Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Klärung der Begrifflichkeiten Kunstpädagogik und Kunstvermittlung
2.1 Was ist Kunstpädagogik?
2.2 Was ist Kunstvermittlung?
2.3 Verschiedene Methoden der Kunstvermittlung
3 Klärung der Begrifflichkeit ästhetische Bildung
3.1 Ästhetische Bildung in der Kita
3.2 Ästhetische Bildung nach den Bildungsgrundsätzen NRW
4 Forschungsablauf
4.1 Forschung
4.2 Konstruktion des Fragebogens
4.3 Kontaktierung der Befragten
5 Auswertungsverfahren
5.1 Auswertung der Fragebögen
5.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials
5.3 Fragestellung der Analyse
6 Ergebnisse der Forschung
6.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Heinze
6.2 Qualitative Inhaltsanalyse des Fragebogens 1 Kita R (privat)
6.3 Interpretation des Fragebogens 1 Kita R
6.4 Verbindungen von Aussagen des Fragebogen 1 Kita R und der Theorie
6.5 Qualitative Inhaltsangabe des Fragebogens 2 Kita B (kirchlich)
6.6 Interpretation des Fragebogens 2 Kita B
6.7 Verbindungen von Aussagen des Fragebogen 2 Kita B und der Theorie
6.8 Qualitative Inhaltsanalyse des Fragebogens 3 Kita K (städtisch)
6.9 Interpretation des Fragebogen 3 Kita K
6.10 Verbindungen von Aussagen des Fragebogen 3 Kita K und der Theorie
6.11 Ergebnisse der drei Fragebögen
7 Diskussion
8 Schlusswort
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Kunst in Kindertagesstätten im Ü3-Bereich vermittelt wird und ob sich die pädagogische Praxis eher an kunstpädagogischen Theorien oder an den Bildungsgrundsätzen des Landes NRW orientiert.
Was ist Kunstpädagogik?
‚Kunst und Pädagogik gehören nicht unbedingt zusammen. Sie müssen zusammengebracht werden…‘ (Pazzini 2005, S. 5). Aus diesem Grund werden die Begriffe und Theorien der Kunstpädagogik stetig neu diskutiert. In der Intensität der Diskussion und der Vielfalt der Ansätze lässt sich die Breite des Themas und die Dynamik der Kunstpädagogik erkennen, allerdings wünschen sich Fachleute mehr an einem Strang zu ziehen (vgl. Burkhardt 2017, S. 19). Kunstpädagogik ist der pädagogische Umgang mit Kunstwerken (vgl. Hofmann 2016, S. 8), doch mittlerweile hat sich die Kunstpädagogik nicht nur der Kunst, sondern auch allen kulturellen Bereichen, in denen bildnerische Gestaltung wichtig ist, geöffnet (vgl. Bering et al. 2017, S. 295).
Hierbei zielt die Kunstpädagogik auf eine ganzheitliche Bildung des Menschen, dies bedeutet, dass nicht nur das fachlich-künstlerisches Können und Handwerk erstrebenswert sind, sondern auch die Bildung des Menschen in seiner eigenen Individualität und Kreativität (vgl. Jordan & Rettkowski-Felten 2011, S. 31). An Kindertagesstätten sollte deshalb kein ausschließlich formaler Kunstunterricht stattfinden, sondern eine interessengeleitete ästhetische-künstlerische Pädagogik gelebt werden (vgl. Brenne 2017, S. 159). Die Kunstpädagogik soll ästhetische Erfahrungen im Bildnerischen ermöglichen. Diese lassen sich produktiv durch das eigene Gestalten oder rezeptiv durch Kunstbetrachtung ermöglichen (vgl. Peez 2012, S. 25). Somit gilt es einen Spagat zu schaffen zwischen offenen Prozessen, also dem Entstehen und Experimentieren und der künstlerischen Projektarbeit und deren Welterkenntnis (vgl. Urlaß 2016, S. 69).
