Fachbuch, 2008
58 Seiten, Note: "-"
1. Der Rundgang
2. Die Galerie
3. Das Kabinett der Verborgenen Similaritäten
4. Das Sierpinski-Zimmer
5. Auf dem Flur
6. Ababa von Palindromien
Die vorliegende Publikation dokumentiert die Ansichten und das Wirken einer Manufaktur in Palindromien, die sich auf die computergestützte Erzeugung hochkomplexer Teppichmuster spezialisiert hat, und beleuchtet dabei sowohl die mathematischen Grundlagen als auch die philosophische Dimension hinter dem Verfahren der Palindromisierung.
1. Der Rundgang
Die Finger kreisten. In sanften Kurven glitten sie zart und geschmeidig den Rücken hinab, deuteten Spiralen an, liefen von links nach rechts und wieder zurück, verweilten hier und da und gaben sich mit leichtem Druck zu erkennen, gelegentlich auch eine Melodie vortäuschend. Sie erspähten die leiseste Unebenheit auf seiner Haut, umgingen oder glätteten sie, spielten auf den dünnen Härchen wie auf den tönenden Saiten einer Geige.
„Noch eine Minute“, pflegte er zu bitten, wenn sie inne hielten und Anna ihn zum Aufstehen mahnte. Von allen Minuten dieses Tages war diese eine stets die längste. Heute aber duldete die frühe Stunde keinen Aufschub der Gefühle wegen. Eine Reisegruppe war angesagt.
Mit Besuchern hatten sie schon hinlänglich Erfahrung. In den seltensten Fällen kam jemand in diese abgelegene Gegend in Palindromien mit dem Vorsatz, einen der kostbaren Teppiche aus der reichen Auswahl, die ihre Manufaktur zu bieten hatte, käuflich zu erwerben. Der Verkauf ihrer textilen Kunstwerke – anders konnte man die aus Seide oder Wolle gefertigten Stücke nicht bezeichnen - vollzog sich in der Regel über andere Kanäle, über Groß- und Zwischenhändler zumeist ausländischer Herkunft. Besonders begehrt waren Auftragsarbeiten, darunter solche mit enormen Abmessungen. Kaiserpaläste, königliche Höfe und weltweit bekannte und geachtete Firmennamen gehörten zu den Auftraggebern. Ging auch einmal ein gut bezahltes Einzelstück per Zufall weg, so war dies ein willkommener Anlass zum Feiern, verhalf der Umsatzkurve insgesamt jedoch keineswegs zu einem steilen Anstieg.
Nichtsdestotrotz musste jede Gelegenheit genutzt werden, die Schätze einem breiten Publikum zu präsentieren, immer mit der Absicht und in der Hoffnung, so viele wie möglich von ihnen und so günstig wie möglich zu verkaufen.
1. Der Rundgang: Das Kapitel führt in den Alltag der Manufaktur "Carpeteria" ein, beschreibt die Tätigkeit der Teppichknüpferinnen und die organisatorischen Abläufe bei Besuchergruppen.
2. Die Galerie: Der Fokus liegt auf der Präsentation der Teppiche in der Galerie, wobei die Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Materialien und Webtechniken demonstriert werden.
3. Das Kabinett der Verborgenen Similaritäten: Wissenschaftliche Gäste untersuchen die mathematischen Hintergründe der Mustererzeugung und stoßen dabei auf faszinierende, feldlinienartige Strukturen.
4. Das Sierpinski-Zimmer: Die Diskussion verlagert sich auf fraktale Muster, wobei das "Sierpinski-Dreieck" als zentrales Gestaltungselement und die Interaktion zwischen Mathematik und Kunst thematisiert wird.
5. Auf dem Flur: Während eines Rundgangs werden weitere Beispiele computergenerierter Muster und deren Beziehung zu Poster-Urbildern betrachtet.
6. Ababa von Palindromien: Die Protagonisten reflektieren über die historische und numerische Bedeutung der Startzahl 1089 und entdecken eine mystische Verbindung zu der Figur Ababa.
Palindromik, Teppichmanufaktur, Strukturbildung, Palindromisierung, Seidenteppiche, Fraktale, Sierpinski-Dreieck, Startzahl 1089, Computermuster, Mathematik, Textilkunst, Hidden Similarities, Zahlentheorie, Design, Ababa.
Es geht um das Leben, die Arbeit und die mathematischen Ansichten in einer Manufaktur in Palindromien, die einzigartige, computergenerierte Teppichmuster herstellt.
Die zentralen Themen sind die mathematische Mustererzeugung durch Palindromisierung, die Geschichte der Teppichknüpferei und die philosophische Bedeutung von Zahlenstrukturen.
Das Ziel ist die Darstellung der Verschränkung von hochmoderner, computergestützter mathematischer Theorie mit traditionellem Handwerk und historischer Mythologie.
Die Arbeit basiert primär auf dem Verfahren der "Strukturbildung durch Palindromisierung", bei dem durch Umkehrung und Addition bzw. Subtraktion von Zahlen komplexe geometrische Muster abgeleitet werden.
Der Hauptteil beschreibt den Besuch einer Reisegruppe, die Besichtigung verschiedener Themenräume wie das Sierpinski-Zimmer und die fachlichen Diskurse zwischen Experten und dem Chefdesigner Ede.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Palindromik, Fraktale, Startzahlen, computergestützte Kunst und die Figur Ababa.
Die 1089 fungiert als zentrale Startzahl für die meisten Mustergenerierungsprozesse und wird im Laufe des Buches als mathematisches und mystisches Element analysiert.
Die wichtigsten Charaktere sind der Designer Eduard Raude (Ede), seine Kollegin Anna sowie Dr. Agard, die gemeinsam das Wirken der Carpeteria gestalten und hinterfragen.
Dies ist ein Ausstellungsraum der Manufaktur, der speziell für Teppiche mit Mustern reserviert ist, die mathematisch an Ellipsen oder magnetische Feldlinien erinnern.
Dies ist ein neues Methodenkonzept der Manufaktur, bei dem Kunden anhand von Postern ihre eigenen Ausschnitte aus Grundmustern wählen, die anschließend als Teppichdesign umgesetzt werden.
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