Masterarbeit, 2019
132 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Definition: Soziales Lernen
2.1 Soziales Lernen in der Schule
3. Relevanz von sozialem Lernen in Schulen
3.1 Soziale wie emotionale Probleme von muslimischen Schüler*innen
4. Soziales Lernen im Christlichen Religionsunterricht (CRU)
4.1 Lehrplanforschung: Soziales Lernen im CRU in Niedersachsen (Nds.)
4.1.1 Analyse des Niedersächsischen Lehrplans (KC) für den Katholischen Religionsunterricht (KRU) an Realschulen, Jahrgänge 5-10
4.1.2 Analyse des Niedersächsischen Lehrplans (KC) für den Evangelischen Religionsunterricht (ERU) an Realschulen, Jahrgänge 5-10
4.2 Lehrmaterialforschung: Soziales Lernen im Christlichen Religionsunterricht (KRU und ERU)
4.2.1 Themenheft Religion «Diakonie»
4.2.2 Kompetenzorientiert unterrichten im RU
5. Soziales Lernen im Islamischen Religionsunterricht (IRU)
5.1 Lehrplanforschung: Soziales Lernen im IRU in Niedersachsen (Nds.) und NRW
5.1.1 Analyse des Kerncurriculums (KC) für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) für die Sekundarstufe I in Niedersachsen
5.1.2 Analyse des Kernlehrplans (KLP) für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) für die Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen
5.2 Lehrmaterialforschung: Soziales Lernen im Islamischen Religionsunterricht (IRU) in Niedersachsen und NRW
5.2.1 Bismillah 5
5.2.2 Saphir 7/8 und Saphir 9/10
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern soziales Lernen im Islamischen Religionsunterricht stattfinden kann und welches Potenzial dieses Fach für die Vermittlung sozialer Kompetenzen besitzt. Dabei werden sowohl allgemeinpädagogische Grundlagen als auch fachdidaktische Konzepte aus der christlichen und islamischen Religionspädagogik analysiert, um spezifische Lehrpläne und Lehrmaterialien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf ihre Eignung zu prüfen.
1. Einleitung
Im Niedersächsischen Bildungsserver wird über den islamischen Religionsunterricht für die Sekundarstufe I folgendes aufgezeigt: „Im Sinne eines umfassenden Bildungsauftrags, der die ganzheitliche Bildung des Menschen meint, kann … Religion nicht nur im Religionsunterricht, sondern auch im übrigen Schulleben einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass über die Grenzen von Religionen und Kulturen hinweg das Engagement für Frieden und respektvolles Miteinander gefördert wird.“
Die Schule als sozialer Lern- und Lebensraum steht vor der Aufgabe, die Schüler*innen für das soziale Leben und Miteinander vorzubereiten und sie zu gesellschaftsfähigen Individuen zu erziehen. Das soziale Lernen ermöglicht die Aneignung sozialer Kompetenz und befähigt zu prosozialem Handeln.
Ein besonderes Instrument für soziales Lernen bzw. moralische Erziehung stellt der schulische Religionsunterricht dar, denn ebendort wird dem sozialen Lernen ein beachtlicher Stellenwert beigemessen: „Wenn […] der Religionsunterricht einen notwendigen und wesentlichen Beitrag zum sozialen Lernen und insbesondere zur Entwicklung der sozialen Identität von Kindern zu leisten hat, dann müssen wir die Schüler(innen) auch im Kontext ihrer Peergroups verstehen lernen. Insbesondere wenn man meint, dass Religion keine Sache der Innerlichkeit sei, sondern sich im Miteinander der Menschen konkretisiert, wird der Bereich des sozialen Lernens als Aufgabe des Religionsunterrichts deutlich. Dies gilt nicht nur für die Grundschulen, sondern auch für die Realschule und das Gymnasium. Gerade hier neigen die anderen Fächer dazu, diesen Aspekt des Lernens zu ignorieren und Unterricht primär als Informationsübertragung und Stoffvermittlung zu betrachten“.
