Masterarbeit, 2008
169 Seiten, Note: 1,3
I EINLEITUNG
1 Problemstellung
2 Zielsetzung
3 Aufbau der Arbeit
II THEORETISCHE GRUNDLAGEN
4 Kontinuierlicher Wandel als tägliche Herausforderung für Unternehmen
4.1 Wandel der Unternehmensumwelt
4.2 Wandel im strategischen Management
4.2.1 Vom Market-based View…
4.2.2 …zum Resource-based View
4.2.3 Kritische Würdigung der Ansätze
4.3 Zwischenergebnis
5 Wissen
5.1 Abgrenzung: Daten – Information – Wissen
5.2 Wissensarten
5.2.1 Implizites vs. Explizites Wissen
5.2.2 Internes vs. Externes Wissen
5.3 Wissensebenen
5.4 Wissen als entscheidender Wettbewerbsfaktor der Gegenwart
5.5 Zwischenergebnis
6 Wissensmanagement
6.1 Modelle des Wissensmanagements
6.1.1 Die Wissensschaffung nach Nonaka/Takeuchi
6.1.2 Bausteine des Wissensmanagements nach Probst/Raub/Romhardt
6.2 Ansätze des Wissensmanagements
6.2.1 Technikorientiertes Wissensmanagement
6.2.2 Humanorientiertes Wissensmanagement
6.2.3 Zusammenführung – Ganzheitliches Wissensmanagement
6.3 Barrieren im Wissensmanagement
6.4 Zwischenergebnis
III WISSENSKULTUR ALS ERFOLGSFAKTOR EINER WISSENSORIENTIERTEN UNTERNEHMENSFÜHRUNG
7 Modell der wissensorientierten Unternehmensführung
7.1 Informationstechnologie
7.2 Organisation
7.2.1 Ablauforganisation - Prozesse
7.2.2 Aufbauorganisation - Struktur
7.2.3 Integrierende, wissensorientierte Netzwerkstrukturen
7.2.3.1 Teamorientiertes Modell sich überlappender Gruppen
7.2.3.2 Netzwerkmodelle
7.2.3.3 Communities of Practice
7.2.4 Methoden
7.3 Mensch
7.3.1 Verhalten und Motivation des modernen Mitarbeiters
7.3.1.1 Das Verhaltensmodell von Rosenstiel
7.3.1.2 Das Fraunhofer Modell nachhaltiger Motivation
7.3.1.3 Motivation - Begriffsklärung
7.3.2 Anreizsysteme im Wissensmanagement
7.3.2.1 Anreizsystem – Begriffsklärung
7.3.2.2 Anreizarten
7.3.2.3 Gestaltung von Anreizsystemen für den Wissensaustausch
7.4 Wissenskultur
7.4.1 Unternehmenskultur
7.4.1.1 Das Konzept von Schein
7.4.1.2 Ausprägungen von Unternehmenskultur
7.4.2 Merkmale einer Wissenskultur
7.4.2.1 Vertrauen
7.4.2.2 Zusammenarbeit
7.4.2.3 Offenheit
7.4.2.4 Autonomie
7.4.2.5 Lernbereitschaft
7.4.2.6 Fürsorge
7.4.3 Wandel zur Wissenskultur
7.5 Ergebnis
IV EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
8 Empirische Untersuchung der Wissenskultur des TC
8.1 Gegenstand der Untersuchung
8.2 Motivation der Untersuchung
8.3 Methoden der Untersuchung
8.4 Vorgehen der Untersuchung
9 Quantitative Untersuchung: Mitarbeiterbefragung
9.1 Durchführung
9.2 Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse
9.3 Ergebnisse
9.3.1 Vertrauen
9.3.2 Zusammenarbeit
9.3.3 Offenheit
9.3.4 Autonomie
9.3.5 Lernbereitschaft
9.3.6 Fürsorge
9.3.7 Anreize und Barrieren für den Wissensaustausch
9.3.7.1 Anreize für den Wissensaustausch – Geschlossene Frage
9.3.7.2 Anreize für den Wissensaustausch – Offene Frage
9.3.7.3 Barrieren für den Wissensaustausch – Offene Frage
10 Qualitative Untersuchung: Gruppendiskussion
10.1 Durchführung
10.2 Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse
10.3 Ergebnisse
10.3.1 Vertrauen
10.3.2 Zusammenarbeit
10.3.3 Offenheit
10.3.4 Autonomie
10.3.5 Lernbereitschaft
10.3.6 Fürsorge
V SCHLUSSBETRACHTUNG
11 Schlussfolgerungen
11.1 Abschließende Einschätzung der Wissenskultur im TC
11.2 Empfehlungen für die drei Gestaltungsfelder
11.2.1 Informationstechnologie
11.2.2 Organisation
11.2.3 Mensch
11.3 Abgeleitete Maßnahmen
12 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die mangelhafte Weitergabe und Nutzung des im TechnikCenter (TC) vorhandenen Wissens zu ermitteln und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die Effizienz der Ingenieurdienstleistungen zu steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.
4.1 Wandel der Unternehmensumwelt
Im Vergleich zu einer relativ stabilen Industriegesellschaft der letzten Jahrhunderte sehen sich heute nahezu alle Unternehmen einer diskontinuierlich entwickelnden Umwelt ausgesetzt, die sich unter anderem durch die technologische Entwicklung, zunehmende Globalisierung der Märkte mit einhergehender Liberalisierung des internationalen Handels, Deregulierungs- und Sättigungstendenzen charakterisieren lässt. In gleichem Maße, wie die Dynamik und Komplexität der Märkte zunimmt, nimmt die verfügbare Reaktionszeit ab. Bleicher hat diese Problematik mit seiner „Zeitschere“ verdeutlicht.
