Examensarbeit, 2020
66 Seiten, Note: 1,0
1. Bewegungsmangel in Kindheit und Jugend
2. Gesundheit
2.1. Der Gesundheitsbegriff der WHO
2.2. Das Konzept der Salutogenese
3. Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung
3.1. Bewegung als Grundbedürfnis von Kindern
3.2. Der Schuleintritt als Barriere für das Bewegungsbedürfnis des Kindes
4. Ein Plädoyer für den Sport – insbesondere im Kindes- und Jugendalter
4.1. Einfluss von Bewegung auf die körperlich-motorische Leistungsfähigkeit
4.2. Sport und die psychische Gesundheit
4.2.1. Ressourcenstärkende Wirkungen von sportlicher Aktivität
4.2.2. Emotionale Befindlichkeit
4.2.3. Kognitive Fähigkeiten
4.3. Die sozialförderlichen Potentiale des Sports
4.3.1. Soziales Handeln und Lernen im Sport
4.3.2. Sportengagement und Gruppenbeziehungen
4.3.3. Die universale Integrationsfunktion des Sports
4.3.4. Sport als Plattform sozialer Anerkennung
4.3.5. Sport als Mittel zur Gewaltprävention
5. Der Doppelauftrag des Sportunterrichts im Fachprofil der Grundschule
6. Bewegungsempfehlungen für eine gesunde Entwicklung
6.1. Anregungen zur täglichen Bewegungszeit im Kindes- und Jugendalter
6.2. Aufstehen! Weniger Sitzen – Mehr Bewegung in der Schule
6.2.1. Maßnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Schulalltag
6.2.2. Das Konzept der Bewegten Schule
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen auseinander und plädiert für eine grundlegende Reform des schulischen Alltags hin zu einer bewegungsreichen Lernumgebung, um die physische, psychische und soziale Entwicklung der Heranwachsenden nachhaltig zu fördern.
4.3.4. Sport als Plattform sozialer Anerkennung
Bereits der amerikanische Psychologe Abraham Maslow bezeichnete soziale Anerkennung in seinem 1943 veröffentlichten Werk „A Theory of Human Motivation“ als Grundbedürfnis des Menschen, welches sich nie vollständig befriedigen lässt. Die Spezies Mensch reflektiert ununterbrochen, wie sie von anderen wahrgenommen wird. Infolgedessen inszenieren Individuen geradezu Situationen, um andere von den eigenen Fähigkeiten zu beeindrucken. Menschen streben als „animal ambitiosum“ (Anmerkung: ehrsüchtiges Wesen) also förmlich nach Anerkennung, oder um es mit Krockow zu formulieren: „Menschliches Verhalten ist niemals nur Handeln ‚an sich‘, sondern immer zugleich für mich und für andere; es ist Selbstinszenierung, Darstellung – eben: ‚Präsentation‘, die auf Erfolg als Anerkennung zielt.“ Spitz versuchte dieses Phänomen bereits 1945 durch eine vergleichende Studie in zwei Kinderheimen zu belegen: In beiden Kinderheimen wurden die physischen Bedürfnisse der Säuglinge befriedigt. Jedoch wurden den Babys in Kinderheim A keine Aufmerksamkeit und Liebe entgegengebracht, während sich in Kinderheim B den Säuglingen liebevoll zugewandt wurde. Bei den mit typisch elterlicher Pflege versorgten Kleinkindern wurde im weiteren Lebensverlauf häufiger eine bessere gesundheitliche Verfassung beobachtet. Demnach führt die Vernachlässigung von affektiver Zuwendung bei Babys zu psychischen, sozialen und organisch-biologischen Beeinträchtigungen, die teilweise irreversibel sind.
Dieses Grundbedürfnis des Menschen nach Anerkennung „kann im Sport deswegen realisiert werden, weil er die Bedingungen, Formen und Prozesse, die das soziale Leben in modernen Gesellschaften prägen, geradezu klassisch in sich trägt.“
1. Bewegungsmangel in Kindheit und Jugend: Das Kapitel thematisiert den drastischen Rückgang täglicher Bewegungszeiten bei Kindern und Jugendlichen und identifiziert Bewegungsmangel als gesellschaftliches Problem.
2. Gesundheit: Hier wird der Wandel vom traditionellen Krankheitsbegriff hin zu einem ganzheitlichen, salutogenetischen Gesundheitsverständnis erörtert.
3. Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert, warum Bewegung als elementares Grundbedürfnis für die kindliche Entwicklung fungiert und wie der Schuleintritt dieses Bedürfnis einschränken kann.
4. Ein Plädoyer für den Sport – insbesondere im Kindes- und Jugendalter: Es werden umfassend die physischen, psychischen und sozialen Effekte sportlicher Aktivität dargestellt, von der motorischen Leistungsfähigkeit bis zur Gewaltprävention.
5. Der Doppelauftrag des Sportunterrichts im Fachprofil der Grundschule: Das Kapitel beschreibt die doppelte Zielsetzung des Sportunterrichts, nämlich Erziehung zum Sport und Erziehung durch Sport.
6. Bewegungsempfehlungen für eine gesunde Entwicklung: Es werden konkrete Empfehlungen für tägliche Bewegungszeiten sowie das Konzept der „Bewegten Schule“ als praxisnahe Alternative zur Sitz-Schule vorgestellt.
7. Schlussbetrachtung: Ein zusammenfassendes Plädoyer, das die Unverzichtbarkeit von Bewegung als festen Bestandteil im gesamten Schulalltag hervorhebt.
Bewegungsmangel, Gesundheit, Salutogenese, Kindesentwicklung, Schulsport, Psychische Gesundheit, Soziale Integration, Gewaltprävention, Bewegte Schule, Bewegungserziehung, Motorische Leistungsfähigkeit, Handlungsfähigkeit, Soziales Lernen, Sportengagement, Körperkonzept.
Die Arbeit analysiert die negativen Auswirkungen von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen und argumentiert für eine ganzheitliche Integration von mehr Bewegung in den Schulalltag.
Die Arbeit behandelt gesundheitswissenschaftliche Grundlagen, die Entwicklungspsychologie der Kindheit, soziologische Aspekte des Sports sowie pädagogische Konzepte zur Reform der Schule.
Das Ziel ist es, auf Basis empirischer Befunde die Notwendigkeit einer „Bewegten Schule“ aufzuzeigen, um den Bewegungsdrang der Schüler adäquat zu unterstützen und Lernprozesse zu optimieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse und Synthese aktueller wissenschaftlicher Studien, Theorien und empirischer Befunde zur Bewegungs- und Gesundheitsforschung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von physischen, psychischen und sozialen Gesundheitswirkungen des Sports sowie die praktische Umsetzung durch das Modell der „Bewegten Schule“.
Bewegungsmangel, Gesundheit, Salutogenese, Schulsport, Bewegte Schule, soziale Integration und Gewaltprävention bilden den Kern der inhaltlichen Arbeit.
Während Sportunterricht ein zeitlich fixiertes Fach ist, integriert das Konzept der „Bewegten Schule“ Bewegung als konstitutives Element in den gesamten Schulalltag, einschließlich Unterrichtsphasen und Pausen.
Das Kohärenzgefühl dient als zentrale Widerstandsressource, die es Kindern ermöglicht, Herausforderungen besser zu bewältigen und sich im Leben gut zurechtzufinden.
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