Bachelorarbeit, 2020
56 Seiten
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1.0 Einleitung
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Parteiprogramme
1.4 Forschungsfrage
1.5 Teilfragen
2.0 Theoretischer Rahmen
2.1 Politische Kommunikation
2.2 Politische Kommunikation aus linguistischer Sicht
2.3 Die Rolle von Parteiprogrammen in der politischen Kommunikation
2.4 Sprachliche Allgemeinverständlichkeit
2.5 Formale Textverständlichkeit und kognitive Fähigkeiten der Leser
2.6 Inszenierung der Politikersprache
2.7 Forschungsstand
2.8 Vorgehensweise
3.0 Methodik
3.1 Datenmaterial
3.2 Indikatoren für formale Sprachverständlichkeit
3.3 Aggregierte Daten / Indizes für formale Sprachverständlichkeit
3.4 Indikator für politische Ausrichtung
3.5 Analyseschritte
3.5.1 Transkribieren der Originaltexte in standardisierte Texte
3.5.2 Erfassung der Häufigkeit von Fachwörtern und Nominalisierungen
3.5.3 Ermittlung des Verständnisindex SEM
3.5.4 Ermittlung des Lesbarkeitsindex LIX
4.0 Ergebnisse
4.1 Länge der Parteiprogramme im Original und transkribiert
4.2 Fachwörter und Nominalisierungen : Verständnisindex SEM
4.3 Lesbarkeitsindex
4.4.Häufigkeitsanalyse von politischen Begriffen
5.0 Fazit
5.1 Zusammenfassung des theoretischen Rahmens und der Forschungsfrage
5.2 Zusammenfassung der Vorgehensweise und der Methodik
5.3 Beantwortung der Forschungsfrage
5.4 Beantwortung der Teilfragen
5.5 Methodenkritik
5.6 Ausblick
Die Arbeit untersucht die formale Sprachverständlichkeit aktueller Parteiprogramme von sechs Schweizer Parteien, um zu analysieren, wie diese ihre politischen Überzeugungen in verständlicher Sprache an das Volk vermitteln. Durch einen quantitativen Ansatz werden Indikatoren wie Fachwortdichte, Nominalisierungen und Satzlängen ausgewertet, um die Lesbarkeit zu bewerten und politische Tendenzen abzuleiten.
2.6 Inszenierung der Politikersprache
Eine kognitive Strukturierung von politischen Texten nach Groeben (1982) in Richtung geringerer Komplexität könnte dazu beitragen, eine unerwünschte „Inszenierung“ der politischen Sprache durch Politiker zu erschweren. Sprachwissenschaftler wie Werner Holly (1985) haben die politische Kommunikation hinsichtlich einer Inszenierung der Sprache erforscht. Holly (1985: 197) beschreibt hierbei in seinem Buch „Politische Kultur und Sprachkultur: Wie sich der Bürger politische Äußerungen verständlich machen kann“ (1985), eine Ausnutzung der politischen Sprache durch Politiker, um Sachverhalte und tatsächliche Ereignisse durch Mythen oder Propaganda zu ersetzen. Holly (1985) bezeichnet den „Inszenierungscharakter“ der politischen Kommunikation als eines der wichtigsten Merkmale der politischen Sprache (Holly 1985: 197). Durch Inszenierung der politischen Sprache können hier Nutzer positive politische Sprachhandlungsmuster wie „Informieren und Diskutieren“ vorschieben, um beim Adressaten eher negativ behaftete Sprachhandlungsmuster wie „Werben und Legitimieren“ zu überdecken aufgreift, um deren eigentliche Bedeutung „aufzudecken“.
1.0 Einleitung: Einführung in das Forschungsthema und Darstellung der Relevanz politischer Sprache in der demokratischen Willensbildung.
2.0 Theoretischer Rahmen: Erläuterung der Grundlagen zur politischen Kommunikation, Linguistik und der Rolle von Parteiprogrammen.
3.0 Methodik: Beschreibung der angewandten quantitativen Analyseinstrumente, wie dem SEM-Index und LIX-Lesbarkeitsindex.
4.0 Ergebnisse: Präsentation und Analyse der Daten zur Sprachverständlichkeit und inhaltlichen Ausrichtung der untersuchten Programme.
5.0 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen, methodische Reflexion und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Politische Kommunikation, Sprachverständlichkeit, Parteiprogramme, Schweiz, Politolinguistik, SEM-Index, Lesbarkeitsindex, Nominalisierung, Parteienanalyse, Politikersprache, Quantitative Sprachanalyse, Demokratie, Wahlprogramme, politische Begriffe, Inszenierung
Die Arbeit analysiert die Sprachverständlichkeit von Parteiprogrammen der Schweiz aus linguistischer und politikwissenschaftlicher Perspektive.
Im Zentrum stehen die formale Sprachverständlichkeit, die Verwendung von Fachvokabular und die politische Positionierung der Parteien anhand ihrer Programmatik.
Ziel ist es zu untersuchen, in welcher Art und Weise Schweizer Parteien ihre politischen Überzeugungen in verständlicher Sprache an das Volk vermitteln.
Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, der auf standardisierten Texttranskripten basiert und Indikatoren wie Satzlängen, Nominalisierungen und Fachwortdichte auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Methodik und die Vorstellung der empirischen Ergebnisse für sechs verschiedene Schweizer Parteien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Politische Kommunikation, Parteiprogramme, Sprachverständlichkeit und quantitative Analyse charakterisiert.
Da für Deutschland und Österreich bereits vergleichbare Analysen vorlagen, wurde diese Forschungslücke für die Schweiz geschlossen.
Die Untersuchung zeigt, dass das Programm der SVP trotz eines populistischen Images eine vergleichsweise komplexe Sprache verwendet, was der Forderung nach leichter Verständlichkeit entgegensteht.
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