In einem solch dynamischen Umfeld sind Unternehmen gezwungen ihre Strategie- und Managementkonzepte stetig zu ändern, um sich durch den Ausbau vorhandener und die Schaffung neuer Wettbewerbsvorteile am Markt zu behaupten. Dabei muss die Entwicklungsgeschwindigkeit der Unternehmen mindestens mit der Änderungsgeschwindigkeit des Marktes mithalten. Eine regelrechte Flut von neuen Management- und Produktionsmethoden, insbesondere aus dem asiatischen Kulturkreis, spiegelten in der näheren Vergangenheit diese Notwendigkeit, aber auch Fähigkeit von kleinen wie großen Unternehmen zu Veränderungen wider.
Um dem erhöhten Wettbewerbsdruck standhalten zu können, sehen Unternehmen eine Möglichkeit in der ständigen Verbesserung und Aufwertung des ursprünglichen Produkts. Dienstleistungen erhalten einen immer höheren Stellenwert, ergänzen die ursprünglichen Produkte oder ersetzen sie gar. Die klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden verlieren dabei immer mehr an Bedeutung. Es kommt zunehmend darauf an, in welchem Ausmaß die Produkte und Dienstleistungen mit Wissen angereichert werden. Es entstehen sogar ganze Wirtschaftszweige, deren zentrale Ressource Wissen ist. Nach dem akzeptierten Wandel der Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft wird inzwischen schon von einem weiteren Aufbruch zur Informations- oder auch Wissensgesellschaft gesprochen.
1 Problemstellung: Beschreibung der unzureichenden Wissensnutzung im TechnikCenter trotz hochqualifizierter Mitarbeiter.
2 Zielsetzung: Festlegung der Untersuchungsziele zur Ermittlung von Ursachen für mangelnden Wissensaustausch und Identifikation von Verbesserungspotenzialen.
3 Aufbau der Arbeit: Überblick über die theoretischen Grundlagen, das Modell der wissensorientierten Führung und die empirische Vorgehensweise.
4 Kontinuierlicher Wandel als tägliche Herausforderung für Unternehmen: Analyse des Marktumfelds und der Notwendigkeit strategischer Anpassungen durch Market-based und Resource-based View.
5 Wissen: Differenzierung zwischen Daten, Informationen und Wissen sowie Untersuchung von Wissensebenen und Arten.
6 Wissensmanagement: Vorstellung gängiger Modelle und Ansätze des Wissensmanagements sowie kritische Beleuchtung der Barrieren.
7 Modell der wissensorientierten Unternehmensführung: Erarbeitung eines eigenen Modells, das IT, Organisation und Mensch auf einer Basis der Wissenskultur vereint.
8 Empirische Untersuchung der Wissenskultur des TC: Vorstellung des Forschungsgegenstands und des methodischen Vorgehens für das TechnikCenter.
9 Quantitative Untersuchung: Mitarbeiterbefragung: Präsentation der Ergebnisse der quantitativen Mitarbeiterbefragung zur Wissenskultur.
10 Qualitative Untersuchung: Gruppendiskussion: Analyse der qualitativen Ergebnisse aus den Gruppendiskussionen mit Mitarbeitern und Management.
11 Schlussfolgerungen: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung konkreter Empfehlungen für die Gestaltungsfelder IT, Organisation und Mensch.
12 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit und Fazit zur Relevanz der Wissenskultur für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Wissensmanagement, Wissenskultur, Unternehmensführung, TechnikCenter, Kernkompetenzen, Wissensspirale, Wissensarten, Wissensbarrieren, Mitarbeiterbefragung, Gruppendiskussion, Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensnutzung, Personalmanagement, Organisationsentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in einem dynamischen Umfeld durch aktives Wissensmanagement und eine gezielte Wissenskultur ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des strategischen Managements und Wissensmanagements, die Entwicklung eines Modells zur wissensorientierten Unternehmensführung sowie die empirische Analyse der Wissenskultur im TechnikCenter (TC).
Das Ziel ist es, die Ursachen für die mangelnde Weitergabe und Nutzung von Wissen im TechnikCenter zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt einen kombinierten Ansatz aus quantitativer Mitarbeiterbefragung und qualitativer Gruppendiskussion, um sowohl breite Daten zu gewinnen als auch tiefergehende Reflexionen zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über Wissen und Managementansätze, die Erarbeitung eines eigenen Modells zur Unternehmensführung und die Durchführung einer empirischen Untersuchung im TechnikCenter.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissensmanagement, Wissenskultur, Kernkompetenzen, Mitarbeiterengagement und Organisationsentwicklung geprägt.
Die IT fungiert im Modell als eine unterstützende Säule, die vor allem die Bewahrung und Verteilung von explizitem Wissen ermöglicht, jedoch den menschlichen Faktor nicht ersetzen kann.
Silo-Verhalten erschwert den bereichsübergreifenden Wissenstransfer und führt zu ineffizienter Doppelarbeit, da Wissen innerhalb von Abteilungen gehortet wird, anstatt es für die Organisation nutzbar zu machen.
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