Diplomarbeit, 2007
138 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Qualitative Forschung
3. Grundlagen schulischer Sozialisation und Erziehungsarbeit
3.1 Grundlagen des Schulsystems
3.1.1 Kompetenzverteilung im Schulsystem
3.1.2 Volksschule
3.1.3 Hauptschule
3.1.4 Allgemein bildende höhere Schule / AHS-Unterstufe
3.2 Die Entwicklung der Schule
3.2.1 Geschichtliche Merkmale
3.2.2 Schulreform nach Maria Theresia 1774
3.2.3 Das Reichsvolksschulgesetz 1869
3.2.4 Die Novelle des Reichsvolksschulgesetzes 1883
3.2.5 Die Schulrechtsnovelle 1962
3.3 Sozialisation und Erziehung
3.3.1 Sozialisation als Übernahme kulturspezifischer Normen und Werte
3.3.2 Sozialisation als Erlernen von Rollen und Einnehmen von Positionen
3.3.3 Sozialisation als Lebenslanger Prozess
3.3.4 Sozialisation als Reproduktion des Bestehenden
3.3.5 Die Instanzen des Sozialisationsprozesses
3.4 Schule als Instanz sozialer Beeinflussung
3.5 Die Erziehung in der Schule
3.6 Zusammenwirken von Elternhaus und Schule
3.7 Schule im Spannungsfeld
3.8 Vorbildfunktion der Lehrer/innen
3.9 Unterricht und Erziehung
3.10 Schulversagen
3.10.1 Temporäre Leistungsschwäche
3.10.2 Schulwechsel
3.10.3 Drop-Out
3.10.4 Risikogruppen im österreichischen Bildungssystem
4. Auswertung exploratives Interview Landesschulratspräsident
4.1 Aktuelle Brennpunkte im Bildungswesen
4.2 „Negativ Werbung“ in den Medien
4.3 Erwartungen der Gesellschaft
4.4 Strafmaßnahmen
4.5 Beitrag der Eltern zum Bildungsweg der Kinder
4.6 Schulversagen
4.7 Kommunikation Elternhaus und Schule
4.8 Vorbereitung in der Ausbildung
4.9 Erzieherischer Anteil
4.10 Instanzenweg
4.11 Persönliche Anmerkungen
5. Auswertung der Experteninterviews - Pädagogen/innen
5.1 Ergebnisse in der Kategorie Stellenwert Wissensvermittlung & Vermittlung sozialer Kompetenzen
5.2 Ergebnisse in der Kategorie Erwartungen
5.3 Erziehungsauftrag der Schule
5.4 Ergebnisse in der Kategorie Kommunikation
5.5 Ergebnisse in der Kategorie Strafmaßnahmen
5.6 Ergebnisse in der Kategorie Schulversagen
5.7 Ergebnisse in der Kategorie Erziehungsauftrag der Eltern
5.8 Ergebnisse in der Kategorie Entwicklung
5.9 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
6. Auswertung der Experteninterviews – Eltern
6.1 Ergebnisse in der Kategorie Stellenwert Wissensvermittlung & Vermittlung sozialer Kompetenzen
6.2 Ergebnisse in der Kategorie Erwartungen
6.3 Ergebnisse in der Kategorie Erziehungsauftrag der Schule
6.4 Ergebnisse in der Kategorie Kommunikation
6.5 Ergebnisse in der Kategorie Strafmaßnahmen
6.6 Ergebnisse in der Kategorie Schulversagen
6.7 Ergebnisse in der Kategorie Erziehungsauftrag der Eltern
6.8 Ergebnisse in der Kategorie Entwicklung
6.9 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
7. Schlussbetrachtung
8. Kritische Würdigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektiven Wahrnehmungen von Eltern und Pädagogen hinsichtlich des pädagogischen Erziehungsauftrags der Schule. Ziel ist es, Diskrepanzen in der Aufgabenverteilung zwischen Elternhaus und Schule zu identifizieren sowie Argumente für die Rechtfertigung bzw. Ablehnung erzieherischer Tätigkeiten in der Institution Schule zu analysieren.
3.2.2 Schulreform nach Maria Theresia 1774
Ausgehend vom Mittelalter unterlag das Schulwesen in seinen Anfängen der kirchlichen Herrschaft, die im Laufe der Zeit in die staatliche Hand überging. Ausschlaggebend für diese Änderung war vor allem die absolutistische Regierungspolitik M. Theresias im 18. Jahrhundert.
