen kaum leistbar, zudem wiesen sie niedrigen Standard auf und insgesamt gab es zu wenige Unterkünfte für die Touristenwelle. Zur Behebung dieser Probleme vereinbarte die österreichische Regierung mit der ungarischen einen Kredit über 300 Millionen US-Dollar für die Errichtung neuer Hotels. Als man jedoch erkannte, dass kein ungarisches Bauunternehmen in der Lage war, diese Vielzahl an Hotels in guter Qualität zu erbauen, wurden österreichische Unternehmen beauftragt. Viele von diesen ließen sich danach mit Betriebsstätten in Osteuropa nieder und erhielten weitere Aufträge moderne Unterkünfte für Touristen zu errichten (Jurkowitsch, 2010, S. 73ff).
Nachdem sich die Grenzen zu Osteuropa mit dem Fall des Eisernen Vorhangs geöffnet hatten, begann der Tourismussektor in jenen östlichen Staaten rasant zu wachsen. Viele Menschen waren interessiert an diesen Regionen, in die sie in den letzten Jahrzehnten nur schwierig reisen konnten. Der ungarische Tourismus, der in den letzten Jahren stark wachsen konnte, bekam so einige Konkurrenten, die zuvor dem Ostblock angehörten, wie die Städte Dresden, Prag und Krakau. Die tschechische Hauptstadt Prag entpuppte sich als sehr beliebtes Touristenziel, weshalb viele österreichische Bauunternehmen beauftragt wurden, dort Hotels verschiedenster Kategorien zu errichten. Heute trägt der größte Hotelinvestor in Prag den Namen Warimpex Finanz- und Beteiligungs-AG und ist ein österreichisches Unternehmen, das in den Osten expandiert war (Jurkowitsch, 2010, S. 73ff).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Zäsur durch das Ende des Kalten Krieges und die Schwierigkeit, die Effekte der Ostöffnung von den Folgen des EU-Beitritts und der EU-Osterweiterung ökonomisch abzugrenzen.
2. Migration: Dieses Kapitel thematisiert die Zuwanderung aus osteuropäischen Staaten, die Bildungsstruktur der Migranten sowie deren Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt.
3. Volkswirtschaftliche Kennzahlen: Hier werden die makroökonomischen Entwicklungen, insbesondere die BIP-Entwicklung, Staatsschulden und die massive Zunahme österreichischer Auslandsinvestitionen in Osteuropa betrachtet.
4. Außenhandel: Das Kapitel analysiert die Dynamik der Import- und Exportquoten sowie die spezifische Entwicklung innerhalb der drei Wirtschaftssektoren und deren Branchen.
5. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die Auswirkungen werden in Bezug auf Arbeitslosigkeit, Lohnquote und die ungleiche Einkommensverteilung nach der Ostöffnung differenziert analysiert.
6. Gegenwart und Zukunft: Dieses Kapitel befasst sich mit der Rolle Österreichs als "Drehscheibe" in einem sich verändernden Marktumfeld und reflektiert die Risiken der Wirtschaftskrise.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der positiven wirtschaftlichen Errungenschaften durch die Ostöffnung und einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.
Ostöffnung, Österreich, Wirtschaft, Auslandsinvestitionen, Außenhandel, Migration, EU-Osterweiterung, Finanzsektor, Bauwirtschaft, Arbeitsmarkt, Lohnquote, Standortfaktor, Strukturwandel, Globalisierung, Drehscheibe.
Die Bachelorarbeit behandelt die wirtschaftlichen Konsequenzen der Ostöffnung sowie der EU-Osterweiterung für Österreich, wobei der Fokus auf dem Engagement österreichischer Unternehmen im Osten und den Folgen für den heimischen Wirtschaftsstandort liegt.
Die Arbeit beleuchtet Migration, volkswirtschaftliche Kennzahlen, die Entwicklung des Außenhandels, die Performance verschiedener Wirtschaftssektoren sowie die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt.
Das Ziel ist die Aufarbeitung der direkten und indirekten ökonomischen Auswirkungen der genannten politischen Ereignisse auf Österreich, um den Erfolg der österreichischen Strategie in diesen Märkten zu bewerten.
Die vorliegende Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, in der bestehende ökonomische Studien und statistische Daten österreichischer Ökonomen analysiert und zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Sektoranalyse, eine Untersuchung der Auslandsinvestitionen und eine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Lohnentwicklung.
Zentrale Begriffe sind Ostöffnung, Außenhandel, Auslandsinvestitionen, Strukturwandel und Österreich als wirtschaftliche "Drehscheibe" zwischen West- und Osteuropa.
Österreichische Banken erkannten früh das hohe Wachstumspotential im Osten, kauften dort Banken auf und sicherten sich durch ihre Pionier-Funktion hohe Marktanteile, was massiv zu den österreichischen Unternehmensgewinnen beitrug.
Neben der Konkurrenz durch andere aufstrebende Städte wie Budapest oder Prag ist die Anfälligkeit des wirtschaftlichen Wachstums durch externe Krisen wie die Weltwirtschaftskrise eine zentrale Herausforderung.
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