Magisterarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Arbeitsdefinition Terrorismus
3. Abgrenzung Terrorismus und sinnverwandte Phänomene
3.1. Terrorismus und Terror
3.2. Terrorismus und Guerilla
3.3. Terrorismus und Kriminalität
4. Kategorien des Terrorismus
4.1. Ethno- nationalistischer Terrorismus
4.2. Sozialrevolutionärer Terrorismus
4.3. Rechtsextremistischer Terrorismus
4.4. Religiös- fundamentalistischer Terrorismus
5. Eine Strategietheorie über das Handeln terroristischer Organisationen
5.1. Die Kommunikationsstrategie
5.1.1. Kategorien der Kommunikationsstrategie
5.1.2. Ziele der Kommunikationsstrategie
5.1.3. Misserfolg der Kommunikationsstrategie
5.2. Die Provokationsstrategie
5.2.1. Kategorien der Provokationsstrategie
5.2.2. Ziele der Provokationsstrategie
5.2.3. Misserfolg der Provokationsstrategie
5.3. Radikalisierung und politische Partizipation
5.3.1. Ziele der Radikalisierung und der politischen Partizipation
5.3.2. Misserfolg der Radikalisierung und der politischen Partizipation
5.4. Das übergeordnete Ziel: Die Veränderung der bestehenden Ordnung
5.4.1. Misserfolg des Ziels eine bestehende Ordnung zu verändern
5.5. Der Faktor Zeit in der terroristischen Strategie
6. Fallbeispiel: Al-Qaida im Irak
6.1. Die Kommunikationsstrategie von AQI
6.1.1. Ziele der Kommunikationsstrategie von AQI
6.2. Die Provokationsstrategie von AQI
6.2.1. Ziele der Provokationsstrategie von AQI
6.3. Erfolg und Misserfolg der Kommunikations- und der Provokationsstrategie
6.4. Die Radikalisierungsstrategie von AQI und dessen Misserfolg
6.5. Das übergeordnete Ziel von AQI und der Faktor Zeit
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob terroristische Organisationen eine messbare "Erfolgsbilanz" vorweisen können. Das Ziel ist es, ein strategisches Modell zu entwickeln, das terroristische Vorgehensweisen analysiert und bewertet, um anhand des Fallbeispiels "Al-Qaida im Irak" (AQI) zu prüfen, ob der Terrorismus seine politischen Ziele im untersuchten Zeitraum erreichen konnte.
3.1. Terrorismus und Terror
Das Wort Terrorismus findet seinen Ursprung in der Französischen Revolution im régime de la terreur aus dem Jahre 1793/94. Zu dieser Zeit wurde es als ein Instrument der Herrschaft zur Durchsetzung der Ordnung eingerichtet. Hiermit sollte die Macht der neuen Regierung gefestigt werden. Als Mittel wählte die Regierung die Einschüchterung aller derer, die sich gegen den neuen Staat auflehnen wollten. Die Einschüchterung erfolgte durch öffentliche Hinrichtungen und Verhaftungen.10
Doch die Begriff des damaligen Terrors und des heutigen Terrorismus haben einen Bedeutungswandel erfahren und es bedarf einer Differenzierung der Begrifflichkeiten. Grundsätzlich wird dabei Terror „von oben“ praktiziert, also durch die bestehende Herrschaftsform als eine Schreckensherrschaft. Terrorismus hingegen wird „von unten“ praktiziert, beispielsweise durch eine revolutionäre Gruppe, welche die bestehende Ordnung angreift.11
Das Mittel des Terrors ist es, mit einer bereits bestehenden Regierung oder durch Machthaber eine Opposition zu unterdrücken oder auch zu beseitigen. Dies gilt sowohl für totalitäre, diktatorische, als auch demokratische Staaten. Die Mittel des Rechtsstaats die installiert wurden zum Schutze der Bevölkerung, werden hier benutzt, um Ziele durchzusetzen. Dabei setzt die Durchführung des Terrors dann die Regeln des Rechtsstaats teilweise oder vollständig außer Kraft.12 Die Mittel des Rechtsstaats sind: Streitkräfte, Polizei, Geheimpolizei oder auch Attentäter, wobei letztere nicht die Straffreiheit im Sinne von Immunität wie die ersten drei besitzen.13
1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Forschungsvorhaben vor, das Phänomen Terrorismus strategisch zu betrachten und ein Modell zur Erfolgsmessung terroristischer Organisationen zu entwickeln.
