Diplomarbeit, 2001
80 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. MÄRKTE FÜR TAGESZEITUNGEN UND ONLINE-MEDIEN
2.1 MARKTTEILNEHMER
2.1.1 Anbieter
2.1.2 Nachfrager
2.2 GRUNDSÄTZLICHE BETRACHTUNG VON PRODUKT- UND WETTBEWERBSMERKMALEN DER MÄRKTE
2.2.1 Konsumentenmarkt
2.2.1.1 Determinanten der Nachfrage
2.2.1.2 Determinanten des Angebots
2.2.1.3 Mögliche Beziehungen zwischen altem und neuen Medium
2.2.2 Werbemarkt
2.2.2.1 Determinanten der Nachfrage
2.2.2.2 Determinanten des Angebots
2.2.2.3 Mögliche Beziehungen zwischen altem und neuen Medium
2.2.3 Interdependenzen zwischen Konsumentenmarkt und Werbemarkt
2.3 MARKTSITUATION IN NIEDERSACHSEN
2.3.1 Verlagsstruktur und Zeitungsangebot
2.3.1.1 Niedersächsische „Zeitungslandschaft“
2.3.1.2 Entwicklung und Stand der Pressekonzentration in Niedersachsen
2.3.2 Niedersächsische Tageszeitungen im Online-Markt – eine Bilanz nach sechs Jahren
2.3.2.1 Ängste und Abwehrstrategien
2.3.2.2 Konzentration im Online-Sektor
3. AUSWIRKUNGEN AUF DEN WETTBEWERB
3.1 ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNGEN ALS STRATEGISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
3.1.1 Prognosen zur Marktentwicklung
3.1.1.1 Online-Nutzung
3.1.1.2 Online-Werbemarkt
3.1.1.3 Online-Angebot
3.1.2 Prognosen aus technologischer Perspektive
3.1.2.1 Hardware
3.1.2.2 Software
3.2 STRATEGIEN FÜR NIEDERSÄCHSISCHE TAGESZEITUNGSVERLAGE
3.2.1 Lokal-regionaler Kommunikationsraum als zentraler strategischer Anknüpfungspunkt
3.2.2 Defensivstrategie: Verhinderung von Konkurrenz durch Marktbesetzung
3.2.3 Offensivstrategie: Produktvariationen als Innovation und Monopolstrategie
3.2.3.1 „Zwei-Kanäle-Theorie“
3.2.3.2 Inhalte
3.2.3.3 Werbung
3.2.3.4 Plattformen
3.2.3.5 Services
4. FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Online-Medien auf Tageszeitungen unter besonderer Berücksichtigung der Marktsituation in Niedersachsen. Ziel ist es, auf theoretischer Grundlage der relevanten Märkte strategische Optionen für Verlage abzuleiten, um den Herausforderungen des digitalen Wandels zu begegnen.
2.2.1 Konsumentenmarkt
Das von der ökonomischen Theorie gezeichnete Idealbild der vollständigen Konkurrenz wird im Markt für Tageszeitungen nicht erfüllt. Zum einen fehlt es auf dem Konsumentenmarkt an der nötigen Transparenz, und des weiteren sind die Produkte des Marktes keineswegs homogen, was in erster Linie daran liegt, dass Tageszeitungen in der Regel eine hohe regionale und lokale Informationsspezialisierung aufweisen. Auf dem Tageszeitungsmarkt kann statt dessen vom Zustand der „unvollkommenen Konkurrenz“ gesprochen werden, da die Verlage Produkte anbieten, die zwar nicht gleichartig sind, aber dem gleichen Zweck dienen können. Die Unterschiedslosigkeit zwischen den Produkten wird durch sachliche, persönliche, räumliche und zeitliche Präferenzen der Leser durchbrochen.
Betrachtet man die realen Marktverhältnisse (siehe Abschnitt 2.3), so könnte man Tageszeitungsmärkte räumlich in sehr kleine Einheiten unterteilen, welche die Größe von Landkreisen oder einzelnen Städten haben (überregionale Tageszeitungen ausgenommen). Und hier herrscht entweder ein Monopol oder ein „Wettbewerb unter wenigen“.
