Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten
1 Einleitende Bemerkungen
2 Bedeutung des Hörens
2.1 Aufbau und Funktionsweise des Hörorgans
2.2 Spracherwerb bei hörenden Kindern
3 Hörminderungen im Kindesalter
3.1 Ätiologie
3.1.1 Pränatal
3.1.2 Perinatal
3.1.3 Postnatal
3.2 Periphere Hörstörung
3.2.1 Schallleitungsschwerhörigkeit (SLS)
3.2.2 Schallempfindungsschwerhörigkeit (SES)
3.2.3 Kombinierte Schwerhörigkeit
3.2.4 Gehörlosigkeit und Ertaubung
3.3 Zentrale Hörstörung (AVWS)
3.4 Grad des Hörverlustes
3.5 Spracherwerb bei hörgeschädigten Kindern
3.6 Symptome einer Hörminderung
3.6.1 Auffälligkeiten in der Lautsprache
3.6.2 Auffälligkeiten in der Aufmerksamkeit
3.6.3 Auffälligkeiten im Verhalten
4 Pädaudiologische Diagnostik im Alter von 6-10 Jahren
4.1 Medizinische Audiometrie
4.2 Pädagogische Audiometrie
5 Hörsysteme
5.1 Funktionsweise moderner Hörgeräte
5.2 Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO)
5.3 In-dem-Ohr-Hörgeräte (IdO)
5.4 Implantierbare Hörsysteme
5.4.1 Cochlea-Implantat (CI)
5.4.2 Spracherwerb von Kindern mit Cochlea-Implantat
6 (Früh)Förderung hörgeminderter Kinder in der Regelschule
6.1 Anzeichen einer Schwerhörigkeit in der Schule
6.2 Hörende und hörgeminderte Schüler*innen gemeinsam unterrichten – die Rolle der Lehrperson
6.3 Räumliche Bedingungen, optimale Sitzordnungen und Akustik im Klassenzimmer
6.4 Nachteilsausgleich
7 Schlussbemerkung – Beantwortung der Forschungsfrage
Die Arbeit untersucht, welche didaktischen, praktischen und räumlichen Umsetzungsmöglichkeiten Lehrpersonen in der Primarstufe nutzen können, um hörgeminderte Kinder im inklusiven Unterricht optimal zu fördern und zu unterstützen.
6.2 Hörende und hörgeminderte Schüler*innen gemeinsam unterrichten – die Rolle der Lehrperson
Um hörgeminderten Schüler*innen eine angenehme und vor allem erfolgreiche Schulzeit in einer Regelschule zu ermöglichen, muss man eine Reihe wichtiger Faktoren beachten und sollte Fragen im Vorfeld mit Lehrpersonen, der Direktion, den behandelnden Logopäd*innen, Therapeut*innen und Audiolog*innen, sowie den Eltern klären und auch stetig mit ihnen in Kontakt stehen. Voraussetzungen für den Besuch hörgeminderter Kinder in einer Regelschule sind, dass sie auf einem ähnlichen Sprachstand sind wie zukünftige Klassenkamerad*innen und dem Unterrichtsgeschehen aufgrund ihres Vorwissens folgen können (Diller, 2005).
Jede Lehrperson hat die Aufgabe, ein schwerhöriges Kind auf dem Weg vom Hören in die Sprache zu begleiten, weswegen eine offene Kommunikation mit dem betroffenen Kind sowie mit den Mitschüler*innen, Offenheit und Rücksichtnahme fundamental sind. Trotz der notwendigen Unterstützung sollte das Kind nicht wie ein rohes Ei behandelt werden und keinen Sonderstatus erhalten (Jelinek, 2022). In der Unterrichtspraxis haben Lehrpersonen, neben der angemessenen Vermittlung des Lehrstoffes, eine beachtliche Anzahl weiterer Aufgaben.
Wichtig ist, dass sich ein hörgemindertes Kind auf die Lehrperson verlassen kann. Gerade bei jüngeren Kindern ist es genauso die Aufgabe der unterrichtenden Lehrpersonen, über den Hörverlust des Kindes aufgeklärt zu sein, den richtigen Sitz der Hörhilfe, sowie die Funktionsfähigkeit regelmäßig zu überprüfen und die Grundlagen zur Bedienung der Audioprozessoren zu kennen (MED-EL, 2019).
