Masterarbeit, 2008
47 Seiten, Note: 1,2
A. Management Summary
B. Einleitung
I. Themenwahl
II. Ziele
III. Abgrenzung
C. Arbeitsumfeld und Betätigungsfelder des Rechtsanwalts
I. Ausbildung
II. Berufsbestimmung
III. Betätigungsfelder
IV. Berufsrechtliche Bestimmungen
V. Eigene Erfahrungen
D. Zielgruppe
I. Definition „kleine Unternehmen“
II. Definition „Mittelstand“
III. Wahl der Zielgruppe
IV. Lage, Ort
E. Vorbereitung Expertengespräch
I. Befragungsmethoden
II. Warum „face-to-face“ Befragung
III. Fragebogen
Befragung Rechtsdienstleistungen
IV. Auswahl Firmen
V. Geplanter Ablauf Expertengespräch
F. Expertengespräche Zielgruppe
I. Ort des Expertengesprächs
II. Ablauf des Expertengesprächs
III. Atmosphäre
G. Auswertung Expertengespräch
I. Textauswertung
II. Graphische Darstellung der beiden Skalenfragen
III. Schlussfolgerungen
H. Kommunikationsstrategien
I. Wo kann die Zielgruppe erreicht werden
II. Wie kann die Zielgruppe erreicht werden
III. Klassische Maßnahmen
IV. Maßnahmen aufgrund der Expertengespräche
I. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, durch welche Kommunikationsstrategien Rechtsanwälte kleine bis mittelständische Unternehmen in Süddeutschland als Mandanten gewinnen und binden können. Im Fokus steht dabei die Identifizierung praxisgerechter Instrumente zur Mandantenakquise, um den steigenden Wettbewerbsdruck in der Anwaltsbranche durch eine gezielte Marktansprache zu bewältigen.
II. Warum „face-to-face“ Befragung
Die Wahl eines persönlichen Gesprächs erhöht die Möglichkeit, auf Veränderungen und die Vorstellungen des Befragten direkt einzugehen. Darüber hinaus haben sich Expertengespräche in der Praxis als sehr sinnvoll erwiesen, um brauchbare Ergebnisse zu erhalten. Zwar wird durch den Fragebogen eine Standardisierungsstrategie gewählt. Um die Auswirkungen dieser Restriktionen zu verringern, kann im Gespräch jedoch auf den Befragten eingegangen werden. Da gerade im Bereich der Primärforschung bestimmte Problemstellungen individuums und marktbezogen erhoben werden sollen, ist eine flexible Herangehensweise und Reaktion auf veränderte Gesprächssituationen unabdingbar. Die Annahme, dass der Messfehleranteil einer Befragung durch Restriktion erhöht wird, kann mit folgenden Argumenten gestützt werden. Durch die Konfrontation mit standardisierten Erhebungsbedingungen sinkt die Versuchsmotivation beim Befragten. Hierdurch wird die Bereitschaft des Befragten zu einer genauen Mitteilung der eigenen Phänomene (Erlebnisse) herabgesetzt. Die Folge ist eine Erhöhung des Messfehleranteils und damit eine Verringerung der Präzision. Ein weiterer Aspekt von standardisierten Erhebungsbedingungen kann eine Einschränkung des Freiraums bei der Beantwortung und Mitteilung der Erlebnisse für den Befragten darstellen. Als Folge dessen kann beim Befragten Reaktanz auftreten, was wiederum eine Erhöhung der Fehlerquote zur Folge haben kann. Aus diesen Gründen wurde ein persönliches Gespräch für die Befragung gewählt. Indem den Befragten der Befragungsbogen im Vorfeld zur Verfügung gestellt wurde, konnten sich diese mit der kommenden Situation in Gedanken bereits beschäftigen. Mit der Bitte um ein Expertengespräch wurde den Befragten von Beginn an vermittelt, dass sowohl der Fragensteller als auch sie selbst tiefergehende Kenntnisse in diesem Bereich haben. Somit wurde eine intensivere Bindung zu dem „Expertengespräch“ für den Befragten aufgebaut.