Wesentlich dabei ist es, den Verarbeitungsprozess des Erlebten zu beachten um die künstlerischen Fertigkeiten von Kindern zu festigen (vgl. Selle 1988, S. 33). Nach Brenne unterliegt die Kunstpädagogik hierbei zwei Bezugsfeldern: der Aisthesis, also der allgemeinen Bildung der ästhetischen Erfahrungen der Menschen und der Ästhetik, der Begegnungen mit bildender Kunst, visuellen Alltagsstrukturen und verschiedener Medien (vgl. 2013/2012). Diese kunst- und/oder bildbezogenen Vermittlungsprozesse sind sehr wichtig für die Kunstpädagogik und können in unterschiedlichen Einrichtungen stattfinden, z.B. Schulen oder außerschulische Einrichtungen (vgl. Bering et al. 2017, S. 294).
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der kulturellen Bildung im Kindesalter und führt in die Forschungsfrage zur Kunstvermittlung im Ü3-Bereich ein.
2 Klärung der Begrifflichkeiten Kunstpädagogik und Kunstvermittlung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Kunstpädagogik, Kunstvermittlung und deren Methoden.
3 Klärung der Begrifflichkeit ästhetische Bildung: Es wird die Bedeutung ästhetischer Bildung in Kitas beleuchtet und in den Kontext der Bildungsgrundsätze NRW gesetzt.
4 Forschungsablauf: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Konstruktion des Fragebogens sowie die Kontaktierung der Befragten.
5 Auswertungsverfahren: Hier werden die qualitative Inhaltsanalyse sowie die Auswahl und Analyse des Ausgangsmaterials detailliert dargelegt.
6 Ergebnisse der Forschung: Die Ergebnisse aus drei verschiedenen Kindertagesstätten werden analysiert, interpretiert und mit den theoretischen Ansätzen verknüpft.
7 Diskussion: In der Diskussion werden die Forschungsergebnisse kritisch reflektiert und der Bedarf für ein strukturiertes kunstpädagogisches Konzept für Kitas abgeleitet.
8 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Arbeit und gibt einen Anstoß zur weiteren Erforschung der ästhetischen Bildung in Kindertagesstätten.
Kunstpädagogik, Kunstvermittlung, ästhetische Bildung, Kindertagesstätte, Bildungsgrundsätze NRW, qualitative Forschung, Fragebogen, Bildkompetenz, Auslegen, bildnerische Gestaltung, musisch-ästhetische Bildung, Partizipation, kindliche Entwicklung, pädagogische Praxis, kreative Bildung
Die Arbeit untersucht, wie Kunst in Kindertagesstätten für Kinder über drei Jahren vermittelt wird und ob sich die pädagogische Praxis dabei stärker an kunstpädagogischen Theorien oder den offiziellen Bildungsgrundsätzen des Landes NRW orientiert.
Zentrale Themen sind Kunstpädagogik, Kunstvermittlung, ästhetische Bildung sowie die Rolle der Bildungsgrundsätze NRW im pädagogischen Alltag von Kindertagesstätten.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie pädagogische Fachkräfte in Kitas Kunst vermitteln und inwieweit dabei theoretische Konzepte (wie das Modell des ‚Auslegens‘ von Otto & Otto) oder die Vorgaben der Bildungsgrundsätze zur Anwendung kommen.
Es wird eine qualitative Forschungsmethode angewandt. Hierbei wurden nicht-standardisierte Fragebögen an verschiedene Kitas verschickt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Heinze ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsbestimmungen, Theorien zur ästhetischen Bildung), eine Darstellung des Forschungsablaufs und der Auswertungsmethodik sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Forschungsergebnisse aus drei ausgewählten Kitas.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Kunstpädagogik, ästhetische Bildung, Bildungsgrundsätze NRW, qualitative Forschung und Kunstvermittlung charakterisieren.
Das Konzept des ‚Auslegens‘ von Otto und Otto dient als theoretische Grundlage für die Konstruktion der Fragen zur Vermittlung und zum Umgang mit Bildern, da es als besonders praxisgeeignet für den Kita-Kontext bewertet wurde.
Die Forschung zeigt, dass die Bildungsgrundsätze NRW eine deutlich stärkere Rolle in der täglichen Arbeit der untersuchten Kitas spielen als explizite kunstpädagogische oder kunstvermittelnde Konzepte, wobei letztere oft nur zufällig oder als ergänzende Aktivität vorkommen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

