Masterarbeit, 2022
202 Seiten, Note: Sehr Gut
1. EINLEITUNG
2. DIE METHODE DER HERMENEUTIK
3. TRANSFORMATORISCHE BILDUNGSPROZESSE IN DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE
3.1 ÜBERLEGUNGEN ZU TRANSFORMATION IN DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE: SATTLER UND SCHLUß
3.2 ÜBERLEGUNGEN ZU TRANSFORMATION IN DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE: FRIEDRICHS
3.3 FAZIT
3.4 THEORIE TRANSFORMATORISCHER BILDUNGSPROZESSE IN DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE: KOLLER
3.4.1 DER BILDUNGSBEGRIFF BEI KOLLER
3.4.2 VOM VERHÄLTNIS DER TRANSFORMATORISCHEN BILDUNGSTHEORIE KOLLERS ZU DEN VON IHM DARGELEGTEN REFERENZEN
3.4.2.1 Der Gegenstand
3.4.2.2 Der Anlass
3.4.2.3 Transformationsprozesse und Bedingungen
3.4.2.4 Fazit
3.5 DER TRANSFORMATIONSBEGRIFF IN DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE UNTER BERÜCKSICHTIGUNG VON SELBST‐ UND WELTVERHÄLTNISSEN – EINE ZUSAMMENFASSUNG
4. TRANSFORMATION IN DER MEDIENBILDUNG
4.1 TRANSFORMATION IN DER STRUKTURALEN MEDIENBILDUNG NACH JÖRISSEN/ MAROTZKI
4.1.1 DER BILDUNGSBEGRIFF BEI JÖRISSEN/ MAROTZKI
4.1.2 THEORIE DER STRUKTURALEN MEDIENBILDUNG
4.1.3 BEZÜGE ZU ANDEREN BILDUNGSTHEORIEN
4.1.4 LERNEN – BILDUNG
4.1.5 WISSEN – BILDUNG
4.1.6 MEDIENBEGRIFF
4.1.7 DIMENSIONEN DER MEDIENBILDUNG
4.1.8 DER STELLENWERT VON TRANSFORMATION IN DER STRUKTURALEN MEDIENBILDUNG
4.2 TRANSFORMATION IN DER PRAXEOLOGISCHEN MEDIENBILDUNG NACH BETTINGER
4.2.1 DER BILDUNGSBEGRIFF BEI BETTINGER
4.2.2 THEORIE DER PRAXEOLOGISCHEN MEDIENBILDUNG
4.2.3 BEZÜGE ZU ANDEREN (MEDIEN‐)(BILDUNGS‐)THEORIEN
4.2.4 HABITUS – MEDIALER HABITUS
4.2.5 AKTEUR‐NETZWERK‐THEORIE
4.2.6 MEDIENBEGRIFF
4.2.7 DIMENSIONEN DER MEDIENBILDUNG
4.2.8 DER STELLENWERT VON TRANSFORMATION IN DER PRAXEOLOGISCHEN MEDIENBILDUNG
4.3 FAZIT 1: DIE TRANSFORMATION DES TRANSFORMATIONSBEGRIFFS VON DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE KOLLERS ZUR MEDIENBILDUNG UNTER BERÜCKSICHTIGUNG VON SELBST – UND WELTVERHÄLTNISSEN
5. ÜBERSETZUNG IN DER MEDIENBILDUNG
5.1 HINWEISE AUF DEN BEGRIFF DER ÜBERSETZUNG IN DER STRUKTURALEN MEDIENBILDUNG VON JÖRISSEN/ MAROTZKI UND DER PRAXEOLOGISCHEN MEDIENBILDUNG VON BETTINGER
5.2 ÜBERSETZUNG IN DER RELATIONALEN MEDIENPÄDAGOGIK NACH MEDER
5.2.1 DER BILDUNGSBEGRIFF BEI MEDER
5.2.2 THEORIE UND THEORIEBEZÜGE DER RELATIONALEN MEDIENPÄDAGOGIK
5.2.3 MEDIENBEGRIFF
5.2.4 DIMENSIONEN DER MEDIENBILDUNG
5.2.5 LERNEN UND BILDUNG
5.2.6 BILDUNG UND NEUE TECHNOLOGIEN
5.2.7 DER SPRACHSPIELER ALS BILDUNGSIDEAL
5.2.8 DER STELLENWERT VON ÜBERSETZUNG: HÖNIGSWALD
5.2.9 DER STELLENWERT VON ÜBERSETZUNG BEIM SPRACHSPIELER
5.3 DER STELLENWERT DES ÜBERSETZUNGSBEGRIFFS IM BEREICH DER MEDIENBILDUNG UNTER BERÜCKSICHTIGUNG VON SELBST- UND WELTVERHÄLTNISSEN
5.3.1 DAS SPRECHEN VON ÜBERSETZUNG BEI BETTINGER, JÖRISSEN/ MAROTZKI UND MEDER
