Diplomarbeit, 2008
72 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Untersuchungsgegenstand der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zu Commitment
2.1 Definitorisches zu Commitment
2.2 Grundkonzepte organisationalen Commitments
2.3 Abgrenzung von Commitment zu ähnlichen Konstrukten: Identifikation, Involvement und Arbeitszufriedenheit
3. Einflussfaktoren auf Commitment
3.1 Wichtige Einflussfaktoren auf Commitment
3.1.1 Fairness, Führung und sonstige Einflussfaktoren
3.1.2 Arbeitszufriedenheit
3.2 Der Psychologischer Vertrag
3.2.1 Theoretische Grundlagen zum Psychologischen Vertrag
3.2.2 Determinanten des Psychologischen Vertrages
3.2.3 Transformation und Verletzung des Psychologischen Vertrages
3.2.4 Reaktionen auf den Psychologischen Vertrag
3.3 Zwischenfazit bezüglich der Einflussfaktoren auf Commitment
4. Interventions- und Präventionsmaßnahmen zur Steigerung von organisationalem Commitment
4.1 Maßnahmen basierend auf der subjektiven Bedeutung der eigenen Arbeitsaufgabe - am Beispiel von Arbeitszufriedenheit
4.2 Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung
4.3 Ausgewählte Maßnahmen zur Ausbalancierung des Psychologischen Vertrags
4.4 Ausgewählte Maßnahmen zur Ausbalancierung des Berufs- und Privatlebens
5. Ein Praxisbeispiel zum organisationalen Commitment
5.1 Problemstellung und Zielformulierung
5.2 Handlungsempfehlung der Personalabteilung zur Lösung des Praxisbeispiels
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, theoretisch fundierte Interventions- und Präventionsmaßnahmen zur Steigerung des organisationalen Commitments bei jungen Talenten zu identifizieren und abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die emotionale Bindung leistungsstarker Nachwuchskräfte an ihr Unternehmen vor dem Hintergrund eines demografischen Wandels und zunehmenden Wettbewerbs um Fachkräfte gestärkt werden kann.
3.2.1 Theoretische Grundlagen zum Psychologischen Vertrag
Erstmals wurde im Jahr 1960 der Begriff „psychological work contract“ von Argyris (S.96) eingeführt. Hiermit erläutert er die Beziehung eines Meisters (Arbeitgeber) in einer Fabrik zu dessen Mitarbeitern, nach der diese optimal produzieren, wenn der Meister die Mitarbeiterwünsche respektiere und unterstütze. Rousseau (1989) entwickelte dieses Konzept weiter und definierte den Psychologischen Kontrakt folgendermaßen: „The term psychological contract refers to an individual's beliefs regarding the terms and conditions of a reciprocal exchange agreement between that focal person and another party.” (S.123).
Wesentlich ist bei dieser verbreiteten Definition, dass nur die Perspektive der MitarbeiterInnen und nicht die der Organisation fokussiert wird. Diese Sichtweise ist auch von der Mehrheit der Literatur adaptiert worden (Festing & Lassalle, 2006, S.7), so auch in dieser Arbeit. Neben der Definition nach Rousseau (1989), bei der der Vertrag als mentales Modell angesehen wird, existiert noch eine weitere bekannte Definition von Manning (1992), bei dem der Psychologische Vertrag als „the achieved state when there has been a matching of what the inidivdual will give with what the organisation expects to receive, and what the organisation will give relative to what the individual expects to receive” (S.60) verstanden wird.
Hier stimmen Erwartungen und Angebote überein, d.h. das bereits thematisierte Soll-Ist-Verhältnis (s. 3.1.1) ist ausgewogen. Bedeutende Psychologische Vertragsbestandteile bilden zum einen die Erwartung (Soll) des/der Mitarbeiters/Mitarbeiterin, fair behandelt zu werden, und zum anderen die Bedürfnisbefriedigung bei der Arbeit (Schanz, 2000, S.29). Als ein weiteres wesentliches Element ist das Vertrauen zwischen den Vertragspartnern zu nennen, das als grundlegende Voraussetzung für die Ausgestaltung des Vertrages gilt (Schubert, 2006, S.81).
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Mitarbeiterbindung junger Talente im Kontext des demografischen Wandels und definiert das Ziel der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen zu Commitment: Definiert Commitment und grenzt es von Konzepten wie Arbeitszufriedenheit und Identifikation ab, um ein präzises Verständnis zu schaffen.
3. Einflussfaktoren auf Commitment: Analysiert Fairness, Führung und insbesondere den Psychologischen Vertrag als zentrale Determinanten der organisationalen Bindung.
4. Interventions- und Präventionsmaßnahmen zur Steigerung von organisationalem Commitment: Leitet auf Basis der theoretischen Erkenntnisse konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.
5. Ein Praxisbeispiel zum organisationalen Commitment: Demonstriert die praktische Anwendung der Bindungsinstrumente an einem fiktiven Fallbeispiel einer talentierten Mitarbeiterin.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf im Bereich des Talent-Managements.
Organisationales Commitment, Junge Talente, Mitarbeiterbindung, Psychologischer Vertrag, Transformationale Führung, Arbeitszufriedenheit, Equity-Theorie, War for Talents, Personalentwicklung, Mentoring, Work-Life-Balance, Job-Rotation, Idiosyncratic-Deals, Unternehmenskultur, Arbeitgeberimage.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der langfristigen Bindung von hochqualifizierten, jungen Nachwuchskräften an Unternehmen, um sie vor Abwerbung zu schützen und ihr Potenzial nachhaltig zu sichern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von organisationalem Commitment, den Einfluss von Gerechtigkeit und Führungsstilen sowie die zentrale Rolle des Psychologischen Vertrags.
Das Ziel ist es, aus theoretischen Modellen fundierte Maßnahmen abzuleiten, mit denen Unternehmen die Bindung junger Talente effektiv steigern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Commitment-Theorien und Studien, ergänzt durch die Ableitung von Handlungsempfehlungen anhand eines praxisorientierten Fallbeispiels.
Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf die Bindung, wie etwa den Psychologischen Vertrag, und entwickelt daraus spezifische Interventionsmaßnahmen für die Personalpraxis.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Commitment, Psychologischer Vertrag, Talent-Management, Führung und Mitarbeiterbindung charakterisiert.
Junge Talente (25-35 Jahre) stehen oft am Anfang ihrer Karriere und haben spezifische Erwartungen an Weiterbildung, Arbeitsinhalt und Work-Life-Balance, die in der Arbeit detailliert betrachtet werden.
Weil dieser Vertrag die subjektiven, oft informellen Erwartungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelt und bei Erfüllung das affektive Commitment signifikant stärkt.
Das Fallbeispiel dient als praktische Illustration, wie ein Vorgesetzter durch den Einsatz von I-Deals, Mentoring und Zielvereinbarungsgesprächen die Bindung einer wertvollen Mitarbeiterin konkret erhöhen kann.
I-Deals sind individuelle, personalisierte Vereinbarungen zwischen einem Mitarbeiter und dem Arbeitgeber, die über Standardverträge hinausgehen und die emotionale Bindung festigen können.
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