Bachelorarbeit, 2008
27 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Individuum und Gesellschaft in Fontanes Roman "Effi Briest". Ziel ist es, die gesellschaftskritische Komponente des Werkes zu beleuchten und das Subjektverständnis Fontanes am Ausgang des 19. Jahrhunderts zu ergründen. Formale Aspekte werden zugunsten einer inhaltlichen Analyse vernachlässigt.
Das einleitende Kapitel führt in die Thematik ein und beschreibt Fontanes pessimistische Weltsicht. Das Kapitel "Individuen in Fontanes Gesellschaft" stellt die zentralen Figuren des Romans vor und skizziert die Ausgangssituation. Der Abschnitt über Effi beschreibt sie als ein unbeschwertes, naturverbundenes Mädchen, das durch die Heirat mit Innstetten in eine fremde Welt gerät. Weitere Abschnitte beleuchten die Rolle der anderen Figuren, ohne jedoch detailliert auf den Handlungsverlauf einzugehen.
Effi Briest, Theodor Fontane, Individuum, Gesellschaft, Gesellschaftskritik, arrangierte Ehe, Ehebruch, Schuldfrage, Subjektverständnis, 19. Jahrhundert, bürgerliche Gesellschaft.
Fontane übt Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, insbesondere an den starren Ehrenkodizes und der Unterdrückung individueller Gefühle durch gesellschaftliche Zwänge.
Es beschreibt die anonyme, tyrannisierende Macht gesellschaftlicher Normen, der sich Figuren wie Innstetten unterwerfen, selbst wenn dies ihr persönliches Glück zerstört.
Effi wird als „Naturkind“ eingeführt – unbeschwert und lebensfroh. Durch die arrangierte Ehe mit dem deutlich älteren Innstetten gerät sie in einen Konflikt zwischen ihrer Natur und der strengen Etikette.
Die Arbeit untersucht, ob die Schuld bei der Einzelperson oder bei einem System liegt, das Liebe gegen Gesetz und gesellschaftliche Konventionen ausspielt.
Crampas wird als Gegenpart zu Innstetten analysiert – ein „liebenswerter Hazardeur“, der Effi eine gefährliche Abwechslung zum monotonen Eheleben bietet.
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