Magisterarbeit, 2005
177 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Hypertonie – Definition und Einteilung
1.2 Ätiologie
1.3 Manifestation
1.4 Hypertonie als Risikofaktor - Folge- und Endorganschäden
1.5 Prävalenz, Entdeckungs-, Behandlungs- und Kontrollgrad der Hypertonie
1.6 Problemstellung
2. Physiologische Grundlagen
2.1 Nervale Beeinflussung der Herzaktion
2.2 Erregungsleitung und Erregungsübermittlung zum Zielorgan
2.3 Adrenerge Rezeptoren
2.4 Kreislaufregulatorische Wirkungen der Erregung der Adrenozeptoren
3. Therapie der essentiellen arteriellen Hypertonie
3.1 Ziele der Hochdrucktherapie
3.2 Allgemeinmaßnahmen – nicht-medikamentöse Therapie
3.3 Medikamentöse Therapie
4. Die Bedeutung von Sport bei Hypertonie
4.1 Empfehlungen der maßgebenden Herausgeber von Richtlinien zur Steigerung körperlicher Aktivität
4.2 Indikation, Voraussetzungen und Kontraindikation zur Teilnahme an einer sportlichen Intervention
4.3 Sport als Intervention bei leichter bis mittelschwerer Hypertonie
4.3.1 Empfehlungen zur Steigerung der körperlichen Aktivität
4.3.2 Effekte der Steigerung der körperlichen Aktivität
4.3.3 Mehrdimensionalität von Sport als Intervention
4.4 Die Bestimmung der Trainingsbelastung
5. Beta Rezeptorenblocker in der Therapie der Hypertonie
5.1 Wirkmechanismen von Beta-Rezeptorenblockern
5.2 Nebenwirkungen
5.3 Nebenwirkungen der Betarezeptorenblockade auf die physische Leistungsfähigkeit und Parameter zur Bestimmung der Trainingsherzfrequenz
5.4 Differenzierung von Betarezeptorenblockern
6. Beeinflussung der Leistungsfähigkeit und der Parameter zur Trainingssteuerung durch β1-selektive Rezeptorenblocker als Monotherapie bei leichter bis mittlerer Hypertonie
6.1 Problemstellung
6.2 Untersuchungsdesign und Einschlusskriterien für die berücksichtigten Studien
6.2.1 Probanden bezogene Einschlusskriterien
6.2.2 Wirkstoff bezogene Einschlusskriterien
6.2.3 Qualitätsbezogene Einschlusskriterien
6.2.4 Methodisch bezogene Einschlusskriterien
6.3 Recherchevorgehen
6.4 Zielsetzung
6.5 Auswertung und Ergebnisse des systematischen Reviews
6.5.1 Tabellarische Auswertung zum Wirkstoff Atenolol
6.5.2 Ergebnis der Auswertung zum Wirkstoff Atenolol
6.5.3 Tabellarische Auswertung zum Wirkstoff Bisoprolol
6.5.4 Ergebnis der Auswertung zum Wirkstoff Bisoprolol
6.5.5 Tabellarische Auswertung zum Wirkstoff Metoprolol
6.5.6 Ergebnis der Auswertung zum Wirkstoff Metoprolol
6.5.7 Tabellarische Auswertung zum Wirkstoff Metoprolol CR/ZOK
6.5.8 Ergebnis der Auswertung zum Wirkstoff Metoprolol CR/ZOK
6.5.9 Tabellarische Auswertung zum Wirkstoff Nebivolol
6.5.10 Ergebnis der Auswertung zum Wirkstoff Nebivolol
6.6 Schlussfolgerung
7. Fallbericht zur Beeinflussung der Leistungsfähigkeit und der Parameter zur Trainingssteuerung durch β1-selektive Rezeptorenblocker als Monotherapie bei leichter bis mittlerer Hypertonie
7.1 Proband
7.2 Methodik
7.3 Zielsetzung des Fallberichts
7.4 Ergebnisse
7.4.1 Ergebnisse der Belastungsuntersuchung
7.4.2 Ergebnisse des Ausdauertests
7.5 Schlussfolgerung
8. Konsequenzen für die Sportwissenschaft
9. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob eine β1-selektive Rezeptorenblocker-Monotherapie bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie die Leistungsfähigkeit und die zur Trainingssteuerung relevanten Belastungsparameter im Tagesverlauf in Abhängigkeit zum Einnahmezeitpunkt beeinflusst und welche Konsequenzen dies für die sportliche Trainingssteuerung hat.
