Diplomarbeit, 2008
81 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung
2 Theoretische Analyse
2.1 Bilanzierung des Sachanlagevermögens nach IAS 16
2.1.1 Definition von Sachanlagen und Anwendungsbereich des IAS 16
2.1.2 Ansatz der Sachanlagen
2.1.3 Bewertung bei Zugang der Sachanlagen
2.1.4 Folgebewertung der Sachanlagen
2.2 Bilanzierung des immateriellen Anlagevermögens nach IAS 38
2.2.1 Begriff des immateriellen Vermögenswertes und Anwendungsbereich des IAS 38
2.2.2 Ansatz der immateriellen Vermögenswerte
2.2.3 Bewertung bei Zugang der immateriellen Vermögenswerte
2.2.4 Folgebewertung der immateriellen Vermögenswerte
2.3 Die Neubewertungsmethode für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
2.3.1 Ermittlung des Fair Values
2.3.2 Verbuchung des Neubewertungsbetrages
2.3.3 Planmäßige Abschreibungen
2.3.4 Passive Steuerlatenz
2.3.5 Wertminderung und Wertaufholung
2.3.6 Anwendungs- und Buchungsbeispiel
2.4 Das bilanzpolitische Potenzial der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 aus Sicht von kapitalmarktorientierten Unternehmen
2.4.1 Identifizierung des bilanzpolitischen Potenzials
2.4.1.1 Ziele der Bilanzpolitik
2.4.1.2 Bilanzpolitischer Gestaltungsrahmen der Neubewertung nach IAS 38
2.4.1.3 Bilanzpolitischer Gestaltungsrahmen der Neubewertung nach IAS 16
2.4.2 Analyse des bilanzpolitischen Potenzials
2.4.2.1 Das Informationsbedürfnis der Jahresabschlussadressaten
2.4.2.2 Auswirkungen der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
2.4.2.3 Auswirkungen der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 auf ausgewählte Kennzahlen
2.4.2.3.1 Auswirkungen auf die Eigenkapitalquote
2.4.2.3.2 Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie
2.4.2.3.3 Auswirkungen auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis
2.4.2.3.4 Auswirkungen auf die Eigenkapitalrentabilität
2.4.2.3.5 Auswirkungen auf die Gesamtkapitalrentabilität
2.4.2.3.6 Auswirkungen auf sonstige Kennzahlen
2.4.3 Aufbereitung des Konzernjahresabschluss
2.4.4 Ergebnisse aus bilanzpolitischer und bilanzanalytischer Sicht
3 Empirische Überprüfung am Beispiel des General Standard Index
3.1 Überblick bisheriger empirischer Studien
3.2 Ziele und Nutzen der Untersuchung
3.3 Untersuchungsdesign und methodisches Vorgehen
3.4 Branchenklassifizierung der untersuchten Unternehmen
3.5 Präsentation der Untersuchungsergebnisse
3.5.1 Akzeptanz der Neubewertungsrücklage
3.5.2 Anwendung der Neubewertungsrücklage bei der Schaltbau Holding AG
3.5.3 Bedeutung der Neubewertungsrücklage zur Beurteilung der Ertragslage
3.5.4 Bedeutung der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital
3.5.5 Akzeptanz der Neubewertungsrücklage bei zusätzlicher Fremdfinanzierung
3.5.6 Transparenz der Neubewertungsrücklage
3.5.7 Branchenspezifische Untersuchungsergebnisse
3.6 Fazit der empirischen Überprüfung
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht, ob kapitalmarktorientierte Unternehmen des General Standard Index die Neubewertungsrücklage gemäß IAS 16 und IAS 38 als bilanzpolitisches Instrument nutzen, um ihre Bilanzkennzahlen sowie Ertragslage zu beeinflussen. Hierbei wird der Frage nachgegangen, inwieweit dieses Wahlrecht in der Praxis tatsächlich Anwendung findet und wie transparent die resultierenden Effekte für Abschlussadressaten im Konzernjahresabschluss dargestellt werden.
2.4.1 Identifizierung des bilanzpolitischen Potenzials
Das primäre Ziel eines Jahresabschluss, der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards erstellt wurde, liegt in der Vermittlung von Informationen. Den Adressaten des Jahresabschlusses soll ein Bild der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt werden, damit sie Investitions- und Finanzierungsentscheidungen treffen können. Um dies als auch eine einheitliche, qualitative Berichterstattung zu gewährleisten, muss sich das bilanzierende Unternehmen nach den Vorschriften der IFRS richten. Diese Standards bieten den Unternehmen neben Geboten auch zahlreiche bilanzpolitische Spielräume, mit denen sie den Jahresabschluss zu ihren Gunsten gestalten können. In der Literatur wird diese Bilanzpolitik generell als „zweckorientierte, innerhalb der gesetzlichen Vorschriften zulässige Einflussnahme auf einzelne Bestandteile und die bewusste Steuerung der Wirkung auf den Bilanzadressaten“ definiert. Bilanzpolitische Spielräume ermöglichen es den Unternehmen, die Adressaten des Jahresabschluss zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen, welches den Unternehmenszielen förderlich ist.
1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung: Einführung in die Thematik der Fair-Value-Bewertung nach IFRS und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der bilanzpolitischen Nutzung der Neubewertungsrücklage.
2 Theoretische Analyse: Umfassende Untersuchung der Bilanzierungsvorschriften für Sachanlagen (IAS 16) und immaterielle Vermögenswerte (IAS 38) sowie Analyse des Einflusses der Neubewertung auf Bilanzkennzahlen.
3 Empirische Überprüfung am Beispiel des General Standard Index: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf eine Stichprobe von 142 Unternehmen, um deren tatsächliche Bilanzierungspraxis hinsichtlich der Neubewertungsrücklage zu evaluieren.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung mit der Erkenntnis, dass das Neubewertungswahlrecht in der Praxis kaum genutzt wird, sowie ein Ausblick auf zukünftige Standardänderungen.
Neubewertungsrücklage, IAS 16, IAS 38, Bilanzpolitik, IFRS, Fair Value, Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte, Eigenkapital, Jahresabschlussanalyse, Kennzahlen, Transparenz, General Standard Index, Konzernabschluss, Bilanzierungspraxis
Die Arbeit analysiert die Nutzung und bilanzpolitische Bedeutung der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 bei kapitalmarktorientierten Unternehmen.
Die Themen umfassen die IFRS-Bilanzierungsvorschriften für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, das Konzept des Fair Values sowie die Auswirkungen auf verschiedene Finanzkennzahlen.
Es soll ermittelt werden, ob Unternehmen die Neubewertungsmethode als bilanzpolitisches Gestaltungsinstrument nutzen, um ihre Vermögens- und Ertragslage gegenüber Investoren vorteilhaft darzustellen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der IFRS-Standards mit einer empirischen Inhaltsanalyse der Geschäftsberichte von Unternehmen des General Standard Index aus dem Jahr 2007.
Der Hauptteil befasst sich mit den Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach IAS 16 und IAS 38 sowie der methodischen Verrechnung von Neubewertungsrücklagen und deren Auswirkungen auf Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote.
Zentrale Begriffe sind Neubewertungsrücklage, IFRS, Bilanzpolitik, Fair Value Accounting und Transparenz der Rechnungslegung.
Die Schaltbau Holding AG dient als einziges Praxisbeispiel innerhalb der untersuchten Stichprobe, welches von der Neubewertungsmethode Gebrauch gemacht hat.
Die Arbeit zeigt auf, dass die Neubewertung oft zu Lasten der Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit des Jahresabschlusses geht und eine "Entobjektivierung der Bilanz" fördern kann.
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