Die beschriebene Wettbewerbskonstellation ist kaum mit der auf dem Online-Markt vergleichbar. Im Zusammenhang mit dem Internet wird dagegen oft vom vollkommenen Markt gesprochen, da eine unüberschaubare Vielzahl von Anbietern dort konkurriert, und das Internet (zumindest theoretisch) ein hohes Maß an Transparenz bieten kann. Diese Transparenz bezieht sich jedoch hauptsächlich auf Produktpreise. Da das Angebot allerdings inhaltlich äußerst heterogen und zudem absolut unüberschaubar ist, ist das Argument der Transparenz kaum haltbar. Was jedoch die Preise eines vollkommenen Marktes angeht, so gibt es zumindest ein augenscheinliches Indiz für die Existenz einer solchen Marktform, in der es für den einzelnen Anbieter nicht möglich ist, Gewinne abzuschöpfen, da ein Konkurrent die Gewinnspanne immer unterbieten kann. Wie später noch genauer untersucht wird, haben fast alle Online-Anbieter das Problem, dass (noch) so gut wie niemand bereit ist, für inhaltliche Angebote zu bezahlen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Nutzer ähnliche Inhalte im Internet immer irgendwo gratis bekommen können, wobei sich in diesem Punkt sogar schon eine Gewöhnung eingestellt hat.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Problematik der Medienkonkurrenz durch das Internet und definiert das Ziel der Arbeit, strategische Optionen für Tageszeitungsverlage zu analysieren.
2. MÄRKTE FÜR TAGESZEITUNGEN UND ONLINE-MEDIEN: Dieses Kapitel untersucht die Marktteilnehmer, ökonomische Merkmale des Konsumenten- und Werbemarktes sowie die spezielle Situation und Pressekonzentration in Niedersachsen.
3. AUSWIRKUNGEN AUF DEN WETTBEWERB: Der Hauptteil analysiert Prognosen zur Marktentwicklung sowie technologische Trends und leitet daraus verschiedene strategische Handlungsoptionen für Verlage ab.
4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Verlage, durch strategische Anpassung und Innovation den Übergang in eine digitale Medienlandschaft zu meistern.
Tageszeitungen, Online-Medien, Medienkonkurrenz, Konsumentenmarkt, Werbemarkt, Niedersachsen, Pressekonzentration, Internet-Strategien, Substitution, Komplementarität, E-Commerce, Online-Werbung, Mediennutzung.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen von Online-Medien auf das Geschäftsmodell traditioneller Tageszeitungen, insbesondere im lokalen und regionalen Kontext Niedersachsens.
Im Zentrum stehen die Veränderungen auf den Konsumenten- und Werbemärkten, die Wechselwirkung zwischen Print und Online sowie die Entwicklung strategischer Lösungsansätze für Verlage.
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Marktanalyse aufzuzeigen, wie Zeitungsverlage durch strategische Neuausrichtung den Herausforderungen durch das Internet begegnen und ihre Marktposition sichern können.
Es wird eine fundierte theoretische Analyse der Märkte unter Berücksichtigung ökonomischer Wettbewerbstheorien durchgeführt, ergänzt durch die Auswertung aktueller Studien und Praxisbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Marktteilnehmer und Wettbewerbsbedingungen sowie eine umfassende Betrachtung künftiger Marktentwicklungen und konkreter Strategieoptionen (defensiv und offensiv).
Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienkonkurrenz, Anzeigen-Auflagen-Spirale, Online-Strategien, Produktdiversifikation und lokaler Kommunikationsraum.
Das Internet stellt eine erhebliche Bedrohung für das klassische Rubrikengeschäft dar, da Nutzer dort gezielter und selektiver nach Angeboten wie Stellen, Immobilien oder Autos suchen können als in gedruckten Anzeigenblöcken.
Niedersachsen ist durch eine stark kleinstrukturierte Zeitungslandschaft mit vielen "Ein-Zeitungs-Kreisen" geprägt, was den Verlagen einerseits lokale Monopolrenten sicherte, andererseits aber in der digitalen Umbruchphase zu einer geringeren Flexibilität führen kann.
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