Bachelorarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 1,85
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Kooperation und Ressourcenverteilung
2.2 Soziale Dilemmata in der Spieltheorie
2.3 Das Prisoner’s Dilemma
2.3.1 Strategien im Prisoner’s Dilemma
2.3.2 Einflussfaktoren auf das Spielverhalten
2.3.3 Die Rolle von Intelligenz und rechnerischen Fähigkeiten im Prisoner’s Dilemma
2.4 Zum Stand der Forschung und Hinführung zur Fragestellung dieser Arbeit
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Versuchsaufbau
3.3 Operationalisierung
3.3.1 Das iterierte Prisoner’s-Dilemma-Spiel
3.3.2 Erhebung rechnerischer Fähigkeiten
3.4 Versuchsablauf
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Hypothesentestung
4.2.1 Prüfung der Voraussetzungen
4.2.2 Statistische Analyse der Hypothese 1
4.2.3 Statistische Analyse der Hypothese 2
4.2.4 Statistische Analyse der Hypothese 2a)
4.2.5 Statistische Analyse der Hypothese 2b)
4.2.6 Statistische Analyse der Hypothese 3
5 Diskussion
5.1 Interpretation und kritische Betrachtung der Ergebnisse
5.2 Limitationen
5.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht experimentell, inwieweit unterschiedliche Spielkontexte, das beobachtete Verhalten des Spielpartners sowie die rechnerischen Fähigkeiten von Individuen deren Kooperationsbereitschaft innerhalb eines iterierten Prisoner’s-Dilemma-Spiels beeinflussen.
2.3 Das Prisoner’s Dilemma
Ein Spezialfall sozialer Dilemmata und zudem eines der populärsten Dilemmata der Spieltheorie überhaupt ist das sogenannte Prisoner’s Dilemma (zu deutsch Gefangenendilemma). Es stellt eine Konflikt- bzw. Entscheidungssituation dar, in der anhand eines Zwei-Spieler-Nicht-Nullsummenspiels ein maximaler Payoff erzielt werden soll (Axelrod, 1987; Holler & Illing, 2006). Seinen Namen trägt das Gefangenendilemma aufgrund der für den Spieler präsentierten Geschichte der Entscheidungssituation:
Zwei einer Straftat verdächtige Personen werden in Einzelhaft genommen. Es existieren jedoch nicht genügend Beweise, um einen von ihnen zu verurteilen. Da dem Staatsanwalt die Hände gebunden sind, schlägt er den Gefangenen einen Handel vor, bei dem sie getrennt voneinander wahlweise gestehen oder nicht gestehen können. Somit ergeben sich drei mögliche Situationen. Gesteht keiner von ihnen, werden beide aufgrund minderer Delikte zu einer geringen Strafe verurteilt (N, N). Gestehen beide, werden sie für das Verbrechen bestraft, allerdings nicht mit der Höchststrafe (G, G). Gesteht allerdings nur einer von beiden, erhält der nicht-gestehende Gefangene die Höchststrafe, während der Gestehende freikommt (G, N) (Berninghaus, Ehrhart & Güth, 2010).
Die Besonderheit dieses Spiels besteht darin, dass unter der Absicht rationalen Handelns einseitig schlechtere Ergebnisse erzielt werden als im Falle beidseitiger Kooperation. Außerdem muss die Entscheidung immer unter Unsicherheit formuliert werden (Diekmann & Manhart, 1989).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der menschlichen Kooperation in sozialen Dilemmata ein und definiert das Ziel, den Einfluss von Spielkontext, Partnerverhalten und rechnerischen Fähigkeiten zu untersuchen.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Kooperation, soziale Dilemmata und das Prisoner’s Dilemma sowie den aktuellen Forschungsstand zu relevanten Einflussfaktoren.
3 Methode: Der Methodenteil beschreibt die Stichprobenzusammensetzung, das experimentelle Design, die computergestützte Durchführung des Prisoner’s-Dilemma-Spiels und die Erhebung der rechnerischen Fähigkeiten.
4 Ergebnisse: Hier werden die deskriptive Statistik sowie die Ergebnisse der Hypothesentests unter Verwendung nichtparametrischer statistischer Verfahren präsentiert.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse kritisch vor dem Hintergrund der Literatur, diskutiert Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Kooperationsverhalten, Prisoner’s Dilemma, Spieltheorie, Spielkontext, Partnerverhalten, rechnerische Fähigkeiten, soziale Dilemmata, experimentelle Psychologie, Entscheidungsverhalten, Spielstrategien, kognitive Leistungsfähigkeit, Tit-for-Tat, Nash-Gleichgewicht, wiederholte Spiele, Motivation.
Die Arbeit untersucht psychologische und strukturelle Einflüsse auf das Kooperationsverhalten von Individuen in einem iterierten Prisoner’s-Dilemma-Spiel.
Die Arbeit befasst sich mit der Spieltheorie, der Psychologie sozialer Dilemmata, dem Einfluss von Framing auf Entscheidungen und der Bedeutung kognitiver Ressourcen für strategisches Verhalten.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Spielkontext, das Verhalten des Gegenübers und die rechnerischen Fähigkeiten einer Person ihr Kooperationsverhalten in einem wiederholten Entscheidungsszenario beeinflussen.
Es handelt sich um eine experimentelle Laborstudie mit einer Stichprobe von 90 Personen, bei der mittels Computersimulation (Inquisit 5) das Kooperationsverhalten erfasst und die rechnerischen Fähigkeiten durch standardisierte Tests erhoben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Beschreibung des methodischen Aufbaus, eine statistische Ergebnisauswertung mittels verschiedener Testverfahren und eine kritische Diskussion der Befunde.
Zu den zentralen Begriffen zählen Kooperationsverhalten, Prisoner’s Dilemma, Spielkontext, Partnerverhalten, rechnerische Fähigkeiten und soziale Dilemmata.
Die Autorin diskutiert hierbei, dass die Rechenfähigkeiten in der studentischen Stichprobe generell hoch waren und die Aufgabenstellung als sehr anspruchsvoll empfunden wurde, was die Differenzierbarkeit innerhalb der Stichprobe einschränkte.
Entgegen der Hypothese zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Spielkontexten "Social Exchange" und "Business Transaction", was möglicherweise an der Ähnlichkeit der inhaltlichen Szenarien lag.
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