Magisterarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 2,5
1 EINLEITUNG
1.1 Hintergrund und Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
1.3 Relevanz der Arbeit
1.3.1 Theoretische Relevanz
1.3.2 Praktische Relevanz
2 DIE G-8 ALS MODERNES INTERNATIONALES KONZERT: DAS MODELL DER CONCERT EQUALITY (WILLIAM WALLACE 1984, JOHN J. KIRTON 1989, 1993, 1997, 1998, 2004A, 2004C)
2.1 Das Konzept der Konzertpolitik in den Internationalen Beziehungen
2.2 Vorstellung des Concert Equality Model: Die G-8 als modernes internationales Konzert
2.2.1 Kollektiv dominante Machtressourcen und gleiche Machtressourcen im Inneren der Gruppe
2.2.2 Gemeinsame schockaktivierte Verwundbarkeit
2.2.3 Gemeinsame Prinzipien der Demokratie, der Markwirtschaft, der Freiheit des einzelnen und des sozialen Fortschritts
2.2.4 Beschränkter Teilnehmerkreis
2.2.5 Unmittelbare politische Kontrolle und politischer Rückhalt der Staats- und Regierungschefs
3 FORSCHUNGSDESIGN
3.1 Allgemeine Hypothese
3.2 Spezielle Hypothese
3.3 Operationalisierung der unabhängigen Variablen
3.3.1 Operationalisierung der kollektiv dominanten Macht-ressourcen und gleichen Machtressourcen im Inneren der Gruppe
3.3.2 Operationalisierung der gemeinsamen schockaktivierten Verwundbarkeit
3.3.3 Operationalisierung der gemeinsamen Prinzipien
3.3.4 Operationalisierung des beschränkten Teilnehmerkreises
3.3.5 Operationalisierung der unmittelbaren politischen Kontrolle und des politischen Rückhalts der Staats- und Regierungschefs
3.4 Operationalisierung der abhängigen Variablen
3.5 Fallauswahl und Methodik
3.6 Bestimmung der Werte der abhängigen Variablen: Niedrige und hohe decisional performance im Bereich CTR in den Fällen Okinawa 2000 und Kananaskis 2002
3.6.1 Der Weltwirtschaftsgipfel von Okinawa im Jahre 2000
3.6.2 Der Weltwirtschaftsgipfel von Kananaskis im Jahre 2002
4 FALLUNTERSUCHUNGEN
4.1 Cooperative Threat Reduction
4.2 Der Weltwirtschaftsgipfel von Okinawa 2000
4.2.1 Kollektiv dominante Machtressourcen und gleiche Machtressourcen im Inneren der Gruppe
4.2.2 Gemeinsame schockaktivierte Verwundbarkeit
4.2.3 Gemeinsame Prinzipien der Demokratie, Marktwirtschaft, der Freiheit des einzelnen und des sozialen Fortschritts
4.2.4 Beschränkter Teilnehmerkreis
4.2.5 Unmittelbare politische Kontrolle und politischer Rückhalt der Staats- und Regierungschefs
4.3 Der Weltwirtschaftsgipfel von Kananaskis 2002
4.3.1 Kollektiv dominante Machtressourcen und gleiche Machtressourcen im Inneren der Gruppe
4.3.2 Gemeinsame schockaktivierte Verwundbarkeit
4.3.3 Gemeinsame Prinzipien der Demokratie, Marktwirtschaft, der Freiheit des einzelnen und des sozialen Fortschritts
4.3.4 Beschränkter Teilnehmerkreis
4.3.5 Unmittelbare politische Kontrolle und politischer Rückhalt der Staats- und Regierungschefs
4.4 Ergebnis der Kovarianzanalyse
4.4.1 Ergebnis der Kovarianzanalyse im Fall Okinawa 2000
4.4.2 Ergebnis der Kovarianzanalyse im Fall Kananaskis 2002
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht das Concert Equality Model auf seine Plausibilität in Bezug auf die decisional performance der G-8 im Bereich der Cooperative Threat Reduction (CTR). Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob und unter welchen Bedingungen die G-8 imstande ist, weitreichende Entscheidungen in diesem sicherheitspolitischen Themenfeld zu treffen, wobei der Vergleich zwischen den Gipfeltreffen von Okinawa (2000) und Kananaskis (2002) als zentrale Fallstudie dient.
