Bachelorarbeit, 2008
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland
2.1 Häufigkeit regelmäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen
2.2 Menge des konsumierten Alkohols bei Jugendlichen
2.3 Prävalenz von Binge Drinking bei Jugendlichen
2.4 Schlussfolgerung zum Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland
3 Alkoholmissbrauch
3.1 Schädlicher Gebrauch
3.2 Abhängigkeitssyndrom
4 Jugendliche mit externalisierenden Verhaltensstörungen
4.1 Externalisierende Verhaltensstörungen
4.1.1 Hyperkinetische Störungen
4.1.2 Aggressive Verhaltensstörungen
4.2 Epidemiologie
4.3 Komorbidität externalisierender Verhaltensstörungen mit Störungen durch Alkoholkonsum/Konsum psychotroper Substanzen
5 Das Bundesmodellprojekt Hart am LimiT
5.1 Das Konzept von HaLT
5.2 Zeitlich-struktureller Ablauf
5.3 Der HaLT-Risiko-Check
5.3.1 Theoretische Grundlagen
5.3.2 Materialien und Methoden
5.3.3 Aufbau und Ablauf
6 Probleme und Modifikationen des HaLT-Risiko-Checks
6.1 Mögliche Probleme
6.2 Mögliche Modifikationen
6.2.1 Zeitlich-strukturelle Modifikation
6.2.2 Methodische Modifikation – Förderung der Selbstkontrolle durch Selbstinstruktionstraining
6.2.3 Inhaltliche Modifikation
6.2.4 Modifikation personeller Aspekte und der Rahmenbedingungen
7 Abschließende Bemerkungen und kritische Reflektion
Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch, welche Probleme bei der Durchführung des Bundesmodellprojekts "Hart am LimiT" (HaLT) bei Jugendlichen mit externalisierenden Verhaltensstörungen auftreten können und entwickelt dazu passende Modifikationsansätze. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie eine indizierte Kurzintervention gestaltet werden muss, um dieser spezifischen Zielgruppe gerecht zu werden und die Nachhaltigkeit der Verhaltensänderung zu fördern.
(1.) Analyse des fehlerhaften Verhaltens durch den Jugendlichen
Ziel ist es, dass der entsprechende Jugendliche erkennt, dass sein Konsumverhalten unangemessen und schädlich ist und seine damit verbundenen Verhaltensweisen genau benennen kann. Er muss dazu die entsprechende Verhaltensweise, z.B. Binge Drinking, genau benennen können. Exemplarische Vorkommnisse aus der näheren Vergangenheit werden dazu ausgewertet und die sie begleitenden Empfindungen genannt. Zudem werden durch den Pädagogen entsprechende Fragen gestellt, die zu einer Vertiefung der Auseinandersetzung mit dem problematischen Verhalten beitragen sollen. Im Falle des Risiko-Checks lassen sich die Impulsfragen durch Modifikation bzw. Ergänzung zu diesem Zweck nutzen (s. Kap.6.2.3). Ziel ist es, den Jugendlichen zu einem inneren Dialog anzuregen, der eine konkrete Problemsituation in Bezug auf den persönlichen Alkoholkonsum in seinen Einzelheiten darstellt. Dabei wird das entsprechende Ereignis zunächst gedanklich durchdrungen und verbal nachgespielt. Wichtig ist, dass das gesamte Ereignis durch den Jugendlichen möglichst genau auf der Grundlage seiner individuellen Wahrnehmungen, Emotionen und gedanklichen Anteile durchgespielt wird. Ziel ist es herauszufinden, welche Reize, Gedanken, eigenen Verhaltensweisen und Verhaltensweisen der sozialen Umwelt bzw. Umstände der materiellen Umwelt dazu beitragen, dass der Jugendliche riskanten Alkoholkonsum in einer konkreten Situation betreibt. Hier kann auf die Ergebnisse zurückgegriffen werden, die im ersten Terminblock erarbeitet wurden.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die hohe Relevanz der Alkoholprävention bei Jugendlichen dar und definiert das Ziel der Arbeit, Modifikationen für das Projekt HaLT bei Jugendlichen mit externalisierenden Verhaltensstörungen zu untersuchen.