Auch die wesentlichen Fragestellungen, wie etwa „Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? Was lehrt uns die islamische Schöpfungsgeschichte und welche Verantwortung für Menschen, Tieren und Pflanzen resultiert daraus? Was für Wertvorstellungen im Umgang mit Menschen gibt es und was bedeutet dieses für mich?“, denen sich der islamische Religionsunterricht gemäß dem Niedersächsischen Kultusministerium widmet, lassen annehmen, dass dieser Unterricht zumindest auch soziales Lernen bezwecken soll. Der islamische Religionsunterricht weist insgesamt ein besonderes Potenzial auf, um soziale Kompetenz bei Schüler*innen aufzubauen und diese mit ihrem religiösen Bewusstsein und Emotionen in Einklang zu bringen.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des sozialen Lernens im Religionsunterricht und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2. Definition: Soziales Lernen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des sozialen Lernens als Erwerb von Sozialkompetenz innerhalb einer Gemeinschaft und diskutiert pädagogische Ansätze.
3. Relevanz von sozialem Lernen in Schulen: Hier werden Aufgaben und Funktionen der Schule beleuchtet und der Zusammenhang zwischen schulbezogenen Problemen wie Gewalt oder Schulverweigerung und dem Bedarf an sozialem Lernen dargestellt.
4. Soziales Lernen im Christlichen Religionsunterricht (CRU): Dieses Kapitel analysiert religionspädagogische Konzepte sowie spezifische niedersächsische Lehrpläne für den christlichen Unterricht.
5. Soziales Lernen im Islamischen Religionsunterricht (IRU): Der Fokus liegt hier auf der Analyse der Lehrpläne für Niedersachsen und NRW sowie auf der Evaluation von islamischen Schulbüchern hinsichtlich ihres Potenzials für soziales Lernen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage zur Eignung des Islamischen Religionsunterrichts für soziales Lernen.
Soziales Lernen, Islamischer Religionsunterricht, Sozialkompetenz, Werteerziehung, Moralerziehung, Schulentwicklung, Gewaltprävention, Identitätsbildung, Lehrplananalyse, Lehrmaterialforschung, Inklusion, Partizipation, Ethik, interreligiöses Lernen, prosoziales Verhalten.
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Islamischen Religionsunterrichts zur Förderung sozialen Lernens und sozialer Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern.
Die Themen umfassen die Definition sozialen Lernens, die Analyse der Relevanz im Schulalltag, den Vergleich mit christlichen religionsdidaktischen Konzepten sowie die Lehrplan- und Lehrmaterialanalyse für den Islamischen Religionsunterricht.
Das Ziel ist es, zu klären, warum und inwiefern soziales Lernen innerhalb des Islamischen Religionsunterrichts stattfinden kann und sollte.
Die Arbeit nutzt eine Literaturrezeption sowie eine inhaltsanalytische Untersuchung von Lehrplänen und ausgewählten islamischen Schulbüchern.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Begrifflichkeit, der Relevanz des sozialen Lernens an Schulen, der didaktischen Analyse des christlichen und islamischen Religionsunterrichts sowie der praktischen Untersuchung von Lehrmaterialien wie "Bismillah 5" und "Saphir".
Soziales Lernen, Islamischer Religionsunterricht, Sozialkompetenz, Moralerziehung, Identitätsbildung und Lehrplanforschung.
Die Analyse ergibt, dass "Bismillah 5" zwar soziale Inhalte thematisiert, diese jedoch kaum systematisch zur Förderung sozialer Kompetenzen nutzt und eher kognitive Lernprozesse betont.
Es bezeichnet die Verbesserung der moralischen Haltung und Erziehung der Seele zur moralischen Mündigkeit, was als wesentlicher Bestandteil der islamischen Moralerziehung für soziales Lernen erachtet wird.
Ja, die Arbeit legt dar, dass die Förderung von Sozialkompetenz und die Stärkung einer positiven Schulkultur durch soziale Lernarrangements präventiv gegen Gewalt und Schulverweigerung wirken können.
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