Diplomarbeit, 2006
132 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Kostenmanagement, ein Exkurs
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Projektmanagements
2.1 Projekt
2.2 Bauprojekte
2.3 Projektrisiko
2.3.1 Terminrisiko
2.3.2 Kostenrisiko
2.3.3 Qualitätsrisiko
2.4 Projektmanagement versus Projektsteuerung
2.4.1 Management versus Steuerung
2.4.2 Projektmanagement gemäß DIN
2.4.3 Projektsteuerung gemäß HOAI
2.4.4 Projektmanagement versus Projektsteuerung
2.5 Leistungsbild der Projektsteuerung
3 Handlungsbereich C: Kosten und Finanzierung
3.1 Kosten
3.1.1 Kosten im Hochbau
3.1.2 Kostengliederungen
3.1.2.1 Kostengliederung nach DIN 276
3.1.2.2 Kostengliederung nach Leistungsbereichen
3.1.3 Kostenermittlungen gem. DIN 276
3.1.3.1 Kostenrahmen
3.1.3.2 Kostenschätzung
3.1.3.3 Kostenberechnung
3.1.3.4 Kostenanschlag
3.1.3.5 Kostenfeststellung
3.1.4 Kostenkontrolle und Kostensteuerung
3.1.5 Kostenbeeinflussung
3.1.6 Nutzungskosten
3.1.6.1 Nutzungskosten im Hochbau gem. DIN 18960
3.1.6.2 Nutzungskosten nach GEFMA 200
3.1.7 Lebenszykluskosten eines Bauwerkes
3.2 Finanzierung und Baufinanzierung
3.3 Leistungen innerhalb der Projektstufen
3.3.1 Mitwirken beim Festlegen des Investitionsrahmen für Investitionen und Nutzungskosten
3.3.2 Mitwirken beim Ermitteln und Beantragen von Investitionsmitteln
3.3.3 Prüfen und Freigeben von Rechnungen und Zahlungen
3.3.4 Einrichten und Fortschreiben der Projektbuchhaltung
3.3.5 Überprüfen der Kostenschätzungen, Kostenberechnungen, Kostenanschlag und Kostenfeststellung der Objekt- und Fachplaner sowie Veranlassen erforderlicher Anpassungsmaßnahmen
3.3.6 Planung Mittelbedarf und -abfluss, Mittelbewirtschaftung
3.3.7 Vorgabe der Sollwerte für Vergabeeinheiten
3.3.8 Überprüfung der Angebote im Hinblick auf Kostenziele und Beurteilung der Angemessenheit der Preise
3.3.9 Vorgabe der Deckungsbestätigungen für Aufträge und für Nachträge
3.3.10 Kostensteuerung zur Einhaltung von Projektzielen
3.3.11 Freigabe von Schlussrechnungen und Sicherheitsleistungen für Gewährleistungspflichten
4 Grundlagen zur Bewertung
4.1 DVP Umfrage
4.2 Angebotsübersicht in Deutschland
4.3 Ermittlung von Kandidaten für das Bewertungsprogramm
4.4 Erläuterung zum Bewertungsprogramm
5 Bewertungsprogramm
5.1 Anbieter
5.1.1 BIB GmbH
5.1.2 RIB Software AG
5.1.3 Bauer Software
5.1.4 G & W Software Entwicklung GmbH
5.1.5 K3 Bausoftware GmbH
5.1.6 Auswertung
5.2 Produkte
5.2.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.2.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.2.3 BUILDUP km Version 8.1 (Bauer Software)
5.2.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.2.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.2.6 Bewertung
5.3 Funktionsumfang
5.3.1 Kostenermittlungen für Investitionen
5.3.1.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.3.1.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.3.1.3 BUILDUP km , Version 8.1 (Bauer Software)
5.3.1.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.3.1.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.3.2 Kostenermittlungen für Nutzungskosten
5.3.2.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.3.2.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.3.2.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.3.2.4 California 3000, Version 7.3(G & W Software Entwicklung GmbH)
5.3.2.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.3.3 Ermitteln und Beantragen von Investitionsmitteln
5.3.4 Projektbuchhaltung
5.3.4.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.3.4.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.3.4.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.3.4.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.3.4.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.3.5 Mittelbedarfs- und Abflussplanung, Mittelbewirtschaftung
5.3.5.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.3.5.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.3.5.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.3.5.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.3.5.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.3.6 Ausgaben und Berichte
5.3.6.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.3.6.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.3.6.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.3.6.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.3.6.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.3.7 Schnittstellen