2. Arbeitsdefinition Terrorismus: In diesem Kapitel wird das Problem der fehlenden einheitlichen Definition von Terrorismus diskutiert und eine für die Arbeit gültige Arbeitsdefinition festgelegt.
3. Abgrenzung Terrorismus und sinnverwandte Phänomene: Das Kapitel differenziert Terrorismus von anderen Gewaltformen wie staatlichem Terror, Guerillataktiken und organisierter Kriminalität.
4. Kategorien des Terrorismus: Hier werden verschiedene ideologische Typen des Terrorismus, von ethno-nationalistisch über sozialrevolutionär bis hin zu religiös-fundamentalistisch, eingehend klassifiziert.
5. Eine Strategietheorie über das Handeln terroristischer Organisationen: Es wird ein theoretisches Modell vorgestellt, das terroristische Strategien wie Kommunikation und Provokation sowie deren mögliche Misserfolge analysiert.
6. Fallbeispiel: Al-Qaida im Irak: Das Modell wird konkret auf die Strategien und das Handeln der Organisation Al-Qaida im Irak zwischen 2004 und 2007 angewandt.
7. Fazit: Das Fazit beantwortet die Ausgangsfrage und stellt fest, dass AQI keine positive Erfolgsbilanz im Sinne der Erreichung ihrer politischen Ziele vorweisen kann.
Terrorismus, Terror, Guerilla, Strategietheorie, Al-Qaida im Irak, Kommunikationsstrategie, Provokationsstrategie, Radikalisierung, Politische Partizipation, Erfolgskontrolle, Politische Ordnung, Gewalt, Ideologie, Propaganda, Asymmetrische Konflikte
Die Arbeit analysiert terroristische Organisationen unter strategischen Gesichtspunkten, um zu ermitteln, ob diese in der Lage sind, ihre politischen Ziele tatsächlich zu erreichen und ihre Erfolgsaussichten zu bilanzieren.
Im Fokus stehen die Definition und Kategorisierung von Terrorismus, die theoretische Modellierung terroristischer Strategien sowie deren Anwendung auf reale Konfliktsituationen.
Die zentrale Frage lautet, ob es eine nachvollziehbare „Erfolgsbilanz“ terroristischer Organisationen gibt und ob und wie ihr Handeln den politischen Status quo beeinflussen kann.
Der Autor nutzt einen modellbasierten analytischen Ansatz, der die Strategietheorie von terroristischem Handeln in verschiedene Kategorien unterteilt und diese Theorie exemplarisch an einer Fallstudie (AQI) empirisch prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Strategiekategorien (Kommunikations-, Provokations- und Radikalisierungsstrategie) und die darauffolgende detaillierte Anwendung dieser Strategien auf das Beispiel Al-Qaida im Irak.
Die zentralen Begriffe umfassen Terrorismusstrategie, Asymmetrie, Radikalisierung, Kommunikationstaktiken, staatliche Reaktion sowie das Spannungsfeld zwischen Terrorismus und Gesellschaft.
Da Al-Qaida im Irak erst ab 2004 entstand, bietet sie ein aktuelles Beispiel, an dem sich die Evolution terroristischer Strategien in einem komplexen Umfeld über einen begrenzten Zeitraum (2004-2007) sehr präzise nachvollziehen lässt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass AQI keine der gesetzten übergeordneten Ziele erreicht hat, da sie an ihrer eigenen Radikalisierung und der falschen Einschätzung der Zielgruppen (insbesondere der irakischen Bevölkerung) scheiterte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

