Examensarbeit, 2007
63 Seiten, Note: 2,0
Diese Zulassungsarbeit analysiert die Entwicklung der Beziehung zwischen Simone de Beauvoir und ihrer Mutter Françoise, die in den autobiographischen Werken „Mémoires d'une jeune fille rangée“ und „Une mort très douce“ von Simone de Beauvoir beschrieben wird. Das Ziel der Arbeit ist es, die Beziehung chronologisch aufzuarbeiten und auf die Intentionen von Simone de Beauvoir einzugehen, die sie dazu bewogen, sich von der Bourgeoisie abzuwenden.
Die Arbeit beginnt mit einer Darstellung der traditionellen Erziehung Simone de Beauvoirs in der französischen Bourgeoisie Anfang des 20. Jahrhunderts. Anschließend werden die Persönlichkeiten der Eltern, Françoise und Georges de Beauvoir, beleuchtet, um deren Einfluss auf die Entwicklung der Mutter-Tochter-Beziehung besser zu verstehen.
Der Hauptteil der Arbeit analysiert die Beziehung von Mutter und Tochter chronologisch, beginnend mit Simones früher Kindheit. Es werden verschiedene Lebensphasen der Mutter-Tochter-Beziehung beleuchtet, wie beispielsweise Simones erste Schuljahre, die Zeit der Adoleszenz, sowie Simones Weg zur jungen Frau und schließlich zum erwachsenen Leben. Die einzelnen Kapitel beleuchten die Veränderungen in der Beziehung zwischen Simone und Françoise und die Gründe für deren Schwierigkeiten.
Im fünften Kapitel wird die Zeit der letzten dreißig Tage vor dem Tod von Françoise de Beauvoir beleuchtet. Hier wird die Beziehung zwischen Simone und Françoise in der Sterbephase näher betrachtet und die Veränderungen in ihrem Verhalten und in ihren Gefühlen beschrieben.
Die Zulassungsarbeit beschäftigt sich mit der Mutter-Tochter-Beziehung in den autobiographischen Werken von Simone de Beauvoir, insbesondere mit den Themen der traditionellen Erziehung, der patriarchalischen Bourgeoisie, der Entwicklung der weiblichen Identität und der Auswirkungen des Todes auf die Beziehung von Mutter und Tochter.
Die Beziehung wandelte sich von einer frühen Symbiose in der Kindheit zu einer starken Entfremdung und Rebellion in der Adoleszenz, bevor sie in der Sterbephase der Mutter eine neue Form der Nachsicht und Identifikation fand.
Die strengen Normen und patriarchalischen Wertvorstellungen der Bourgeoisie prägten Beauvoirs frühes Leben und führten später zu ihrem radikalen Bruch mit diesem Milieu, um intellektuelle Unabhängigkeit zu erlangen.
Die Mutter stand der schriftstellerischen Tätigkeit Simones oft kritisch oder unverständlich gegenüber, da diese nicht dem traditionellen Frauenbild entsprach, das Françoise de Beauvoir verkörperte.
In diesem Werk setzt sich Beauvoir intensiv mit den letzten dreißig Tagen vor dem Tod ihrer Mutter auseinander, reflektiert deren Leiden und die emotionale Bedeutung des Abschieds.
Die Arbeit untersucht, ob Simone trotz ihrer intellektuellen Unabhängigkeit emotional an ihre Mutter gebunden blieb. Der Tod der Mutter ermöglichte ihr schließlich eine retrospektive Versöhnung mit dieser prägenden Figur.
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