Bachelorarbeit, 2022
106 Seiten, Note: 2,0
1 Legasthenie und Fremdsprachenunterricht
1.1 Aktueller Forschungsstand
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Die Rolle der phonologischen Bewusstheit im Alphabetisierungsprozess einer Fremdsprache
2.1 Alphabetisierung in der Fremdsprache
2.1.1 Modelle des Schriftspracherwerbs
2.1.2 Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb – die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit
2.1.3 Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache in einer Fremdsprache
2.2 Legasthenie und Fremdsprachenunterricht
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.2 Ursachen der Legasthenie
2.2.3 Diagnostik und Intervention
2.2.4 Legasthenie im Fremdsprachenunterricht
3 Methodische Grundlagen und Durchführung der Studie
3.1 Methodische Grundlagen
3.2 Forschungsdesign
3.2.1 Erstellung des Tests
3.2.2 Durchführung des Tests
3.2.3 Bewertung der Ergebnisse und Datenanalyse
4 Darstellung der Hauptbefunde und Interpretation
4.1 Deskription der Einzelbefunde
4.1.1 Versuchsperson 1
4.1.2 Versuchsperson 2
4.1.3 Versuchsperson 3
4.2 Analyse und Interpretation der Einzelbefunde
4.2.1 Versuchsperson 1
4.2.2 Versuchsperson 2
4.2.3 Versuchsperson 3
5 Zusammenfassung und Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Inhaltliche Einordnung
5.3 Methodische Besonderheiten und Probleme
6 Praxisbezug und Ausblick
6.1 Resultierende Implikationen für den Fremdsprachenunterricht
6.2 Weitere Fragestellungen für künftige Forschungsvorhaben
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der phonologischen Bewusstheit im Alphabetisierungsprozess bei legasthenen Schülern im Englischunterricht, um einen empirischen Grundstein für die Entwicklung präventiver Förderprogramme zu legen.
2.1.1 Modelle des Schriftspracherwerbs
Das bekannteste Modell des Schriftspracherwerbs geht auf Uta Frith (1986) zurück. Bei diesem „Ur-Modell“ des Schriftspracherwerbs wird dieser in eine bestimmte Abfolge von Entwicklungsphasen gegliedert (Goldenstein, 2019). Mit jeder Phase wächst das Wissen des/der SuS über das Schriftsystem und auch seine/ihre Möglichkeiten Strategien einzusetzen. Dabei beschreibt Frith drei Phasen: 1) die logographemische Phase, 2) die alphabetische Phase, und 3) die orthographische Phase (ebd.). (Frith, 1986; Goldenstein, 2019)
Dabei kann in jeder Phase der rezeptive Teil des Lesens oder der produktive Teil des Schreibens Entwicklungsimpulse dominieren oder auch auslösen (ebd.).
In der logographemischen Phase wird das Geschriebene wie ein gemaltes Bild in seiner Ganzheit verstanden und nicht als eine Zusammensetzung unterschiedlicher Zeichen (1a). Sie begreifen also noch nicht die GPK. Mit dieser Ausgangssituation können Kinder bereits Symbole (z.B. Fußgängerzone, Spielstraße) und Logos (z.B. bekannte Marken) wiedererkennen und deuten (Goldenstein, 2019). Aktiv eigene Wörter produzieren, können sie jedoch nicht. Das Schreiben des eigenen Namens oder bestimmter Wörter gelingt nur dann, wenn das Schriftbild sozusagen auswendig gelernt wurde. Versuchen die Kinder nun selbst Wörter zu schreiben (1b), so wird ihnen die Lautstruktur der Sprache bewusst (ebd.). In dieser Phase schreiben die SuS einzelne Buchstaben, die zum Teil für ganze Wörter oder auch Sätze stehen, z.B. <B> für Blume. Zu beachten ist, dass sie zu diesem Zeitpunkt in ihrer Schreibentwicklung noch nicht alle Buchstaben kennen (ebd.). (ebd.)
1 Legasthenie und Fremdsprachenunterricht: Einleitung in das Themenfeld unter Berücksichtigung von Inklusion und der Notwendigkeit einer frühen Förderung bei legasthenen Schülern.
2 Die Rolle der phonologischen Bewusstheit im Alphabetisierungsprozess einer Fremdsprache: Theoretische Einordnung der Alphabetisierung und Legasthenie im Kontext des Fremdsprachenerwerbs inklusive diagnostischer Ansätze.
3 Methodische Grundlagen und Durchführung der Studie: Erläuterung des qualitativen Forschungsdesigns sowie Konzeption und Ablauf der durchgeführten empirischen Testung.
4 Darstellung der Hauptbefunde und Interpretation: Detaillierte Auswertung und Analyse der Einzelergebnisse der drei untersuchten Versuchspersonen.
5 Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Forschungsergebnisse und kritische Reflexion des methodischen Vorgehens sowie der inhaltlichen Erkenntnisse.
6 Praxisbezug und Ausblick: Diskussion der Implikationen für den schulischen Fremdsprachenunterricht und Benennung künftiger Forschungsbedarfe.
7 Fazit: Abschließende Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als Voraussetzung für den Fremdsprachenerwerb.
Legasthenie, Fremdsprachenunterricht, phonologische Bewusstheit, Alphabetisierung, Schriftspracherwerb, Englischunterricht, Inklusion, Diagnostik, Förderprogramme, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Empirische Studie, qualitative Forschung, Interventionsmaßnahmen, Sprachlernschwierigkeiten.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit bei legasthenen Schülern im Rahmen des Englischunterrichts und der damit verbundenen Alphabetisierungsphase.
Zentrale Themen sind der Schriftspracherwerb, das Störungsbild der Legasthenie, diagnostische Verfahren sowie die phonologische Bewusstheit als Prädiktor für den Fremdsprachenerwerb.
Ziel ist es, Schwierigkeiten von Legasthenikern im Englischen zu identifizieren und einen Grundstein für die Entwicklung präventiver Förderkonzepte zu legen.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bei dem drei Versuchspersonen exemplarisch mittels eines eigens konzipierten Tests untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Modelle, Legasthenie), die methodische Beschreibung der Studie sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der Testergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Legasthenie, phonologische Bewusstheit, Alphabetisierung, Schriftspracherwerb und Fremdsprachenerwerb.
Da die Testung eine kleine Stichprobe (n=3) umfasst, liefert sie detaillierte Einblicke, ist jedoch nicht repräsentativ für eine breite Population, was die Verfasserin als methodische Einschränkung diskutiert.
Die Autorin argumentiert, dass Englisch eine andere Graphem-Phonem-Korrespondenz als das Deutsche aufweist, weshalb eine gezielte Alphabetisierung als Fundament für korrekte Aussprache und Orthografie unerlässlich ist.
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