1. Einleitung
Spricht man vom Blutdruck, so meint man damit meist den Druck im arteriellen Gefäßsystem. Er ist die treibende Kraft für die Zirkulation des Blutes, das als Transportmittel zur Ver- und Entsorgung der Organe dient. Es muss je nach den erforderlichen Bedürfnissen mit einem entsprechenden Druck befördert werden um eine ausreichende Versorgung (z.B. Sauerstoff) und Entsorgung (z.B. Laktat) der Organe zu gewährleisten. Dieser Druck wird durch die Kontraktion der linken Herzkammer erzeugt, und durch die Elastizität der Aorta fortgesetzt. Der Blutdruck ist kein einheitlicher Druck, sondern schwankt bei jedem Herzschlag zwischen dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck.
Der systolische Druck ist der höchste erreichte Druck in der Kontraktionsphase (Systole) des linken Ventrikels. Es wird nicht sofort alles ausgeworfene Blut in das Gefäßsystem geleitet, damit das Blut nicht stoßweise durch die Gefäße fließt. Etwa die Hälfte des ausgeworfenen Blutes verbleibt in der Aorta und wird dort unter Druckanstieg gespeichert. Der diastolische Druck ist der Druck in der Erschlaffungsphase (Diastole) des linken Ventrikels, bei dem die Aortenklappe geschlossen wird, damit kein Blut zurück in den linken Ventrikel fließen kann. Verantwortlich dafür ist das gespeicherte Blut in der Aorta das durch die Ausdehnung einen höheren Druck aufbaut als im linken Ventrikel in der Diastole herrscht. Nun kontrahiert sich die Aorta wieder und presst das gespeicherte Blut in den Kreislauf. Durch diesen Mechanismus entsteht bereits in den Arteriolen eine gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit des Blutes. Der systolische Blutdruck wird hauptsächlich durch die Kontraktionskraft des Herzmuskels bestimmt, die mit zunehmendem Herzminutenvolumen (Schlagvolumen*Herzfrequenz/Minute) bei unverändertem peripheren Widerstand zunimmt.
Der diastolische Blutdruck dagegen wird stark vom peripheren Gefäßwiderstand beeinflusst. Für einen optimal geregelten und konstanten Blutdruck ist ein geordnetes Zusammenspiel der Auswurfleistung des Herzens und des peripheren Widerstandes erforderlich. Durch verschiedene Faktoren (körperliche Belastung, Stress, Umgebungsbedingungen, u.a.) unterliegt der Blutdruck Schwankungen, die sich unter Ruhebedingungen auf den physiologischen Ausgangswert zurück regulieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Blutdruck, die Hypertonie und ihre Stadien sowie die medizinische Bedeutung der Früherkennung und Risikostratifizierung.
2. Physiologische Grundlagen: Hier werden die nervale Herz-Kreislauf-Regulation, die Funktion adrenerger Rezeptoren und die Mechanismen der sympathischen Erregungsübertragung erläutert.
3. Therapie der essentiellen arteriellen Hypertonie: Dieses Kapitel beschreibt die Ziele der Hochdrucktherapie sowie die Bedeutung von Lebensstiländerungen und medikamentösen Behandlungsstrategien.
4. Die Bedeutung von Sport bei Hypertonie: Hier werden Empfehlungen zur körperlichen Aktivität, Kontraindikationen und die Methodik der Trainingsbelastungssteuerung bei Hypertonikern dargelegt.