2 Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland: Das Kapitel liefert statistische Daten zur Häufigkeit und Menge des Alkoholkonsums sowie zur Prävalenz von Binge Drinking bei Jugendlichen und unterstreicht die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen.
3 Alkoholmissbrauch: Hier werden die diagnostischen Kriterien für den schädlichen Gebrauch und das Abhängigkeitssyndrom nach ICD-10 und DSM-IV erläutert und voneinander abgegrenzt.
4 Jugendliche mit externalisierenden Verhaltensstörungen: Dieses Kapitel definiert und beschreibt Störungsbilder wie hyperkinetische Störungen und Störungen des Sozialverhaltens sowie deren Epidemiologie und Komorbiditäten.
5 Das Bundesmodellprojekt Hart am LimiT: Es erfolgt eine Vorstellung des Konzepts HaLT, seines Ablaufs und der theoretischen Grundlagen wie der Risikokompetenz und dem Transtheoretischen Modell.
6 Probleme und Modifikationen des HaLT-Risiko-Checks: Der Kernteil der Arbeit identifiziert Defizite des Standard-Projekts bei der Arbeit mit der Zielgruppe und erarbeitet Modifikationsvorschläge für zeitliche, methodische, inhaltliche und personelle Aspekte.
7 Abschließende Bemerkungen und kritische Reflektion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über das untersuchte Trainermanual und benennt Grenzen sowie Perspektiven für die praktische Umsetzung und Evaluation.
Alkoholprävention, HaLT, Jugendliche, externalisierende Verhaltensstörungen, Binge Drinking, Risikokompetenz, Selbstkontrolle, Selbstinstruktionstraining, Komorbidität, Sozialverhalten, ADHS, pädagogische Intervention, Verhaltensänderung, Kurzintervention, Suchtvorbeugung.
Die Arbeit analysiert die Eignung des präventiven Suchthilfeprojekts "Hart am LimiT" (HaLT) für Jugendliche, die aufgrund externalisierender Verhaltensstörungen (wie ADHS oder Störungen des Sozialverhaltens) einen besonderen Unterstützungsbedarf im Umgang mit riskantem Alkoholkonsum haben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Epidemiologie des jugendlichen Alkoholkonsums, der Definition relevanter Störungsbilder, den theoretischen Grundlagen der Suchtprävention und der praktischen Modifikation pädagogischer Interventionen.
Ziel ist es, Modifikationsansätze zu entwickeln, die es Pädagogen ermöglichen, den HaLT-Risiko-Check effektiver an die spezifischen Bedürfnisse von Jugendlichen mit externalisierenden Störungen anzupassen.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf Basis einer Literaturanalyse zu aktuellen Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM-IV) und pädagogischen Konzepten (wie dem Selbstinstruktionstraining) Handlungsempfehlungen für die Praxis ableitet.
Im Hauptteil werden zunächst das Störungsbild und das HaLT-Programm analysiert. Anschließend werden spezifische Problembereiche (zeitliche, methodische, inhaltliche und personelle Aspekte) identifiziert und konkrete Modifikationsvorschläge unterbreitet.
Zu den Kernbegriffen zählen: Alkoholprävention, externalisierende Verhaltensstörungen, HaLT-Risiko-Check, Selbstkontrolle, Verhaltensänderung und Risikokompetenz.
Die ursprüngliche Dauer von eineinhalb Tagen reicht bei dieser Zielgruppe oft nicht aus, um Verhaltensänderungen nachhaltig zu etablieren. Eine Erweiterung und Flexibilisierung in drei Terminblöcke soll eine pädagogische Begleitung bis in die Handlungsphase des Transtheoretischen Modells ermöglichen.
Das Training fungiert als methodische Ergänzung, um den Jugendlichen Techniken an die Hand zu geben, ihr eigenes Verhalten in Risikosituationen bewusst zu planen, zu kontrollieren und die Impulsivität zu reduzieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

