Bachelorarbeit, 2021
57 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Einführung in das Thema unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Lebenslagen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge
3.2.1 Wohnbedingungen
3.2.2 Schule und berufliche Ausbildung
3.2.3 Soziale Kontakte und Beziehungen
3.2.4 Gesundheitliche Lage
3.2.5 Rechtliche Lage
3.2.6 Diskriminierungserfahrungen
3.3 Auftrag der Sozialen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
3.4 Pädagogische Herausforderungen in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
4. Empowerment in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
4.1 Grundpfeiler
4.1.1 Ressourcen
4.1.2 Vertrauen
4.1.3 Resilienz
4.1.4 Partizipation
4.2 Methoden
4.2.1 Empowerment-Haus
4.2.2 Case Management
4.2.3 Motivierende Gesprächsführung
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, mit welchen Methoden Sozialer Arbeit im Rahmen des Empowerment-Ansatzes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in ihren herausfordernden Alltagssituationen bestärkt werden können, um Abhängigkeit und Hilflosigkeit zu überwinden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
3.2.1 Wohnbedingungen
Wenn Kinder und Jugendliche aus dem Ausland unbegleitet in Deutschland eintreffen und aktiv oder passiv in Kontakt mit staatlichen Stellen kommen, wird das Jugendamt davon informiert, da die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge unter das Kinder- und Jugendschutzgesetz des SGBVIII fallen (vgl. Tangermann/Hoffmeyer-Zlotnik 2018: 26). Das bedeutet, dass das Jugendamt dafür verantwortlich ist, die Kinder und Jugendlichen direkt nach ihrer Einreise in Deutschland als kurzfristige Schutzmaßnahme „in Obhut“ zu nehmen und sie vorläufig bei einer geeigneten Person, in einer adäquaten Einrichtung oder einer anderen Wohnform unterzubringen. Direkt nach der vorläufigen Inobhutnahme erfolgt die reguläre Inobhutnahme, bei der das sogenannte „Clearingverfahren“ stattfindet. Hierbei erfolgt die Klärung der Lebensumstände, der Lebensperspektive, des Gesundheitszustands, des Hilfebedarfs und der aufenthaltsrechtlichen Situation der Kinder und Jugendlichen (vgl. ebd.: 27f). Das Clearingverfahren findet je nach Gestaltung der Bundesländer direkt im Jugendamt oder in speziellen Clearinghäusern statt. Dies sind in der Regel stationäre Wohngruppen mit ca. 10 bis 15 Plätzen und geeignetem Fachpersonal, welche dann eine vorläufige Bleibe darstellen, bis die Kinder und Jugendlichen je nach festgestellten Betreuungsbedarf in neue Unterkünfte umziehen (vgl. Parusel 2008: 29).
„Entsprechend der Hilfen zur Erziehung (§ 27 SGB VIII) besteht hier die Möglichkeit, unbegleitete Minderjährige in einer Einrichtung der Heimerziehung (§ 34 SGB VIII) oder im Rahmen intensiver sozialpädagogischer Einzelbetreuung (§ 35 SGB VIII) unterzubringen“ (Lechner/Huber 2017: 35). Eine weitere Möglichkeit ist die Unterbringung in Pflege- bzw. Gastfamilien nach § 33 SGB VIII.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge nach der Ankunft in Deutschland und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein, die den Empowerment-Ansatz zur Stärkung der Zielgruppe fokussiert.
2. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die aktuelle Forschungslage, die sich in den letzten Jahren auf die Lebenslagen, rechtliche Situationen und stärkenorientierte Ansätze konzentriert hat.
3. Einführung in das Thema unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Das Kapitel definiert den Begriff der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und analysiert detailliert deren spezifische Lebenslagen, rechtliche Herausforderungen sowie den Auftrag der Sozialen Arbeit.
4. Empowerment in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Hier werden die theoretischen Grundpfeiler des Empowerments sowie drei konkrete Methoden (Empowerment-Haus, Case Management, Motivierende Gesprächsführung) für die praktische Arbeit vorgestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Stärken und Schwächen der vorgestellten Methoden und bestätigt das Potenzial des Empowerment-Ansatzes.
Empowerment, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Soziale Arbeit, Lebenslagen, Ressourcenorientierung, Vertrauen, Resilienz, Partizipation, Empowerment-Haus, Case Management, Motivierende Gesprächsführung, Diskriminierung, Eigenmacht, Autonomie, Jugendhilfe.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland und untersucht, wie diese durch empowernde Methoden der Sozialen Arbeit in ihren Alltagssituationen bestärkt werden können.
Die Arbeit deckt die Lebenslagen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, deren rechtliche Herausforderungen, den Auftrag der Sozialen Arbeit sowie spezifische stärkenorientierte und methodische Empowerment-Ansätze ab.
Das Ziel ist es, Methoden der Sozialen Arbeit zu identifizieren, die im Rahmen des Empowerment-Ansatzes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dabei unterstützen, handlungsmächtig zu werden und trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihren Herausforderungen zu wachsen.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die eine fundierte Literaturanalyse und -reflexion aktueller Fachliteratur, Studien und Expertenwissen nutzt, um den Empowerment-Ansatz auf die spezifische Zielgruppe anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Analyse der Lebenslagen der Zielgruppe sowie in die Vorstellung von vier Empowerment-Grundpfeilern und drei praktischen Methoden, die in der pädagogischen Arbeit mit den Jugendlichen eingesetzt werden können.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Empowerment, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Soziale Arbeit, Ressourcenorientierung, Vertrauen, Resilienz und Partizipation charakterisiert.
Das Empowerment-Haus wird als wichtiges Konzept vorgestellt, um Jugendlichen ein Gegengewicht zu Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen zu bieten und Schutzräume zu schaffen, in denen Heilungs- und Befreiungsprozesse möglich sind.
Case Management bietet als systematisches Verfahren einen stabilen Rahmen, um Ressourcen zu bündeln und die Jugendlichen partizipativ in ihren Hilfeprozess einzubinden, insbesondere bei komplexen Fragen rund um Wohnen und Aufenthalt.
Diese Methode hilft, indem sie den Widerstand der Jugendlichen nicht als Defizit bewertet, sondern als Ausdruck von Ambivalenz versteht und durch empathische Dialoge die intrinsische Motivation zur Veränderung fördert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

