Masterarbeit, 2022
118 Seiten, Note: 2,3
1 Vorbemerkung
2 Einleitung
3 Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen
3.1 Begriffsbestimmung
3.1.1 Zur Notwendigkeit einer Begriffsbestimmung
3.1.2 Abgrenzung der unterschiedlichen Begrifflichkeiten
3.1.3 Grenzverletzungen, übergriffiges Verhalten und strafrechtlich relevante Formen sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen
3.1.4 Juristische Definition laut Strafgesetzbuch (StGB)
3.1.5 Fazit zur Begriffsbestimmung
3.2 Häufigkeit sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
3.2.1 Datenerhebung zur sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen
3.2.2 Inzidenz und Prävalenz sexueller Gewalt in Deutschland
3.3 Die Betroffenen
3.3.1 Risikofaktoren
3.3.2 Psychodynamik der Betroffenen und Folgen des sexuellen Missbrauchs
3.4 Die Täter*innen
3.4.1 Wer sind die Täter*innen?
3.4.2 Welche Strategien nutzen die Täter*innen?
4 Prävention sexueller Gewalt
4.1 Traditionelle & frühe Ansätze der Prävention sexueller Gewalt
4.2 Heutige Ansätze der Prävention sexueller Gewalt
4.2.1 Grundlagen der Prävention
4.2.2 Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention
4.3 Prävention in der Institution Schule
5 Sexuelle Gewalt als Thema der modernen Kinder- und Jugendliteratur
5.1 Literatur und Prävention
5.2 Sexuelle Gewalt in der Kinder- und Jugendliteratur
5.2.1 Die 1990er – Das Jahrzehnt der Neuerscheinungen
5.2.2 Chancen von Kinder- und Jugendliteratur zur Prävention
5.2.3 Risiken und Grenzen der (unterrichtlichen) Thematisierung
5.2.4 Qualitätskriterien nach Braun (1989) sowie Koch und Kruck (2000)
6 Zwischenfazit
7 Literarische Analyse: Das also ist mein Leben
7.1 Begründung der Romanauswahl & Übersetzungsproblematik
7.1.1 Auswahl des Romans
7.1.2 Übersetzungsproblematik
7.2 Kriterien & Aufbau der Literaturanalyse
7.3 Allgemeines zum Roman
7.4 Inhaltsangabe
7.5 Figurencharakterisierung
7.5.1 Charlie
7.5.2 Sam
7.5.3 Tante Helen
7.6 Analyse: Sexuelle Gewalt in Das also ist mein Leben
7.6.1 Inhaltliche Analyse nach den Kriterien von Koch und Kruck (2000)
7.6.2 Die Erzählinstanz in ‚Das also ist mein Leben‘
7.6.3 Erzähltechnische Analyse
8 Filmische Analyse: Vielleicht lieber Morgen
8.1 Allgemeines zum Film
8.2 Filmsequenz I – Sams erster Kuss
8.2.1 Inhalt der Sequenz
8.2.2 Analyse der Sequenz
8.3 Filmsequenz II – Sexueller Missbrauch durch Tante Helen
8.3.1 Inhalt der Sequenz
8.3.2 Analyse der Sequenz
8.4 Filmsequenz III – Klinikaufenthalt
8.4.1 Inhalt der Sequenz
8.4.2 Analyse der Sequenz
8.5 Fazit zum Film
9 Didaktische Konsequenzen für den Literaturunterricht
9.1 Literarisches Lernen als Grundlage präventiver Arbeit im Literaturunterricht
9.2 Geeignete didaktische Ansätze
9.3 Überlegungen für die Unterrichtspraxis
10 Abschließendes Fazit
Die Arbeit untersucht, wie durch den Einsatz von moderner Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht präventive Arbeit zum Thema sexuelle Gewalt geleistet werden kann. Das zentrale Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Jugendliche für dieses sensible Thema sensibilisiert und zur Einholung von Hilfe ermutigt werden können.
7.5.1 Charlie
Charlie ist der Protagonist und gleichzeitig der autodiegetische Erzähler der in Briefen verfassten Geschichte. Er lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester in Pittsburgh („Als wir uns dem Fort-Pitt-Tunnel näherten“; SC, S. 56), sein Bruder studiert an der Pennsylvania State University (Penn State) und lebt folglich nicht mehr zuhause (SC, S. 17). Im Laufe des Romans, am 24. Dezember 1991, feiert Charlie seinen 16. Geburtstag („Ich bin am 24. Dezember geboren […]“; SC, S. 101), durchlebt einen Reifeprozesse und eine positive Persönlichkeitsentwicklung, was in direkter Verbindung mit der Aufarbeitung seiner psychischen Probleme steht. Der Beginn dieser Aufarbeitung wird durch den Beginn des Briefeschreibens markiert, was zugleich den Anfang der Erzählung darstellt (SC, S. 9).