5.3.7.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.3.7.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.3.7.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.3.7.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.3.7.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.4 Lizensierungsmodelle und Kosten
5.4.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.4.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.4.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.4.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.4.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.5 Technik
5.5.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.5.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.5.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.5.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.5.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.6 Support und Schulung
5.6.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.6.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.6.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.6.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.6.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
5.7 Gesamteindruck
5.7.1 Allbudget 1, Version 9.0 (BIB GmbH)
5.7.2 ARRIBA planen, Version 12.2 (RIB Software AG)
5.7.3 BUILDUP km, Version 8.1 (Bauer Software)
5.7.4 California 3000, Version 7.3 (G & W Software Entwicklung GmbH)
5.7.5 K3 Tools, Version 11 (K3 Bausoftware GmbH)
6 Sensitivitätsanalyse zur Softwareauswahl
6.1 Szenario A: „Planer erbringt auch Projektsteuerungsleistungen“
6.2 Szenario B: „Geld spielt keine Rolle!“
6.3 Szenario C: „Nur der Funktionsumfang zählt“
7 Fazit
7.1 Zusammenfassung und kritische Betrachtung
7.2 Ausblick
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, eine objektive und transparente Analyse sowie Bewertung von Softwarelösungen für den Handlungsbereich C der Projektsteuerung (Kosten und Finanzierung) aus der Sicht eines Projektmanagementunternehmens durchzuführen, um als Entscheidungsgrundlage für künftige Softwareinvestitionen zu dienen.
1.1 Kostenmanagement, ein Exkurs
Marcus Vitruvius Polli, ein römischer Architekt, Ingenieur und Schriftsteller des 1. Jh. v. Chr. veröffentlichte in seinen „Zehn Büchern über die Architektur“ das erste lateinische Werk, das eine umfassende Darstellung der Architektur zum Ziel hat. Es ist das einzige erhaltene Werk aus der Antike, das sich diesem Thema widmet. Die Bücher enthalten u.a. Abhandlungen über Baumaterialien, Tempelbau, Bau von öffentlichen Gebäuden, aber auch Informationen zur Ausbildung von Architekten. Relevant für diese Diplomarbeit sind seine Ausführungen zum „Kostenmanagement“ in denen er über die Gesetzgebung in Ephesos, der damaligen Hauptstadt der römischen Provinz Asia berichtet. Zu seiner Zeit bestand dort die gesetzliche Auflage, dass beim Bau von öffentlichen Gebäuden der Architekt für das Kostenrisiko (siehe 2.3.2) mit seinem persönlichen Vermögen haftet. Nach Übergabe der Kostenschätzung an den Magistrat verblieben seine Güter so lange der städtischen Behörde als Pfand, bis die Bauschöpfung als Ganzes vollbracht war. Stimmte die Kostenschätzung mit der in der Kostenfeststellung abgerechneten Summe überein, wurde der Baukünstler öffentlich geehrt und mit Auszeichnungen für seine Leistungen belohnt. Bei Kostenüberschreitungen bis zu einen Viertel der geschätzten Bausumme wurde dieser Fehlbetrag durch die städtische Kasse ausgeglichen. Wurde jedoch dieses Viertel überschritten, mussten die darüber hinausgehenden Kosten aus dem persönlichen Vermögen des Architekten geleistet werden.
Dies war sicherlich eine rigide, aber vermutlich sehr effektive Vorgehensweise zur Vermeidung bzw. Einschränkung von Kostenüberschreitungen bei Bauprojekten (siehe 2.2). Dennoch ist es aus heutiger Sicht für den Bauherren nicht akzeptabel ein Kostenrisiko bis zu einem Viertel der beauftragten Summe zu übernehmen. Die Forderung geht sogar soweit, dass in der Projektsteuerung durch den Kostenrahmen (siehe 3.1.3.1 und 3.3.1) innerhalb der Projektentwicklung ein Kostendeckel festgelegt wird, der nicht überschritten werden darf. Dies erfordert neben Erfahrung und Methoden auch den Einsatz von unterschiedlichen Werkzeugen, die den Projektsteuerer bei der Kostenplanung, Kostenkontrolle und -steuerung unterstützen. Ebensolche Werkzeuge, nämlich spezialisierte Software zum Kostenmanagement sind Gegenstand dieser Diplomarbeit und werden nachfolgend vorgestellt und bewertet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Kostenmanagements ein und definiert die Zielsetzung sowie den inhaltlichen Aufbau der Diplomarbeit.
