Examensarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung
1. Ernährung und Geschlecht - fundamentale, institutionalisierte Ausdrucksformen der Gesellschaft?
1.1. Du bist, was du isst
- Die Ernährung als Fundament des Individuums (und der Gesellschaft)
1.2. Das Geschlecht- die Zweigeschlechtlichkeit
- die Geschlechterdifferenz
2. Konstruktion von Geschlecht im kulinarischen Rahmen
2.1. Ernährungsforschung als Geschlechterforschung
- Eine Einleitung
2.2. Die Verortung von Männlichkeit und Weiblichkeit in/durch die Ernährung
3. Herstellung von Geschlechterordnung im kulinarischen Kontext
3.1. Die (An-) Ordnung der Geschlechter
- Eine Einführung
3.2. Die Hierarchieverhältnisse der Geschlechter
4. Resümee/ Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Verbindung zwischen Ernährungsweisen und der sozialen Konstruktion von Geschlecht. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie Geschlecht und Geschlechterordnung im kulinarischen Rahmen hergestellt werden und welche Rolle dabei stereotype Zuschreibungen von Männlichkeit und Weiblichkeit spielen.
2.2. Die Verortung von Männlichkeit und Weiblichkeit, des Geschlechts, in/durch die Ernährung
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass uns bestimmte Vorstellungen über typisch-weibliche und typisch- männliche Nahrung und Ernährungsweisen innewohnen. Spielen wir gedanklich ein typisches Szenarium durch, beispielsweise das „erste Date“ als erstes „Zusammentreffen der Geschlechter“, sind es typische, stereotype Verhaltensweisen, die wir vermuten, erwarten und meist vorfinden: Die Frau, die sich einen vitaminreichen und gesunden Salat (oder ähnliches) bestellt, langsam und mit Bedacht isst, zurückhaltende, jedoch zugleich auch selbstbewusste Tischkonversation pflegt und die Tischmanieren ihrem ruhigen, zugleich sinnlichem Wesen anpasst. Sie achtet auf ihre Mimik und Gestik, sie legt besonders viel Wert darauf, ihre „Weiblichkeit“ gekonnt zu unterstreichen und zu betonen. Um ihre Genügsamkeit zu demonstrieren und ihre feminine Seite zu präsentieren bleibt meist ein kleiner Essensrest auf dem Teller übrig; die „Dame“ wendet sich Hilfe suchend an ihren „starken und männlichen“ Begleiter, der sich , nach dem Verzehr seines deftigen Steaks, aufopfernd dazu bereit erklärt, sich diesen Essensresten anzunehmen. Denn dieser kann seine Männlichkeit somit inszenieren und unter Beweis stellen, er nimmt die Rolle des „Bestimmenden“ hinsichtlich Konversation und Manieren ein.
0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenkomplexe Ernährung und Geschlecht ein und formuliert die zentrale Fragestellung, wie Geschlechterordnung im kulinarischen Rahmen produziert wird.
1. Ernährung und Geschlecht - fundamentale, institutionalisierte Ausdrucksformen der Gesellschaft?: Dieses Kapitel beleuchtet die Ernährung als soziales Fundament und untersucht die historische sowie gesellschaftliche Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit.
2. Konstruktion von Geschlecht im kulinarischen Rahmen: Hier erfolgt die Zusammenführung von Ernährungs- und Geschlechterforschung unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Theorien über die soziale Bedeutung von Essgewohnheiten.
3. Herstellung von Geschlechterordnung im kulinarischen Kontext: Das Kapitel analysiert die Hierarchien zwischen den Geschlechtern und zeigt auf, wie diese durch tägliche kulinarische Praktiken und symbolische Kommunikation verfestigt werden.
4. Resümee/ Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung der Ernährung als identitätsstiftendes Medium zur Darstellung gesellschaftlicher Machtstrukturen.
Ernährung, Geschlecht, Geschlechterordnung, Kulinarik, Soziologie, Männlichkeit, Weiblichkeit, doing gender, Körperlichkeit, Essgewohnheiten, Nahrungsauswahl, symbolische Gewalt, soziale Konstruktion, Identität, Geschlechterdifferenz.
Die Arbeit untersucht die soziologische Verknüpfung von Ernährung und Geschlecht, mit einem speziellen Fokus darauf, wie Geschlechterrollen durch Essverhalten und kulinarische Praktiken konstruiert werden.
Die Arbeit analysiert die soziale Bedeutung von Nahrung, die Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie die Entstehung von Geschlechterhierarchien im Alltag.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Geschlecht und Geschlechterordnung im kulinarischen Rahmen hergestellt werden.
Es wird eine soziologische Perspektive eingenommen, die sich auf Literaturanalysen, insbesondere von Monika Setzwein, sowie auf soziologische Konzepte wie den Habitus von Pierre Bourdieu stützt.
Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung der Geschlechterdifferenz, die symbolische Bedeutung von Speisen und die Analyse alltäglicher "Events" wie Familienmahlzeiten und Grillen als Ausdrucksformen von Geschlechterrollen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie doing gender, symbolische Gewalt, Körperlichkeit und kulinarische Kommunikation aus.
Das Grillen dient als Beispiel für eine "männliche Domäne", in der Machtansprüche und Rollenbilder durch die spezifische Art der Essenszubereitung und den Ort des Geschehens (öffentlich/Natur) visualisiert werden.
Symbolische Gewalt beschreibt hier, wie unreflektierte gesellschaftliche Erwartungen an das Geschlecht zu einer als "natürlich" empfundenen Unterwerfung unter Essnormen führen, ohne dass diese als Zwang wahrgenommen werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

