Bachelorarbeit, 2019
37 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Hochbegabung
2.1 Definition von Hochbegabung nach Lucito
2.1.1 Ex-post-facto-Definition
2.1.2 Termans IQ-Definition
2.1.3 Talentdefinition
2.1.4 Prozentsatzdefinition
2.1.5 Kreativitätsdefinition
2.2 Definition von Hochbegabung nach Marland
3. Identifizierungsmöglichkeiten von Hochbegabung
3.1 Formelle Verfahren
3.1.1 Intelligenztests
3.1.2 Schulnoten
3.1.3 Wettbewerbe
3.2 Informelle Verfahren
3.2.1 Lehrernominierung
3.2.2 Elternnominierung
3.2.3 Peernominierung
4. Problemfelder hochbegabter SuS
4.1 Mythos über Eigenschaften von hochbegabten SuS
4.2 Problemfelder von hochbegabten SuS im schulischen Umfeld
4.2.1 Schulische Unterforderung
4.2.2 Leistungsverweigerung
4.2.3 Soziale Probleme
5. Notwendigkeit der Förderung hochbegabter SuS
5.1 Kritik an der Förderung hochbegabter SuS
5.2 Gründe für die Notwendigkeit einer Förderung von hochbegabten SuS
5.2.1 Förderung als rechtlicher Anspruch
5.2.2 Förderung als pädagogische Aufgabe
5.2.3 Förderung zur Vermeidung von schulischen Problemen
6. Schulische Fördermaßnahmen
6.1 Akzeleration
6.1.1 Frühe Einschulung
6.1.2 Überspringen von Klassen
6.1.3 Teilunterricht in höheren Klassen
6.2 Enrichment
6.2.1 Innere Differenzierung
6.2.1.1 Wochenplanarbeit
6.2.1.2 Projektarbeit
6.2.2 Äußere Differenzierung
6.2.2.1 Arbeitsgemeinschaften
6.2.2.2 Schülerwettbewerbe
6.3 Mischformen aus Akzeleration und Enrichment
6.3.1 Spezialklassen und -schulen für Hochbegabte
6.3.2 Frühstudium
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der schulischen Förderung von hochbegabten Schülerinnen und Schülern. Ziel ist es, verschiedene Identifizierungsmethoden darzustellen, typische Problemfelder dieser Schülergruppe aufzuzeigen und geeignete Förderstrategien kritisch zu analysieren.
3.1.1 Intelligenztests
Ein Intelligenztest ist eine Zusammenstellung von Aufgaben, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie Informationen über den Intelligenzquotienten des Getesteten geben (vgl. Holling & Kanning 1999, S. 24). Jedoch sollten bei der Hochbegabungsidentifizierung Intelligenztests ein möglichst breites Spektrum der Hochbegabungsbereiche abdecken, sodass keine Begabungsbereiche übersehen werden (vgl. Preckel und Vock 2013, S. 99).
Intelligenztests müssen also festgelegte Testgütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität erfüllen (vgl. Kaup 2009, S. 94f.).
Objektivität: Objektiv ist ein Test, wenn unterschiedliche Testleiter- und Auswerter bei der gleichen Testperson zu gleichen Ergebnissen gelangen. Reliabilität: Reliabel ist ein Test, wenn er zu unterschiedlichen Zeitpunkten (Retest-Reliabilität), und mit äquivalenten Testversionen (Paralleltest-Reliabilität) zu gleichen Ergebnissen bei der gleichen Testperson gelangt. Validität: Valide ist ein Test, wenn er tatsächlich misst, was er vorgibt zu messen in Bezug auf den Inhalt (Inhaltsvalidität) und das Kriterium (Kriteriumsvalidität) (Kaup 2009, S. 95).
