Masterarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1. Anlässe der Unternehmensbewertung
2.2. Theorien der Unternehmensbewertung
2.2.1. Objektive Unternehmensbewertung
2.2.2. Subjektive Unternehmensbewertung
2.2.3. Funktionale Unternehmensbewertung
2.3. Zusammenhang von Bewertungsanlass und Bewertungsfunktion
2.4. Grundsätze der Unternehmensbewertung
2.5. Werturteile in der Wissenschaft
3. Methodische Darstellung und synoptischer Vergleich der Gesamtbewertungsverfahren
3.1. Vorbemerkung
3.2. Gesamtbewertung als Spezialfall der Investitionsrechnung
3.3. Ertragswertverfahren
3.3.1. Bestandteile und Konzeption
3.3.2. Prognose der finanziellen Überschüsse
3.3.3. Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes
3.4. Discounted Cash-Flow Verfahren
3.4.1. Systematisierung und Konzeption
3.4.2. Ermittlung der Cash-Flows
3.4.3. Ermittlung des gewogenen Kapitalkostensatz
3.5. Synoptischer Vergleich der Gesamtbewertungsverfahren
3.5.1. Gemeinsamkeiten der Verfahren
3.5.2. Unterschiede der Verfahren
4. Wertender Vergleich der Gesamtbewertungsverfahren
4.1 Kritische Analyse verschiedener Bewertungsparameter
4.2 Kritische Würdigung der Gesamtbewertungsverfahren
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Vor- und Nachteile des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode durch einen direkten Vergleich kritisch zu identifizieren und unter Berücksichtigung des theoretischen Kontexts die funktionsspezifische Vorteilhaftigkeit zu bestimmen, wobei Werturteile des Verfassers integriert werden.
3.1. Vorbemerkung
Zu den Gesamtbewertungsverfahren zählen das Ertragswertverfahren und das DCF-Verfahren. Bei diesen Verfahren wird das Unternehmen als Gesamteinheit mit den zu beachtenden Synergie- und Verbundeffekten bewertet. Der Unternehmenswert, auch als Ertragswert bezeichnet, ergibt sich aus den zukünftigen finanziellen Überschüssen, die aufgrund von Investitionen oder einem günstigen Geschäftsverlauf erwartet werden. Da bei den Gesamtbewertungsverfahren, anders als bei Einzelbewertungsverfahren, auch positive und negative Kombinationseffekte berücksichtigt werden, können ermittelte Ertragswerte von bestehenden Substanzwerten abweichen. Dabei wird die Differenz als Goodwill (Badwill) bezeichnet, sofern der Ertragswert größer (kleiner) als der Substanzwert ist.
Als objektive Theorie dominierte, waren Verfahren zur Berechnung eines Substanzwertes am meisten verbreitet. Mit dem Übergang zur subjektiven Theorie trat die Bewertung von Unternehmen anhand eines Ertragswertes in den Vordergrund. Aufgrund der gegenwärtigen Überlegenheit der funktionalen Theorie ist man sich heute einig, dass es kein „richtiges“ bzw. allgemeingültiges Bewertungsverfahren gibt, sondern der Zweck der Bewertung die Auswahl des Verfahrens definieren sollte. Da die Gesamtbewertungsverfahren neben dem namensgebenden Prinzip der Gesamtbewertung zudem das Prinzip der Zukunftsbezogenheit erfüllen, entsprechen die Verfahren weitestgehend den Anforderungen der funktionalen Theorie. Das IDW fügte mit dem Standard IDW S1 weitere Grundsätze hinzu und hat damit die Anwendung dieser Verfahren durch das Prinzip der Zweckbezogenheit und einer zweistufigen Wertermittlung konkretisiert. Zudem konnte in den letzten Jahren eine wachsende Bedeutung des DCF-Verfahrens, vor allem im internationalen Kontext, beobachtet werden. Den Gesamtbewertungsverfahren wird folglich in der Praxis grundsätzlich die größte Bedeutung beigemessen.
1. Einleitung: Definiert die Rolle der Unternehmensbewertung und steckt das Ziel der Arbeit ab: einen wertenden Vergleich zwischen Ertragswertverfahren und DCF-Methode.
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung: Behandelt Anlässe, theoretische Ansätze (objektiv, subjektiv, funktional), Bewertungsfunktionen und Grundsätze der Bewertung.
3. Methodische Darstellung und synoptischer Vergleich der Gesamtbewertungsverfahren: Detaillierte Darstellung beider Methoden inklusive Konzepten zur Ermittlung von Überschüssen und Zinssätzen sowie ein direkter Vergleich.
4. Wertender Vergleich der Gesamtbewertungsverfahren: Kritische Analyse der Bewertungsparameter und abschließende Würdigung der Verfahren im Kontext der funktionalen Theorie.
5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und bewertet die Eignung der Verfahren für verschiedene Bewertungsanlässe und -funktionen.
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cash-Flow, DCF-Verfahren, Gesamtbewertungsverfahren, funktionale Theorie, Kapitalisierungszinssatz, Bewertungsanlass, Bewertungsfunktion, Werturteile, Investitionsrechnung, WACC, Cash-Flow, Substanzwert, IDW S1
Die Arbeit befasst sich mit einem wertenden Vergleich der beiden zentralen Gesamtbewertungsverfahren: dem Ertragswertverfahren und dem Discounted Cash-Flow-Verfahren (DCF).
Neben der theoretischen Einordnung der Unternehmensbewertung stehen die methodische Darstellung beider Verfahren, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die kritische Würdigung im Vordergrund.
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der beiden Methoden in einem direkten Vergleich zu identifizieren und ihre Vorteilhaftigkeit in verschiedenen funktionalen Kontexten zu beurteilen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und einen synoptischen Vergleich, um die Methoden methodisch darzustellen und kritisch zu hinterfragen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, gefolgt von der detaillierten methodischen Darstellung beider Verfahren und schließlich dem wertenden Vergleich der Bewertungsparameter.
Zentrale Begriffe sind Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, DCF-Verfahren, funktionale Theorie und Bewertungsanlass.
Das DCF-Verfahren ermöglicht eine Differenzierung in Equity- und Entity-Ansätze und berücksichtigt somit Kapitalstruktureffekte expliziter, während das Ertragswertverfahren primär auf den Ertrag fokussiert.
Die funktionale Theorie dient als theoretischer Rahmen, um zu begründen, warum kein allgemeingültiges Verfahren existiert und warum die Eignung eines Verfahrens immer vom spezifischen Bewertungszweck abhängt.
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