5. Beta Rezeptorenblocker in der Therapie der Hypertonie: Dieser Abschnitt behandelt die Wirkungsmechanismen, Nebenwirkungen und die Pharmakologie verschiedener Betablocker-Generationen.
6. Beeinflussung der Leistungsfähigkeit und der Parameter zur Trainingssteuerung durch β1-selektive Rezeptorenblocker als Monotherapie bei leichter bis mittlerer Hypertonie: Dieses Kapitel führt ein systematisches Review durch, um die Auswirkungen von Betablockern auf verschiedene Belastungsparameter anhand zahlreicher Studien zu bewerten.
7. Fallbericht zur Beeinflussung der Leistungsfähigkeit und der Parameter zur Trainingssteuerung durch β1-selektive Rezeptorenblocker als Monotherapie bei leichter bis mittlerer Hypertonie: Ein konkreter Fallbericht liefert Daten zur Veränderung der Belastungsparameter im Tagesverlauf unter Medikation.
8. Konsequenzen für die Sportwissenschaft: Dieses Kapitel diskutiert die praktische Anwendung der Erkenntnisse für die Trainingssteuerung und die Grenzen des aktuellen Wissensstandes.
9. Ausblick: Hier werden Anforderungen an zukünftige Studien formuliert, um die gewonnenen Erkenntnisse zu verifizieren und zu optimieren.
Arterielle Hypertonie, Betarezeptorenblocker, β1-Selektivität, Sporttherapie, Herzfrequenz, Leistungsfähigkeit, Belastungsuntersuchung, Trainingssteuerung, Tagesverlauf, Pharmakodynamik, Pharmakokinetik, Ausdauertraining, Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, Prävention, kardiovaskuläres Risiko.
Die Arbeit untersucht, ob die Einnahme von β1-selektiven Betarezeptorenblockern bei Hypertonikern im Tagesverlauf zu Veränderungen der Leistungsfähigkeit und der zur Trainingssteuerung genutzten Parameter (insbesondere Herzfrequenz) führt.
Zentrale Themen sind die Physiologie der Hypertonie, die Wirkweise von Betablockern, die medizinischen Leitlinien für Sport bei Bluthochdruck sowie die Auswirkungen verschiedener Wirkstoffe auf die physische Belastbarkeit.
Das Ziel ist zu klären, ob für ein effektives und sicheres Training zu unterschiedlichen Tageszeiten verschiedene Belastungsvorgaben (z.B. Trainingsherzfrequenz) nötig sind oder ob eine einmalige Belastungsuntersuchung ausreicht.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche und ein systematisches Review zu existierenden Studien mit einem praxisnahen Fallbericht inklusive Spiroergometrie und Ausdauertests unter Medikation.
Der Hauptteil analysiert die pharmakologischen Eigenschaften von Atenolol, Bisoprolol, Metoprolol und Nebivolol sowie deren Effekt auf Belastungsparameter wie Herzfrequenz, Laktatverhalten und Sauerstoffaufnahme bei körperlicher Belastung.
Zu den Schlüsselwörtern zählen arterielle Hypertonie, β1-selektive Betarezeptorenblocker, Trainingssteuerung, Belastungsuntersuchung und kardiovaskuläre Parameter.
Da Betablocker je nach Einnahmezeitpunkt und pharmakokinetischen Eigenschaften (Halbwertszeit) unterschiedlich stark wirken, können sich die Herzfrequenzreaktionen bei gleicher körperlicher Belastung über den Tag hinweg verändern.
Der Fallbericht zeigt eine deutliche Reduktion der Herzfrequenz unter Medikation, wobei der Unterschied im Herzfrequenzverhalten zwischen Morgen und Abend bei Belastung bei bestimmten Wirkstoffen besonders ausgeprägt sein kann.
Die Arbeit empfiehlt, bei Patienten unter Betablocker-Therapie eine individuelle Belastungsuntersuchung als Grundlage für die Trainingsplanung durchzuführen und bei abweichenden Trainingszeiten die Belastung eher über die Leistung (Watt) als rein über die Herzfrequenz zu steuern.
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