Examensarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit untersucht, wie Geschlecht und Geschlechterordnung im kulinarischen Kontext hergestellt werden. Sie beleuchtet zunächst die Rolle der Ernährung im Leben von Individuen und Gesellschaften und analysiert anschliessend die gesellschaftlichen Konstruktionen von Geschlecht. Die Arbeit verbindet Ernährungsforschung und Geschlechterforschung, um die Herstellung von Geschlechterordnungen im kulinarischen Kontext zu untersuchen.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Herstellung von Geschlecht und Geschlechterordnung im kulinarischen Rahmen. Kapitel 1 befasst sich mit der fundamentalen Bedeutung der Ernährung für Individuen und Gesellschaften, beleuchtet historische und gesellschaftliche Perspektiven und thematisiert die Konzepte der Zweigeschlechtlichkeit und Geschlechterdifferenz. Kapitel 2 widmet sich der Ernährungsforschung als Geschlechterforschung und untersucht, wie Männlichkeit und Weiblichkeit durch Ernährung verortet werden. Kapitel 3 analysiert die Herstellung von Geschlechterordnungen im kulinarischen Kontext und untersucht die Hierarchieverhältnisse zwischen den Geschlechtern in diesem Bereich.
Ernährung, Geschlecht, Geschlechterordnung, Geschlechterrollen, kulinarischer Kontext, Ernährungsforschung, Geschlechterforschung, soziale Konstruktion, Männlichkeit, Weiblichkeit, Hierarchie, Gesellschaft.
Geschlecht wird durch Essgewohnheiten, die Auswahl von Lebensmitteln und die Rollenverteilung bei der Zubereitung (z. B. Grillen als "männlich") sozial konstruiert und reproduziert.
Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Machtstrukturen sich in kulinarischen Vorlieben und Verhaltensweisen widerspiegeln und Männlichkeit oft mit bestimmten "starken" Lebensmitteln verknüpft wird.
Es ist der Ansatz, Ernährungsweisen nicht nur biologisch, sondern als Ausdruck von Geschlechteridentitäten und sozialen Ordnungen zu analysieren.
Die Arbeit hinterfragt, inwieweit die Anatomie tatsächlich die Rollen bestimmt oder ob Erwartungshaltungen und gesellschaftliche Konstruktionen das Verhalten dominieren.
Bourdieu postuliert, dass Individuen durch ihren Geschmack und ihren Konsum (auch beim Essen) ihre soziale Position und Zugehörigkeit in der Gesellschaft signalisieren.
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