2 Grundlagen des Projektmanagements: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Projekt, Projektsteuerung und Projektmanagement erläutert, voneinander abgegrenzt und die Projektrisiken definiert.
3 Handlungsbereich C: Kosten und Finanzierung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Definition von Kosten im Bauwesen, erläutert verschiedene Kostengliederungen und Kostenermittlungsverfahren sowie die spezifischen Leistungen des Projektsteuerers im Bereich Kostenmanagement.
4 Grundlagen zur Bewertung: Hier wird die Vorgehensweise zur Marktübersicht und die Auswahl der untersuchten Softwarekandidaten sowie die methodische Gestaltung des Bewertungsprogramms beschrieben.
5 Bewertungsprogramm: In diesem Hauptkapitel werden die untersuchten Anbieter und ihre Produkte vorgestellt, deren Funktionsumfang sowie die Lizensierung, Technik und Supportleistungen anhand der Bewertungsmatrix detailliert analysiert und bewertet.
6 Sensitivitätsanalyse zur Softwareauswahl: Dieses Kapitel prüft die Ergebnisse der Nutzwertanalyse durch verschiedene Szenarien, um die Auswirkungen geänderter Rahmenbedingungen auf das Ranking der Software zu untersuchen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise kritisch und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der IT-gestützten Projektsteuerung.
Projektsteuerung, Kostenmanagement, Softwarebewertung, DIN 276, Kostengliederung, Projektbuchhaltung, Mittelabflussplanung, Nutzwertanalyse, Sensitivitätsanalyse, Projektmanagement, Investitionskosten, Nutzungskosten, Softwareanalyse, Bauwesen, Baukosten.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Analyse und Bewertung spezialisierter Softwarelösungen für den Handlungsbereich Kosten und Finanzierung in der Bau-Projektsteuerung.
Zu den zentralen Themen gehören die Grundlagen des Projektmanagements, die prozessuale Darstellung des Kostenmanagements im Bauwesen, die Definition von Software-Anforderungen und die Durchführung einer Nutzwertanalyse für verschiedene Softwareprodukte.
Ziel ist es, eine objektive Entscheidungsgrundlage für Unternehmen zu schaffen, die Software zur Kostenplanung und -steuerung erwerben wollen, indem die am deutschen Markt verbreiteten Produkte systematisch miteinander verglichen werden.
Die Arbeit nutzt eine Nutzwertanalyse, bei der verschiedene Bewertungskriterien (Funktionsumfang, Technik, Lizensierung, Support) gewichtet und auf die untersuchten Programme angewendet werden, ergänzt um Sensitivitätsanalysen zur Überprüfung der Ergebnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Prozessanalyse des Handlungsbereichs Kosten, die methodische Herleitung der Bewertungskriterien, die Vorstellung der Anbieter sowie die detaillierte Bewertung der fünf ausgewählten Softwarelösungen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Praxisnähe aus, da sie auf Experteninterviews und den Anforderungen renommierter Projektmanagementbüros basiert, und sie verbindet theoretische Normen (wie DIN 276) mit der konkreten Anwendung in spezialisierten Software-Tools.
Während die primäre Nutzwertanalyse eine Gewichtung aus Sicht eines typischen Projektsteuerers widerspiegelt, untersucht die Sensitivitätsanalyse durch drei verschiedene Szenarien (z.B. Planer mit Projektsteuerungsaufgaben oder Fokussierung auf reinen Funktionsumfang), wie sich das Ranking bei veränderten Prioritäten verschiebt.
Die Auswahl erfolgte nach einer vorherigen Marktumfrage und Vorab-Recherche unter DVP-Mitgliedern, wobei nur die Programme in die engere Auswahl kamen, die den Handlungsbereich C in ausreichendem Maße abdecken und eine relevante Marktdurchdringung aufweisen.
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