Bereits früh wird klar, dass Charlie mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, sich deren Ursache jedoch nicht umfänglich bewusst ist: „Das also ist mein Leben. Und ich will, dass Du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann.“ (SC, S. 9) und „Irgendetwas stimmt wirklich nicht mit mir. Und ich habe keine Ahnung, was“ (SC, S. 185). Die Gründe für Charlies schlechte Verfassung sind vielfältig.
1 Vorbemerkung: Einführung in die Thematik der sexuellen Gewalt und Erläuterung der geschlechtergerechten Sprachverwendung in der Arbeit.
2 Einleitung: Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz des Themas Missbrauch und Vorstellung der Forschungsfrage.
3 Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen: Überblick über Definitionen, Statistiken zu Inzidenz und Prävalenz sowie Analyse von Täterstrategien und Folgen für Betroffene.
4 Prävention sexueller Gewalt: Erörterung traditioneller und moderner Präventionsansätze sowie die Rolle der Schule.
5 Sexuelle Gewalt als Thema der modernen Kinder- und Jugendliteratur: Untersuchung des Potenzials und der Risiken, Literatur als Mittel zur Prävention einzusetzen.
6 Zwischenfazit: Zusammenfassende Einschätzung der Relevanz einer Auseinandersetzung mit dem Thema und Überleitung zur literaturanalytischen Untersuchung.
7 Literarische Analyse: Das also ist mein Leben: Detaillierte literaturwissenschaftliche Untersuchung des Romans unter Berücksichtigung erzähltheoretischer Kriterien.
8 Filmische Analyse: Vielleicht lieber Morgen: Filmtheoretische Untersuchung ausgewählter Sequenzen der Literaturverfilmung.
9 Didaktische Konsequenzen für den Literaturunterricht: Verknüpfung von Literaturdidaktik und präventiver Arbeit zur Entwicklung unterrichtlicher Vorschläge.
10 Abschließendes Fazit: Resümee zur Eignung von Literatur und Film als präventive Mittel im Unterricht.
Sexuelle Gewalt, Kindesmissbrauch, Prävention, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturunterricht, Trauma, Täterstrategien, psychische Folgen, Schulische Prävention, Wirkungsäquivalenz, Das also ist mein Leben, Stephen Chbosky, Literaturdidaktik, Aufarbeitung, Identitätsentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch das Medium Kinder- und Jugendliteratur sowie deren Verfilmungen im Kontext des Deutschunterrichts.
Die zentralen Themen umfassen Definitionen und Erscheinungsformen sexueller Gewalt, statistische Daten zur Verbreitung, psychische sowie physische Folgen für Betroffene, Strategien von Täterinnen und Tätern sowie Konzepte der schulischen Prävention.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Literatur und Film genutzt werden können, um im Rahmen des Deutschunterrichts präventive Arbeit zu leisten, Heranwachsende zu sensibilisieren und ihnen bei der Identifikation und Artikulation von Missbrauchserfahrungen zu helfen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien zum Thema Missbrauch und Prävention sowie auf eine literatur- und filmtheoretische Analyse des Romans "Das also ist mein Leben" unter Anwendung spezifischer Qualitätskriterien für Literatur.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Missbrauch und Prävention gelegt. Anschließend folgt die literatur- und filmanalytische Untersuchung eines Jugendromans. Schließlich werden didaktische Konsequenzen für die Unterrichtspraxis formuliert.
Schlüsselwörter sind unter anderem Sexuelle Gewalt, Prävention, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturunterricht, Täterstrategien, psychische Traumata und didaktische Konzepte.
Der Roman eignet sich besonders gut, da er das Thema sexuelle Gewalt nicht isoliert, sondern in einen breiten Kontext von Adoleszenzthemen einbettet, hohe Aktualität für Jugendliche besitzt und durch die vorhandene Verfilmung einen symmedialen Zugang ermöglicht.
Lehrkräfte werden als zentrale Akteure in der schulischen Prävention gesehen. Die Arbeit betont die Notwendigkeit einer bewussten Auswahl und kritischen Auseinandersetzung mit Lektüren, um eine Überforderung der Lernenden zu vermeiden und eine Atmosphäre der Vertrautheit zu schaffen.
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