In vielen Intelligenztests werden diese Gütekriterien nicht erfüllt, dennoch sind sie anerkannt und die gebräuchlichsten Verfahren zur Intelligenzmessung. Ein weiterer Mangel von Intelligenztests besteht darin, dass nur die intellektuelle Begabung diagnostiziert werden kann und andere Fähigkeiten wie die musische oder sportliche Begabung nicht in Betracht gezogen werden (vgl. Holling & Kanning 1999, S. 39).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der Hochbegabungsforschung ein und formuliert das Ziel der Arbeit, Identifizierungsmöglichkeiten und Problemfelder von Hochbegabten zu beleuchten.
2. Hochbegabung: Dieses Kapitel erläutert, dass es keine einheitliche Definition von Hochbegabung gibt, und stellt die Ansätze von Lucito und Marland sowie verschiedene Klassifizierungsmodelle vor.
3. Identifizierungsmöglichkeiten von Hochbegabung: Es werden formelle diagnostische Instrumente wie Intelligenztests und Schulnoten sowie informelle Verfahren wie Nominierungen durch Lehrer, Eltern und Peers kritisch diskutiert.
4. Problemfelder hochbegabter SuS: Hier werden typische Herausforderungen im schulischen Kontext behandelt, insbesondere Unterforderung, Leistungsverweigerung und soziale Schwierigkeiten, sowie ein populärer Mythos widerlegt.
5. Notwendigkeit der Förderung hochbegabter SuS: Das Kapitel setzt sich mit Kritik an Fördermaßnahmen auseinander und begründet die Notwendigkeit der Förderung durch rechtliche Ansprüche, pädagogische Verantwortung und Prävention schulischer Probleme.
6. Schulische Fördermaßnahmen: Dieser Abschnitt klassifiziert konkrete Interventionsmöglichkeiten in Akzeleration (Beschleunigung), Enrichment (Anreicherung) und deren Mischformen wie Spezialschulen oder Frühstudium.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine individuelle Betrachtung der Hochbegabung essenziell für den Erfolg schulischer Förderprogramme ist.
Hochbegabung, Identifizierung, schulische Förderung, Akzeleration, Enrichment, Intelligenztest, Unterforderung, Begabungsdiagnostik, Schulnoten, Lehrernominierung, Leistungsverweigerung, Differenzierung, Hochbegabtenförderung, Bildungsanspruch, Pädagogik
Die Arbeit behandelt die schulische Situation von hochbegabten Schülern, von ihrer Identifizierung über auftretende Problemfelder bis hin zu spezifischen Förderkonzepten.
Die zentralen Felder sind die theoretische Definition von Hochbegabung, die verschiedenen Diagnoseverfahren, die psychologischen Problemfelder im Unterricht sowie Maßnahmen zur Beschleunigung (Akzeleration) und Bereicherung (Enrichment) des Lernens.
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der schulischen Förderung hochbegabter Kinder aufzuzeigen, indem die verschiedenen Identifizierungsmethoden und typischen Problemfelder dieser Schüler analysiert werden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der aktuelle Forschungsbefunde und pädagogische Fachliteratur zur Identifizierung und Förderung von Hochbegabten ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Identifizierung (formell vs. informell), die Analyse von Problemfeldern (z.B. Langeweile, soziale Isolation), die Begründung der Fördernotwendigkeit und die Vorstellung konkreter Maßnahmen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Hochbegabung, Begabungsdiagnostik, Akzeleration, Enrichment, Schulförderung und schulische Unterforderung charakterisieren.
Sie ist wichtig, weil formelle Verfahren (Tests) objektive Vergleichswerte liefern, während informelle Verfahren (Beobachtung) den Alltagskontext einbeziehen und somit eine ganzheitlichere, wenn auch subjektivere Einschätzung ermöglichen.
Soziale Integration ist zentral, da Hochbegabte häufig durch Unterforderung oder das Gefühl, nicht in die Gruppe zu passen, soziale Isolation oder Probleme erfahren, was ihre Lernmotivation und Persönlichkeitsentwicklung gefährden kann.
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