5.3.2 GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE IN DEN BETRACHTUNGS‐ UND NUTZUNGSWEISEN VON BETTINGER, JÖRISSEN/ MAROTZKI UND MEDER DEN ÜBERSETZUNGSBEGRIFF HINSICHTLICH SELBST‐ UND WELTVERHÄLTNISSE BETREFFEND
5.3.3 DER STELLENWERT DES ÜBERSETZUNGSBEGRIFFS IM BEREICH DER MEDIENBILDUNG
5.4 FAZIT 2: PROBLEMATISIERUNG DES UMGANGS MIT MEDIEN: TRANSFORMATIONS‐ ODER ÜBERSETZUNGSPROBLEM?
5.4.1 DAS WANN UND WIE VON TRANSFORMATION IM UMGANG MIT MEDIEN
5.4.2 DAS WANN UND WIE VON ÜBERSETZUNG IM UMGANG MIT MEDIEN
5.4.3 DER ZUSAMMENHANG VON ÜBERSETZUNG UND TRANSFORMATION
5.4.4 REFLEXION UND IHRE POSITION IM VERSTÄNDIGUNGSAKT ALS ÜBERSETZUNGS‐ ODER TRANSFORMATIONSPROBLEM
6. CONCLUSIO UND WEITERE FORSCHUNGSPERSPEKTIVEN
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Transformationsbegriff, der in den Bildungswissenschaften prominent vertreten ist, einer kritischen Untersuchung im Kontext der Medienbildung zu unterziehen. Dabei wird insbesondere die Forschungsfrage verfolgt, welchen Veränderungen dieser Begriff unterliegt, wenn er von der allgemeinen Bildungstheorie auf den Bereich der Medienbildung übertragen wird, und in welchem Verhältnis er zum Begriff der Übersetzung steht.
3.4.2.1 Der Gegenstand
Der Ausgang für Bildungsprozesse liegt im Verständnis von Koller in krisenhaften Geschehnissen. In einem Prozess des Anderswerden, der durch den Schritt des Überdenkens bisheriger Welt- und Selbstverhältnisse eingeleitet wird, liegt das Potenzial aber kein Muss für eine Transformation (vgl. Koller 2011, S. 109f.; vgl. Koller 2012, S. 16; vgl. Koller 2014, S. 218; vgl. Koller 2016, S. 149). Dabei ist zu beachten, dass der Veränderungsprozess des Verhältnisses von Ich zur Welt und zum Selbst immer auch gesellschaftlich gedacht werden muss (vgl. Koller 2016, S. 159). Die Bedeutung des Gegenstands wird durch die Auseinandersetzung des Subjekts mit Welt- und Selbstverhältnissen bestimmt und bedarf theoretischer Konstruktionen, die sich mit Subjekt und Welt befassen (vgl. Koller 2012, S. 17).
Als Referenzen bezieht sich Koller auf Lyotards (1979, 1983) Diskurstheorie und Bourdieus (1979) Habitustheorie, um einerseits die sprachlich-symbolische und andererseits die gesellschaftliche Dimension von Selbst- und Weltverhältnissen darstellen zu können. Bourdieus Habituskonzept weist den Nachteil auf, die Sprache auf ihre instrumentelle Funktion zu beschränken (vgl. Koller 2011, S. 111). Mit Lyotards Diskurstheorie scheint hier eine Möglichkeit, die subjektiven sprachlichen Dimensionen hinsichtlich Selbst- und Weltverhältnisse näher zu bestimmen, vorzuliegen (vgl. Koller 2011, S. 112).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung steckt das Forschungsfeld ab, führt den Transformationsbegriff als bildungswissenschaftlichen Import ein und begründet die methodische Ausrichtung auf die Hermeneutik sowie die Auswahl der behandelten theoretischen Ansätze.
