Examensarbeit, 2008
59 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Hinführung zur Thematik
1.3 Vorgehensweise und Ziel der Arbeit
2. Migration
2.1 Begriffserklärung Migration
2.2 Historischer Hintergrund
2.3 Migration türkischer Arbeiter
2.4 Entstehung türkischer Communities
3. Integration
3.1 Begriffserklärung Integration
3.2 Integrationsmodelle nach Bingemer
3.2.1 Die monistische/assimilative Integration
3.2.2 Die pluralistische Integration
3.2.3 Die interaktionistische Integration
3.3 Sprache als Notwendigkeit der Integration
4. Fußballsport im Zusammenhang mit der Integration
4.1 Fußball – eine nationenübergreifende Sportart?
4.2 Gründe zur Entstehung türkischer Fußballvereine
4.3 Derzeitige Situation im deutsch-türkischen Fußballvereinswesen
4.4 Probleme im deutsch-türkischen Fußballvereinswesen
4.5 Strukturelle Veränderungen im deutschen Jugendfußball
4.6 Integrative Lösungskonzepte im Fußballsport
5. Die Experteninterviews
5.1 Der Zweck von Interviews
5.2 Durchführung von Experteninterviews
5.3 Die Experten
5.4 Fragestellungen der Interviews
5.5 Auswertung der Interviews
5.5.1 Eingrenzung der Fragen
5.5.2 Analyse der Interviews
5.5.3 Ergebnis der Experteninterviews
6. Fazit und Auswertung der Untersuchungsfrage
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern der Fußballsport – speziell am Beispiel türkischer Fußballvereine in Bremen – die Integration von Migranten in die deutsche Gesellschaft unterstützt oder hemmt, um zu klären, ob der Sport integrativ wirken kann.
Die interaktionistische Integration
Die interaktionistische Integration ist bestimmt von Toleranz und Akzeptanz und entspricht in etwa der Einstellung: „Ich möchte andere Kulturen kennen lernen und im Dialog Formen des Zusammenlebens entwickeln.“ Sowohl die Mehrheit als auch die Minderheit stehen in einem Entwicklungsgang fortwährender und beiderseitiger Interaktion. Beide Gruppen können im günstigen Fall zu einer weitgehend gemeinsamen Lebensform finden.
BINGEMER sieht die interaktionistische Integration als die förderlichste Integrationsform, da die Minderheit am geringsten in ihren Lebensgewohnheiten beschränkt wird und am idealsten die Koexistenz von Minderheit und Mehrheit fördert. Hierbei ist er der gleichen Ansicht wie TIEMAN und RUMMELT.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der persönlichen Motivation des Autors sowie Erläuterung der Zielsetzung und Vorgehensweise.
2. Migration: Historischer Überblick über die Migration türkischer Arbeiter nach Deutschland und die anschließende Bildung ethnischer Communities.
3. Integration: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Integrationsbegriff und Vorstellung verschiedener Integrationsmodelle nach Bingemer sowie der Bedeutung der Sprache.
4. Fußballsport im Zusammenhang mit der Integration: Analyse des Fußballs als Integrationsmedium, der Rolle türkischer Vereine und der auftretenden strukturellen Probleme und Lösungskonzepte.
5. Die Experteninterviews: Methodische Erläuterung und Durchführung von Experteninterviews mit Funktionären, um theoretische Erkenntnisse auf die Bremer Praxis zu übertragen.
6. Fazit und Auswertung der Untersuchungsfrage: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, ob der Fußballsport eine integrative Wirkung erzielen kann.
Integration, Migration, Fußballvereine, türkische Communities, Sportvereine, Migrationshintergrund, interaktionistische Integration, soziale Ausgrenzung, Bremer Fußballverband, Experteninterviews, Jugendfußball, ethnische Minderheiten, gesellschaftliche Integration, Identitätsfindung, Vereinswesen.
Die Arbeit analysiert die Rolle des Fußballsports bei der Integration von Migranten, insbesondere von türkischen Fußballvereinen in Bremen.
Im Fokus stehen die Migrationsgeschichte, theoretische Integrationsmodelle, die Strukturen und Probleme im deutsch-türkischen Fußballvereinswesen sowie die Frage nach der integrativen Kraft des Sports.
Die zentrale Frage lautet: "Kann Fußballsport integrativ wirken?" – bezogen auf die Unterstützung oder Hemmung von Integration im Raum Bremen.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse nutzt der Autor die Methode des qualitativen Experteninterviews mit Funktionären und Vorstandsmitgliedern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische und theoretische Fundierung der Migration und Integration sowie eine detaillierte Analyse der Situation in deutschen Fußballvereinen und der Expertenmeinungen.
Integration, Migration, türkische Fußballvereine, interaktionistische Integration und sportliche Partizipation sind zentrale Begriffe der Studie.
Der Autor betont, dass eine nachhaltige Teilhabe am öffentlichen und Arbeitsleben nur durch den Erwerb der Sprache des Aufnahmelandes möglich ist.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass zwar Möglichkeiten der Integration existieren, diese jedoch ein aktives Handeln, die Bereitschaft zum Dialog und eine stärkere praxisorientierte Arbeit innerhalb der Vereine erfordern.
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