Diplomarbeit, 2002
83 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Begriff und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung
2.1 Entstehung der Idee und des Begriffs der nachhaltigen Entwicklung
2.2 Prägung des Begriffs der nachhaltigen Entwicklung im Brundtland-Bericht von 1987
2.3 Das Manifest der nachhaltigen Entwicklung in der Agenda 21 von 1992
3 Implikationen des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung für Entwicklungsländer
3.1 Bevölkerung und menschliche Ressourcen
3.1.1 Bevölkerungswachstum
3.1.2 Nahrungsmittelknappheit
3.1.3 Krankheiten und medizinische Versorgung
3.1.3.1 HIV/AIDS
3.1.3.2 Tuberkulose
3.1.3.3 Malaria
3.1.4 Armut
3.1.5 Bildung und Stärkung der Rolle der Frau
3.2 Umwelt und natürliche Ressourcen
3.2.1 Süßwasserknappheit und Wasserverschmutzung
3.2.2 Luftverschmutzung und Klimawandel
3.2.3 Tropenwaldvernichtung
3.2.4 Bodendegradation und Wüstenbildung
3.2.5 Verstädterung
3.3 Wirtschaft und politische Aspekte
3.3.1 Krisenprävention und Friedensentwicklung
3.3.2 Auslandsverschuldung
3.3.3 Landwirtschaft
3.3.4 Industrie
3.3.5 Außenhandel
4 Umsetzung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Thailand
4.1 Bevölkerung und menschliche Ressourcen
4.1.1 Bevölkerungswachstum
4.1.2 Nahrungsmittelknappheit
4.1.3 Krankheiten und medizinische Versorgung
4.1.3.1 HIV/AIDS
4.1.3.2 Tuberkulose
4.1.3.3 Malaria
4.1.4 Armut
4.1.5 Bildung und Stärkung der Rolle der Frau
4.2 Umwelt und natürliche Ressourcen
4.2.1 Süßwasserknappheit und Wasserverschmutzung
4.2.2 Luftverschmutzung und Klimawandel
4.2.3 Tropenwaldvernichtung
4.2.4 Bodendegradation und Wüstenbildung
4.2.5 Verstädterung
4.3 Wirtschaft und politische Aspekte
4.3.1 Krisenprävention und Friedensentwicklung
4.3.2 Auslandsverschuldung
4.3.3 Landwirtschaft
4.3.4 Industrie
4.3.5 Außenhandel
5 Bilanz: Defizite und Erfolge bei der Umsetzung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Thailand
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Implementierung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Entwicklungsländern, wobei Thailand als Fallbeispiel dient. Dabei wird analysiert, inwieweit das Konzept in den sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereichen bereits umgesetzt werden konnte und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.
3.2.3 Tropenwaldvernichtung
Derzeit ist rund ein Viertel der gesamten Landoberfläche mit Wald bedeckt, was einer Fläche von etwa 3,4 Milliarden Hektar entspricht. Vor 8.000 Jahren war der weltweite Waldbestand noch doppelt so groß. Zwar nimmt die Waldfläche in Europa und den USA durch Aufforstung wieder geringfügig zu, doch werden in den Tropen, und damit hauptsächlich in den Entwicklungsländern, jährlich etwa 13,7 Millionen Hektar Wald abgeholzt. Zwischen 1980 und 1994 war in den Industrieländern ein Zuwachs von etwa vier Prozent zu verzeichnen, während im gleichen Zeitraum in den Tropen etwa 210 Millionen Hektar Wald, und damit ein Zehntel des ursprünglichen Tropenwaldes, abgeholzt wurden. 93 Doch die Wälder spielen in den Lebenserhaltungssystemen der Erde eine unersetzliche Rolle. „Sie sind die Kraftwerke für grundlegende Prozesse der Biosphäre wie die Fotosynthese, bestimmen wesentlich die Kohlenstoff-, Stickstoff- und Sauerstoff-Kreisläufe und sind damit auch ein maßgeblicher Klima-Faktor. Sie sind die Hauptproduzenten von Biomasse und Lebensraum der meisten Tier- und Pflanzenarten. Dem Menschen dient der Wald unter anderem direkt als Lieferant von Holz und Nahrungsmitteln sowie als effektiver Filter für Luftverunreinigungen.