Masterarbeit, 2000
86 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Schrift und Lesen
1.1 Das griechische Buchstabensystem
1.2 Lesevermögen der griechischen Bevölkerung
2. Erscheinungsbild antiker Bücher
2.1 Verwendetes Material
2.2 Buchform und äußere Erscheinung
2.3 Innere Gestaltung und Ausstattung
3. Herstellung und Publikation von Büchern
3.1 Schreibpraxis, Buchherstellung und -vervielfältigung
3.2 Publikation von Schriften und Verdienst des Autors
4. Buchhandel und Bibliotheken
4.1 Buchhandel
4.2 Bibliotheken
5. Resümee
5.1 Zusammenfassung
5.2 Chronologische Daten
5.3 Quellenkritik
Die vorliegende Arbeit untersucht das Buchwesen im antiken Griechenland des ersten Jahrtausends vor Christus. Das Hauptziel ist es, ein umfassendes Bild von der materiellen Beschaffenheit, der Herstellung, der Verbreitung und der gesellschaftlichen Bedeutung des Buches zu zeichnen, wobei insbesondere der Einfluss der Schriftkultur auf die griechische Demokratie und die Rolle von Bibliotheken und Buchhandel beleuchtet werden.
Die Anforderung an das Material von Büchern
Die Anforderung an das Material von Büchern ist, dass es einerseits einen Langtext aufnehmen kann und zudem leicht zu transportieren ist. Für die Bücher der griechischen Antike kommen deshalb die Beschreibstoffe Holz, Papyrus und Leder bzw. Pergament in Frage. Holztafeln wurden jedoch eher für alltägliche Notizen verwendet, während der Papyrus traditionell als Träger höherwertiger Texte diente. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass Schüler der Elementarschulen Holztafeln oder Tonscherben zum Schreiben benutzten, während Schüler der weiterführenden Gymnasien ihre Aufsätze oder Texterläuterungen bereits auf Papyrus formulierten – wenn auch meist auf den Rückseiten anderer Schriftstücke. Aus der hauptsächlichen Verwendung von Papyrus für hochwertige (Lang-)Texte wiederum ergibt sich die typische (Rollen-)Form des altgriechischen Buches, da die Griechen den Papyrus in Form von Rollen von den Ägyptern übernahmen.
Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, ein umfassendes Bild des Buches im antiken Griechenland zu zeichnen und dabei Fragen zu Schriftentstehung, Lesefähigkeit und Buchproduktion zu klären.
1. Schrift und Lesen: In diesem Kapitel wird die Entstehung des griechischen Buchstabensystems aus phönikischen Vorbildern untersucht und die Verbreitung der Lesefähigkeit innerhalb der griechischen Gesellschaft sowie die Rolle von Bildungseinrichtungen analysiert.
2. Erscheinungsbild antiker Bücher: Das Kapitel behandelt die verwendeten Materialien für Bücher, insbesondere Papyrus und Leder, sowie die physische Form der Buchrolle und deren innere Gestaltung, etwa hinsichtlich Spaltenbreite und Schreibkonventionen.
3. Herstellung und Publikation von Büchern: Hier werden die handwerklichen Aspekte des Schreibens, die Vervielfältigung durch Diktat oder Abschrift sowie die ökonomischen Bedingungen für Autoren und ihre Abhängigkeit von Gönnern bzw. Dedikationen diskutiert.
4. Buchhandel und Bibliotheken: Dieses Kapitel widmet sich dem Aufkommen des gewerblichen Buchhandels in Athen sowie der Gründung und Bedeutung der großen Bibliotheken, insbesondere in Alexandria und Pergamon, für die Literaturüberlieferung.
5. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die methodischen Herausforderungen durch die dünne Quellenlage und ordnet die Entwicklung des Buchwesens in den historischen Kontext ein.
Antikes Griechenland, Buchwesen, Papyrusrolle, Buchstabenschrift, Alphabet, Buchhandel, Bibliotheken, Schreibstuben, Buchherstellung, Textüberlieferung, Lesefähigkeit, Stichometrie, Dedikation, Pergament, antike Literatur.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wesen des Buches im antiken Griechenland, von der Entstehung der Schrift bis hin zu den Strukturen von Buchhandel und Bibliotheken.
Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Voraussetzungen wie dem Alphabet und dem Beschreibmaterial Papyrus, der soziologischen Verbreitung von Lese- und Schreibkompetenzen, der handwerklichen Buchproduktion sowie den ökonomischen Aspekten des Buchvertriebs.
Das Ziel ist es, ein möglichst vollständiges Bild der Buchproduktion und -nutzung im Hellas des ersten Jahrtausends v. Chr. zu entwerfen und die Zusammenhänge zwischen Schriftkultur und gesellschaftlichen Institutionen zu durchleuchten.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der antike Schriftquellen und ikonographische Belege kritisch gesichtet, ausgewertet und mit der Forschungsliteratur in Beziehung gesetzt wurden.
Im Hauptteil werden das Material (Papyrus, Pergament), die äußere und innere Gestaltung der Buchrollen, die Arbeitsweisen in Schreibstuben sowie die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Publikation und des Handels mit Büchern detailliert dargelegt.
Zentrale Begriffe sind antikes Griechenland, Papyrusrolle, Buchwesen, Alphabet, Buchhandel, Bibliotheken, Schreibstuben, Buchproduktion und Literaturüberlieferung.
Bibliotheken wirkten als Impulsgeber, indem sie durch ihre systematische Sammeltätigkeit und wissenschaftliche Editionspraxis Standards für Buchformen und Texte setzten, an denen sich der gewerbliche Buchhandel orientierte.
Er dient als älteste erhaltene griechische Buchrolle dazu, theoretische Erkenntnisse über die antike Buchgestaltung praktisch zu überprüfen und aufzuzeigen, wie weit verbreitet (oder eben individuell) Schreibkonventionen in der Praxis wirklich waren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