Im Jahre 1774 wurde das österreichische Schulrecht durch die „Allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen in sämtlichen Kays. Königl. Erblanden“ umstrukturiert. Diese Gesetzesvorschrift bildete die Grundlage für neue Strukturen, die zum Teil bis in die Gegenwart Gültigkeit haben. Auf die Reform Maria Theresias gründet sich auch die Schulpflicht, die damals für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zum Tragen kam. Die Reform gliederte den Unterricht im Wesentlichen in fünf Teilbereiche:
Häuslicher Unterricht: Dieser Unterricht wurde durch einen eigenen Privatlehrer abgehalten und ging mit einem großen finanziellen Aufwand einher. Aus diesem Grund war der häusliche Unterricht den Kindern aus gut betuchtem Elternhaus vorbehalten.
Trivialschule: Die Trivialschule wird in der Literatur auch Regelschule genannt. Die Schüler und Schülerinnen stammten zu über 90 Prozent aus bäuerlichen Familien.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die geteilte Verantwortung von Eltern und Schule bei der Erziehung und Bildung von Kindern.
2. Qualitative Forschung: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Design der Untersuchung, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
3. Grundlagen schulischer Sozialisation und Erziehungsarbeit: Hier werden theoretische Grundlagen des österreichischen Schulsystems, die historische Entwicklung sowie Konzepte von Sozialisation und Erziehung diskutiert.
4. Auswertung exploratives Interview Landesschulratspräsident: Ein exploratives Interview dient zur Sensibilisierung für aktuelle bildungspolitische Themen wie Gewalt an Schulen und den Erziehungsauftrag.
5. Auswertung der Experteninterviews - Pädagogen/innen: Die Ergebnisse der Interviews mit Lehrkräften zeigen deren Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben, Erwartungen und Schwierigkeiten im Berufsalltag.
6. Auswertung der Experteninterviews – Eltern: Die Sichtweise der Eltern auf die Kooperation mit der Schule, Erziehungspflichten und das Phänomen Schulversagen wird hier detailliert analysiert.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Erziehung heute als gemeinsames, wenngleich oft kontroverses Feld von Schule und Elternhaus gesehen wird.
8. Kritische Würdigung: Die Autorin reflektiert ihre empirische Arbeit und diskutiert die Herausforderungen bei der Durchführung der Interviews.
Schule, Erziehung, Erziehungsauftrag, Sozialisation, Wissensvermittlung, Elternhaus, Lehrer, Schulversagen, Kommunikation, Kooperation, Bildungssoziologie, Pädagogik, Experteninterview, Qualitative Sozialforschung, Schulerfolg
Die Arbeit analysiert die subjektiven Wahrnehmungen von Eltern und Lehrkräften zum Erziehungsauftrag der Institution Schule und deren Zusammenarbeit.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Wissensvermittlung und Erziehung, wechselseitige Zuschreibungen bei Schulproblemen sowie die Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule.
Das Hauptziel ist es, die Anforderungen an die Schule im Erziehungsbereich zu definieren und zu verstehen, wie Eltern und Pädagogen diese Verantwortung wahrnehmen oder auf die jeweils andere Seite übertragen.
Die Untersuchung basiert auf der qualitativen Sozialforschung, konkret auf leitfadengestützten Experteninterviews, die nach der Methode von Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen schulischer Sozialisation sowie in die empirische Auswertung von Interviews mit dem Landesschulratspräsidenten, Pädagogen und Eltern.
Wichtige Begriffe sind Erziehungsauftrag, Schule, Elternhaus, Kooperation, Sozialisation, Schulversagen und pädagogische Professionalität.
Während Pädagogen das Versagen häufig auf häusliche Bedingungen und fehlende Motivation zurückführen, sehen Eltern das Versagen oft als Mangel an individueller Förderung oder mangelnder pädagogischer Kompetenz der Lehrkraft.
Die Kommunikation wird als kritischer Erfolgsfaktor identifiziert, wobei beide Gruppen die Intensität und Qualität der aktuellen Dialogangebote als ausbaufähig bezeichnen.
Die Studie zeigt auf ländlicher Ebene eine geringere Distanz und einen persönlicheren Austausch zwischen Lehrpersonal und Eltern, was die Kommunikation fördert.
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