2. DIE METHODE DER HERMENEUTIK: Dieses Kapitel erläutert den hermeneutischen methodischen Rahmen der Arbeit, insbesondere durch die Heranziehung von Klafki, und begründet die Vorgehensweise bei der systematischen Vergleichs- und Interpretationsarbeit.
3. TRANSFORMATORISCHE BILDUNGSPROZESSE IN DER ALLGEMEINEN BILDUNGSTHEORIE: Es erfolgt eine kritische Durchleuchtung des Transformationsbegriffs, ausgehend von Sattler/Schluß und Friedrichs, sowie eine detaillierte Darstellung der Theorie transformatorischer Bildungsprozesse nach Koller.
4. TRANSFORMATION IN DER MEDIENBILDUNG: Dieses Kapitel analysiert die Transformation innerhalb der strukturalen Medienbildung (Jörissen/Marotzki) und der praxeologischen Medienbildung (Bettinger) und vergleicht diese mit dem allgemeinen bildungstheoretischen Transformationsbegriff.
5. ÜBERSETZUNG IN DER MEDIENBILDUNG: Die Auseinandersetzung mit dem Übersetzungsbegriff wird eingeleitet, Meders relationale Medienpädagogik und der Sprachspieler als zentrale Perspektiven analysiert sowie die Problematisierung des Umgangs mit Medien als Transformations- oder Übersetzungsproblem vertieft.
6. CONCLUSIO UND WEITERE FORSCHUNGSPERSPEKTIVEN: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Ergebnisse, der Reflexion der Bedeutung von Transformation und Übersetzung und Ausblicken auf weitere Forschungsbedarfe.
Transformation, Übersetzung, Medienbildung, Bildungstheorie, Sprachspieler, Habitus, mediale Artikulation, Selbst- und Weltverhältnisse, strukturale Medienbildung, praxeologische Medienbildung, relationale Medienpädagogik, Hermeneutik, postmoderne Bildung, Subjektivierung, Technikphilosophie.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Transformationsbegriffs in der Bildungswissenschaft und dessen Übertragung sowie Transformation im Bereich der Medienbildung.
Die zentralen Themenfelder sind bildungstheoretische Konzepte von Transformation und Übersetzung, der Einfluss von Medien auf Identitätsprozesse sowie die medienpädagogischen Theorien nach Koller, Jörissen/Marotzki, Bettinger und Meder.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, welchen Transformationen der Transformationsbegriff bei der Überführung in die Medienbildung unterliegt und in welchem Verhältnis er zum Begriff der Übersetzung steht, insbesondere um zu klären, wann Mediennutzung als Transformations- oder als Übersetzungsproblem zu verstehen ist.
Die Arbeit nutzt als methodischen Rahmen die Hermeneutik, um durch eine systematische Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener theoretischer Positionen zu einer nachvollziehbaren Interpretation zu gelangen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Auseinandersetzung mit transformatorischen Bildungsprozessen in der allgemeinen Bildungstheorie, eine Analyse der Transformation in der Medienbildung nach verschiedenen Theoretikern sowie eine ausführliche Explikation des Übersetzungsbegriffs.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transformation, Übersetzung, Medienbildung, Sprachspieler, Habitus und mediale Artikulation charakterisiert.
Der "Sprachspieler" nach Norbert Meder dient als zentrales Bildungsideal der Postmoderne, das dazu dient, die Komplexität des Umgangs mit Medien und die Notwendigkeit von Übersetzungsleistungen theoretisch zu greifen.
Während Bettinger Transformation stark in praxeologischen, habituellen Prozessen verankert und die Rolle von Artefakten mittels Akteur-Netzwerk-Theorie betont, fokussieren Jörissen/Marotzki stärker auf strukturale Aspekte von Bildungsprozessen und die Artikulation in medialen Räumen.
Kritiker wie Sattler und Schluß weisen darauf hin, dass der Begriff Transformation als Import aus Soziologie oder Elektrotechnik oft ein klares "Vorher" und "Nachher" impliziert, was dem ergebnisoffenen Prozess von Bildung widerspricht.
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