Bachelorarbeit, 2022
90 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die Globalisierung
2.1.1 Definition der Globalisierung
2.1.2 Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Industrie
2.1.3 Der Aufstieg Chinas
2.2 Grundlagen des Global Sourcings
2.2.1 Grundbegriffe
2.2.2 Beweggründe für Global Sourcing
2.2.3 Eintritt in den globalen Beschaffungsmarkt
2.2.4 Global-Sourcing-Prozess
2.2.5 Internationale Wettbewerbsordnung
3. Herausforderungen und Risiken beim China-Sourcing
3.1 Ausgangssituation
3.2 Länderrisiken
3.2.1 Kulturelle Risiken
3.2.2 Rechtliche Risiken
3.2.3 Politische Risiken
3.2.4 Wirtschaftliche Risiken
3.2.5 Sonstige Risiken
3.3 Lieferantenbezogene Risiken
3.3.1 Leistungsrisiken
3.3.2 Verhaltensrisiken
4. Auswirkungen, Methoden und Lösungsansätze
4.1 Auswirkungen/wirtschaftliche Bedeutung
4.1.1 Historische Ereignisse und ihre Auswirkungen
4.1.2 Auswirkungen der Coronapandemie
4.2 Methoden für den Umgang mit Lieferantenrisiken
4.2.1 Supply-Chain-Risikomanagement
4.2.2 Lieferantenrisikomangement
4.3 Lösungsansätze für den optimalen Umgang mit Lieferantenrisiken
4.3.1 IT-gestütztes Supply-Chain-Risikomanagement der Continental AG
4.3.2 Lieferantenbewertung mit einer Balanced Scorecard
4.3.3 Business-Continuity-Plan
5. Beantwortung der Forschungsfragen/Diskussion
6. Fazit
7. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen durch ein systematisches Risikomanagement Lieferantenausfallrisiken in China effektiv mindern oder verhindern können, wobei der Fokus auf dem strategischen Umgang mit globalen Handelskonflikten liegt.
3.2.1 Kulturelle Risiken
Die kulturellen Unterschiede von Völkern hinsichtlich der Lebensart, der Geschäftssitten, der Mentalität und der Sprache können Ursachen für Missverständnisse sein. In China wird besonderen Wert auf persönliche Beziehungen bei Geschäften gelegt. Bedeutsame Verhandlungen sollten deshalb persönlich stattfinden. Bei Geschäftstreffen sind die kulturellen Unterschiede und andere Normen zu berücksichtigen. Die Sprachbarriere und verschiedenartige Mentalitäten erschweren die Verhandlungen zusätzlich. Während die Deutschen Wert auf Frieden, Demokratie und Freiheit legen80, steht bei den Chinesen das Bedürfnis nach Harmonie, Disziplin, Rücksichtnahme und Akzeptanz von Autorität im Vordergrund.81 Auch in der Kommunikation gibt es wesentliche Unterschiede. So sind die Chinesen eher schüchtern, zurückhaltend, schweigsam und sprechen nur nach Aufforderung. Die gemeinsam getroffenen Entscheidungen werden ungenau und wie verstanden (wenn verstanden) ausgeführt.82 Das kann zu Missverständnissen bei der Kommunikation führen und beispielsweise eine fehlerhafte Beschreibung der Beschaffungsobjekte oder abweichende Inhalte des Liefervertrags zur Folge haben.
Bei näherer Betrachtung der kulturellen Unterschiede wird offenbar, dass interkulturelle Lieferantenbeziehungen komplex und ressourcenaufwändig sind. Um eine strategische Beziehung erfolgreich zu entwickeln und zu pflegen, bedarf es einer intensiven Vorbereitung und der Auseinandersetzung mit der chinesischen Kultur.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie der methodischen Vorgehensweise zur Bearbeitung der Forschungsfragen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Globalisierung, ihrer Entwicklung und der theoretischen Basis des Global Sourcings sowie des Aufstiegs Chinas.
3. Herausforderungen und Risiken beim China-Sourcing: Analyse spezifischer Länder- und Lieferantenrisiken, die den Erfolg beim Sourcing in China gefährden können.
4. Auswirkungen, Methoden und Lösungsansätze: Diskussion der wirtschaftlichen Bedeutung von Lieferantenausfällen sowie Vorstellung konkreter Managementinstrumente und Lösungsansätze zur Risikosteuerung.
5. Beantwortung der Forschungsfragen/Diskussion: Detaillierte Reflexion der erarbeiteten Ergebnisse bezüglich des strategischen Mehrwerts, der verfügbaren Methoden und der Gestaltung des Risikomanagements.
6. Fazit: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für ein erfolgreiches Risikomanagement bei Beschaffungsaktivitäten in China.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der gesamten Arbeit und kritische Betrachtung des aktuellen Forschungsstandes.
Risikomanagement, Global Sourcing, China-Sourcing, Supply-Chain-Risikomanagement, Lieferantenrisiken, Lieferantenausfall, Lieferkettenunterbrechung, Compliance, Risikoklassifizierung, Risikomatrix, Balanced Scorecard, Business-Continuity-Plan, Handelskonflikte, Globalisierung, Prozessrisiken.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Lieferantenausfällen in China und untersucht, wie deutsche Unternehmen durch geeignete Risikomanagementsysteme ihre Versorgungssicherheit bei globalen Handelskonflikten gewährleisten können.
Zentrale Themen sind die Globalisierung, das Global Sourcing, die Identifikation und Bewertung spezifischer China-Risiken sowie Methoden zur Risikosteuerung und -kontrolle.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen, in welchem Maß ein Risikomanagementsystem negative Auswirkungen durch Lieferantenausfälle in China reduzieren kann, um Handlungsempfehlungen für die Praxis zu geben.
Der Autor nutzt eine Literaturrecherche und greift auf das "Schneeballsystem" zur Quellengewinnung zurück, ergänzt durch die Analyse von Berichten und Studien privater und öffentlicher Institutionen.
Der Hauptteil analysiert Länderrisiken (kulturell, rechtlich, politisch) sowie lieferantenbezogene Risiken, stellt diverse Managementmethoden vor und evaluiert innovative Lösungsansätze.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Risikomanagement, Supply-Chain-Resilienz, Global Sourcing, Compliance und verschiedene Bewertungsmethoden wie die Balanced Scorecard.
Die Arbeit hebt hervor, dass insbesondere kulturelle Aspekte, eine unterschiedliche Rechtsauffassung sowie die stärkere staatliche Einflussnahme auf die Wirtschaft in China eine spezifische, intensivere Vorbereitung erfordern.
Digitalisierung, wie beim Projekt der Continental AG, ist entscheidend, um Echtzeit-Transparenz in der Lieferkette zu schaffen und die Reaktionsgeschwindigkeit bei Störungen von Tagen auf Stunden zu verkürzen.
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