1 Einleitende Bemerkungen: Die Autorin legt dar, warum das Gehör für die soziale Teilhabe und den Lernerfolg entscheidend ist und formuliert das Ziel der Arbeit, Lehrkräfte für die Bedürfnisse hörgeschädigter Kinder zu sensibilisieren.
2 Bedeutung des Hörens: Dieses Kapitel erläutert den anatomischen Aufbau des menschlichen Gehörs und beschreibt den Spracherwerb als fundamentalen Prozess in der kindlichen Entwicklung.
3 Hörminderungen im Kindesalter: Es werden verschiedene Arten der Hörschädigung (peripher vs. zentral) sowie deren Ursachen, Symptome und Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung und Sprache dargelegt.
4 Pädaudiologische Diagnostik im Alter von 6-10 Jahren: Hier werden medizinische und pädagogische Testverfahren zur Feststellung einer Hörminderung vorgestellt, die für Lehrpersonen zur Einordnung notwendig sind.
5 Hörsysteme: Das Kapitel bietet einen Überblick über moderne Hörhilfen wie Hörgeräte und Cochlea-Implantate und deren spezifische Bedeutung als Verbindung zur Welt für die betroffenen Kinder.
6 (Früh)Förderung hörgeminderter Kinder in der Regelschule: Der Praxisteil gibt konkrete Hinweise zur Unterrichtsgestaltung, Sitzordnung, Akustik, zum Einsatz von FM-Anlagen und zur Anwendung des Nachteilsausgleichs.
7 Schlussbemerkung – Beantwortung der Forschungsfrage: Die Arbeit resümiert, dass eine Kombination aus technischer Unterstützung und pädagogischer Achtsamkeit die Grundlage für eine gelungene schulische Inklusion bildet.
Hörschädigung, Primarstufe, Regelschule, Inklusion, pädaudiologische Diagnostik, Hörgeräte, Cochlea-Implantat, Lehrperson, Nachteilsausgleich, Raumakustik, FM-Anlage, Spracherwerb, Schwerhörigkeit, Hörförderung, soziale Teilhabe
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Beschulung hörgeschädigter Kinder in einer Regelschule und beleuchtet, wie Lehrpersonen diese Kinder bestmöglich unterstützen können.
Zentrale Felder sind die medizinischen Grundlagen des Hörens, die Diagnosemöglichkeiten, die verschiedenen Hörsysteme und vor allem die praktischen Unterrichtsstrategien für eine inklusive Lernumgebung.
Das Ziel ist es, Lehrpersonen grundlegende Informationen sowie praktische Umsetzungsmöglichkeiten bereitzustellen, um den Schulalltag für hörgeminderte Kinder stressfrei und gewinnbringend zu gestalten.
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Forschungsergebnisse, Leitlinien und fachpädagogische Erkenntnisse zusammenführt und für den schulischen Kontext aufbereitet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Arten der Hörminderung, die Diagnostik, eine Übersicht moderner Hörsysteme sowie einen umfassenden Praxisteil zur Gestaltung des Unterrichts und der räumlichen Rahmenbedingungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inklusion, Hörschädigung, Nachteilsausgleich, FM-Anlage und pädaudiologische Diagnostik charakterisiert.
Betroffene Kinder haben meist nicht die Fähigkeit zum Richtungshören, was es ihnen erschwert, in einer lauten Klassenumgebung den Inhalt einer Nachricht schnell zu identifizieren oder Sprecherwechsel zu folgen.
Eine optimale Sitzordnung ermöglicht dem Kind, die Lehrperson direkt anzusehen, was das Lippenlesen und das Verstehen durch Mimik und Gestik unterstützt, und schützt das Kind vor Blendung.
Die konstante Tragedauer ist für eine gute Hörentwicklung und den erfolgreichen Spracherwerb unabdingbar, da sie das Kind akustisch an seine Umwelt anbindet.
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