A. Management Summary: Zusammenfassung der Zielsetzung der Arbeit, der gewählten empirischen Methodik sowie der Kernergebnisse bezüglich der Bedeutung von Netzwerken und Fachvorträgen.
B. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage in der Anwaltsbranche und die Notwendigkeit für Juristen, marketingorientierte Fähigkeiten zu entwickeln.
C. Arbeitsumfeld und Betätigungsfelder des Rechtsanwalts: Überblick über die juristische Ausbildung, die beruflichen Bestimmungen und die vielfältigen Tätigkeitsbereiche des Rechtsanwalts.
D. Zielgruppe: Definition der Zielgruppe (kleine und mittelständische Unternehmen) und Begründung der Wahl für die empirische Untersuchung.
E. Vorbereitung Expertengespräch: Wissenschaftliche Erläuterung der Befragungsmethodik und der Konzeption des eingesetzten Fragebogens.
F. Expertengespräche Zielgruppe: Beschreibung der Durchführung, der Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung der Expertengespräche.
G. Auswertung Expertengespräch: Detaillierte Darstellung der Ergebnisse aus den Interviews, unterteilt in Einzelbefragungen und eine grafische Analyse der Bewertungskriterien.
H. Kommunikationsstrategien: Ableitung konkreter Strategien und Maßnahmen zur Akquise auf Basis der gewonnenen empirischen Daten.
I. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Marktentwicklung für Rechtsanwälte und Empfehlungen für junge Berufseinsteiger.
Rechtsanwalt, Marketing, Mandantenakquise, Kommunikationsstrategien, Mittelstand, Dienstleistungsmarketing, Expertengespräch, Netzwerke, Fachvortrag, Rechtsberatung, Kundenbindung, Marktforschung, Kundenbedürfnisse, Honorarvereinbarung, Selbstständigkeit
Die Arbeit untersucht, wie Rechtsanwälte ihre Leistungen in einem zunehmend kompetitiven Markt erfolgreich bei kleinen und mittelständischen Unternehmen vermarkten können.
Die zentralen Felder umfassen das Dienstleistungsmarketing für Juristen, die Identifikation von Mandantenbedürfnissen sowie die strategische Neukundenakquise.
Das Ziel ist es, effektive Kommunikationsmittel zu identifizieren, mit denen Anwälte ihre Zielgruppe direkt und erfolgreich erreichen und langfristig binden können.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form von Expertengesprächen mit 10 Firmeninhabern kleiner und mittelständischer Unternehmen durchgeführt.
Im Hauptteil werden das Umfeld der Anwaltsbranche, die Konzeption der empirischen Erhebung, die Auswertung der geführten Gespräche sowie daraus abgeleitete Kommunikationsstrategien analysiert.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Mandantenakquise, Rechtsberatungsmarketing, Netzwerke, Fachvorträge und Dienstleistungsexzellenz beschreiben.
Empfehlungen durch Dritte, wie Bekannte oder Geschäftspartner, sind der mit Abstand wichtigste Weg, um neue Mandanten in der Rechtsberatung zu gewinnen.
Direkte Anschreiben („Blindakquise“) werden von der Mehrheit der befragten Firmeninhaber als Werbung eingestuft, kaum beachtet und in der Regel sofort entsorgt.
Die Befragten stehen standardisierten Bewertungsbögen skeptisch gegenüber; sie halten persönliche Gespräche zur Feedbackeinholung für wesentlich sinnvoller und glaubwürdiger.
Fachvorträge werden als sinnvolles Akquiseinstrument angesehen, sofern sie aktuelle, für den Mittelstand relevante Probleme lösen und mit seriösen Kooperationspartnern durchgeführt werden.
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