2.2.2 Gemeinsame schockaktivierte Verwundbarkeit
Wie zuvor ausgeführt, entstehen Konzerte als Reaktion auf einen Schock oder eine akute Krise, der die großen Staaten im System zur gemeinsamen Erhaltung der internationalen Ordnung veranlasst. Der Schock, der der Entstehung des G-7 Konzerts im Jahre 1975 zugrunde liegt, ist nicht auf ein singuläres Ereignis zurückzuführen, sondern kann als eine Serie von wirtschaftlichen und politischen Ereignissen und Bedrohungen identifiziert werden (Kirton 1989). Der relative wirtschaftliche Niedergang der USA im Vergleich zu dem Aufstieg der westeuropäischen Staaten und Japan stellte den Bretton Woods-Konsens aus dem Jahre 1944 in Frage, welcher die stabilitätsschaffende Führungsrolle der USA für das Währungssystem und die Anerkennung jener Führung seitens der Europäer und Japan als Kern beinhaltete (Armstrong 1996: 41; Barry 2001).
Das Bretton Woods-System beruhte auf dem Gold-Dollar-Standard, der eine Verpflichtung der USA zur Einlösung des US-Dollars in Gold bei gleichzeitig festen Wechselkursen der übrigen Mitgliedswährungen gegenüber dem US-Dollar vorsah. Die von den USA am 15. August 1971 einseitig verkündete Aufhebung dieser Gold-Dollar Konvertibilität, der sogenannte „Nixon-Schock“, erschütterte die internationale Währungsordnung in ihren Grundfesten und führte 1973 zum endgültigen Zusammenbruch des weltweiten Wechselkurssystems von Bretton Woods.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die G-8 als informelle Institution ein, benennt die Forschungsfrage zur decisional performance im Bereich CTR und erläutert die theoretische sowie praktische Relevanz der Untersuchung.
2 DIE G-8 ALS MODERNES INTERNATIONALES KONZERT: DAS MODELL DER CONCERT EQUALITY: Hier wird das theoretische Erklärungsmodell der Concert Equality vorgestellt, welches die G-8 als ein Konzert demokratischer Mächte konzeptualisiert.
3 FORSCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel operationalisiert die Variablen des Modells und legt das methodische Vorgehen der Kovarianzanalyse für die beiden gewählten Fallbeispiele fest.
4 FALLUNTERSUCHUNGEN: Die Untersuchung wendet das Modell auf die Weltwirtschaftsgipfel von Okinawa 2000 und Kananaskis 2002 an, um die Erklärungskraft der unabhängigen Variablen auf die CTR-Leistung zu testen.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Ergebnisse der Kovarianzanalyse werden zusammengefasst und in den breiteren wissenschaftlichen Kontext der G-8 Forschung und der Diskussion über die Rolle der G-8 in der Sicherheitspolitik eingeordnet.
G-8, Weltwirtschaftsgipfel, Cooperative Threat Reduction, Concert Equality Model, Entscheidungsperformanz, Internationale Beziehungen, Sicherheitspolitik, Nichtweiterverbreitung, Massenvernichtungswaffen, Kovarianzanalyse, Okinawa 2000, Kananaskis 2002, Globale G-8 Partnerschaft, internationale Kooperation, politische Kontrolle
Die Arbeit untersucht, warum die G-8 in bestimmten sicherheitspolitischen Bereichen erfolgreich Entscheidungen trifft und in anderen nicht, indem sie das theoretische Modell der Concert Equality an empirischen Beispielen testet.
Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Cooperative Threat Reduction (CTR), also Programme zur Sicherung und Vernichtung von Massenvernichtungswaffen, und setzt diese in den Kontext der G-8 Gipfelarchitektur.
Das primäre Ziel ist es, die Erklärungskraft des Concert Equality Model für die decisional performance der G-8 im sicherheitspolitischen Bereich der CTR an zwei spezifischen Gipfelfällen zu überprüfen.
Die Arbeit verwendet ein qualitatives Forschungsdesign, konkret eine Einzelfallstudie mit zwei Beobachtungspunkten (Okinawa 2000 und Kananaskis 2002), die mittels einer Kovarianzanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil operationalisiert die theoretischen Variablen des Konzertmodells (Machtressourcen, schockaktivierte Verwundbarkeit, gemeinsame demokratische Prinzipien, Teilnehmerkreis und politische Kontrolle) und führt eine detaillierte Kovarianzanalyse der beiden Gipfelfälle durch.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie G-8, Cooperative Threat Reduction, decisional performance, Concert Equality Model, globale Sicherheitspolitik und methodische Ansätze wie die Kovarianzanalyse.
Die Fälle wurden aufgrund der hohen Varianz der abhängigen Variablen ausgewählt: Während Okinawa 2000 kaum konkrete CTR-Ergebnisse lieferte, gilt Kananaskis 2002 mit der Globalen G-8 Partnerschaft als wegweisender Erfolg in diesem Bereich.
Der 11. September dient als signifikanter "Schock"-Ereignis, welches im Fall von Kananaskis die gemeinsame Wahrnehmung einer akuten Bedrohung durch Terrorismus und Massenvernichtungswaffen maßgeblich beeinflusste und so als Katalysator für die CTR-Commitments fungierte.
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