“94 Bei der Zerstörung der Wälder spielen unterschiedliche Ursachen eine Rolle. In den Industrieländern sind es vor allem die Luftverschmutzung und die daraus resultierende Versauerung der Böden, die den Wäldern zu schaffen machen. In den Entwicklungsländern sind die Erschließung neuer Agrarflächen (insbesondere durch Brandrodung), illegaler Holzeinschlag und übermäßige Holznutzung die Haupt-Belastungsfaktoren. Die Folgen der Wald-Zerstörung reichen von der zunehmenden Verschlechterung der Bodenqualität durch Bodenerosion und Auswaschung von Nährstoffen, über die Ausdehnung der Wüsten, begleitet von einem unwiederbringlichen Verlust der biologischen Vielfalt, bis hin zu einer Instabilität des Weltklimas, bedingt durch die Verstärkung des Treibhauseffekts durch den Wegfall bedeutender CO2-Speicher.95 Die Wälder
1 Einleitung: Darstellung der Relevanz nachhaltiger Entwicklung für Umwelt und Entwicklungsländer sowie die Begründung der Wahl Thailands als Untersuchungsgegenstand.
2 Der Begriff und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung: Historische Herleitung, Definition und internationale Etablierung des Nachhaltigkeitskonzepts bis zur Agenda 21.
3 Implikationen des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung für Entwicklungsländer: Analyse der sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen, die für Entwicklungsländer spezifische Lösungsansätze erfordern.
4 Umsetzung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Thailand: Konkrete Untersuchung der thailändischen Politik in den Bereichen Bevölkerung, Umwelt und Wirtschaft.
5 Bilanz: Defizite und Erfolge bei der Umsetzung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Thailand: Fazit über die bisherigen Fortschritte und die verbleibenden Problemfelder im thailändischen Kontext.
Nachhaltige Entwicklung, Thailand, Entwicklungsländer, Armutsbekämpfung, Bevölkerungswachstum, Umweltzerstörung, Agenda 21, Wirtschaftsstruktur, Tropenwaldvernichtung, Landwirtschaft, industrielle Entwicklung, Ressourcenmanagement, Bildungspolitik, Krisenprävention, Auslandsverschuldung.
Die Diplomarbeit thematisiert die Herausforderungen und Probleme bei der Umsetzung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern, illustriert am Beispiel Thailands.
Die zentralen Felder sind die soziale Entwicklung (Bevölkerung, Armut, Bildung), ökologische Belange (Umweltschutz, Ressourcen, Wald) und die ökonomisch-politische Stabilität.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das global formulierte Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in einem konkreten nationalen Kontext – hier Thailand – verwirklicht wird und wo spezifische Umsetzungsschwierigkeiten liegen.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die internationale Berichte und Statistiken (wie z.B. von der Weltbank, UNO oder dem BMZ) mit aktuellen Daten zur thailändischen Situation verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Analyse der Implikationen für Entwicklungsländer und eine detaillierte Prüfung dieser Faktoren (Bevölkerung, Ressourcen, Wirtschaft) für den Fall Thailand.
Nachhaltigkeit, Armutsbekämpfung, Ressourcenschonung, Thailand, industrielle Transformation und soziale Stabilität sind die prägenden Begriffe.
Die Autorin stellt fest, dass die Krise ab 1997 die wirtschaftlichen Erfolge vorübergehend zunichtemachte und eine "neue Armut" schuf, was die Notwendigkeit sozialer Reformen und einer stärkeren Diversifizierung der Wirtschaft verdeutlichte.
Der König wird als stabilisierende Identifikationsfigur beschrieben, der zudem praktische Ratschläge für die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen (z. B. die 30-30-30-10-Methode) an die Bevölkerung weitergab.
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