Magisterarbeit, 2008
67 Seiten, Note: 2,3
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Diese Arbeit untersucht den Geschlechterkonflikt in ausgewählten Werken Arthur Schnitzlers, mit besonderem Fokus auf die Darstellung weiblicher Rollenkonflikte. Es wird analysiert, wie Schnitzler die Auseinandersetzung der Geschlechter unter den Vorzeichen eines patriarchalen Systems und aufkommender Emanzipationsbestrebungen im Wien der Jahrhundertwende darstellt.
Die Einleitung führt in die Thematik des Geschlechterkonflikts in Schnitzlers Werk ein und skizziert den Fokus der Arbeit auf die weiblichen Rollen. Kapitel 2 analysiert "Das Märchen", untersucht die männliche Doppelmoral und die Auseinandersetzung zwischen Fanny und Fedor. Kapitel 3 befasst sich mit "Der Ruf des Lebens", untersucht die männliche Dominanz im Kontext des Militärs und analysiert die gegensätzlichen Lebensprinzipien und das Scheitern weiblicher Emanzipation. Kapitel 4 analysiert die Novelle "Frau Berta Garlan", fokussiert auf Bertas unterdrückte Wünsche und die verhinderte Selbstverwirklichung.
Arthur Schnitzler, Geschlechterkonflikt, weibliche Rollen, männliche Dominanz, Doppelmoral, Emanzipation, Patriarchat, Wien, Jahrhundertwende, "Das Märchen", "Der Ruf des Lebens", "Frau Berta Garlan".
Die Arbeit untersucht den Geschlechterkonflikt und die damit verbundenen weiblichen Rollenkonflikte in Schnitzlers Werken im Kontext des patriarchalen Wiens um 1900.
Die Analyse konzentriert sich auf die Dramen „Das Märchen“ und „Der Ruf des Lebens“ sowie die Novelle „Frau Berta Garlan“.
Männer fordern von Frauen oft moralische Reinheit, während sie selbst sexuelle Freiheiten genießen und Frauen als Geliebte ausnutzen, sie dadurch aber für die bürgerliche Ehe „entwerten“.
Schnitzler zeigt Frauen, die versuchen, sich aus patriarchalen Strukturen zu befreien (z. B. Marcolina oder Fanny), thematisiert aber auch oft das Scheitern dieser Versuche an gesellschaftlichen Konventionen.
Schnitzler stand in geistigem Kontakt mit Freud; psychoanalytische Konstruktionen der Weiblichkeit und unterdrückte Wünsche fließen stark in seine Charakterzeichnungen ein.
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