Bachelorarbeit, 2004
62 Seiten, Note: 5,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung
1.3 Zielsetzung
1.4 Vorgehensweise
2 Grundbegriffe der Kommunikationswissenschaften
2.1 Kommunikation
2.1.1 Definition des Kommunikationsbegriffs
2.1.2 Merkmale der Kommunikation
2.1.3 Kommunikationsprozessmodell
2.2 Massenkommunikation
2.2.1 Begriff der Massenkommunikation
2.2.2 Massenkommunikationsprozessmodell
2.3 Wirkungen der Kommunikation
3 Presse
3.1 Pressewirtschaft
3.2 Zeitung als Medium der Massenkommunikation
3.2.1 Merkmale der Zeitung
3.2.2 Nachricht
4 Theoretische Konzepte der Nachrichtenauswahl
4.1 Nachrichtenwert-Theorie
4.1.1 Entstehung und historische Entwicklung
4.1.2 Probleme
4.2 Veränderungen in der Berichterstattung
5 Inhaltsanalyse
5.1 Definition der Methode
5.2 Verwendungsmöglichkeiten
5.3 Bedingungen
5.4 Forschungsfrage und Hypothese
5.5 Auswahl des Untersuchungsmaterials
5.6 Kategoriensystem
5.7 Test- und Auswertungsphase
5.8 Vorteile und Nachteile der Inhaltsanalyse
6 Eigene Untersuchung
6.1 Festlegung der Hypothesen
6.2 Untersuchungsmethode
6.2.1 Untersuchungsmaterial und Untersuchungszeitraum
6.2.2 Auswahl-, Analyse- und Messeinheiten
6.2.3 Kategorien
6.3 Hintergründe der Ereignisse
6.4 Durchführung und Ergebnisse
6.4.1 Ereignisse und ihre Nachrichtenwerte
6.4.2 Formale Merkmale der Ereignisse
6.4.3 Verdichtung der Ergebnisse
6.4.4 Überprüfung der Hypothesen
7 Fazit
Diese Bachelor-Arbeit untersucht die Relevanz der Nachrichtenwert-Theorie für die heutige Medienberichterstattung. Das primäre Ziel ist es, die in der Theorie postulierten Faktoren zur Nachrichtenselektion mit der tatsächlichen Berichterstattung in Schweizer Tageszeitungen zu vergleichen, um Übereinstimmungen oder Diskrepanzen aufzuzeigen.
4.1 Nachrichtenwert-Theorie
Die Nachrichtenwert-Theorie ist vor allem im europäischen Raum am weitesten verbreitet. Die Problematisierung der Selektion von Ereignissen aus dem Weltgeschehen durch die Medien und die Skepsis gegenüber den medialen Auswahlkriterien bilden den wissenschaftlichen Hintergrund für die Formulierung der Nachrichtenwert-Theorie. Wie erwähnt, spiegeln Nachrichten nicht die Realität, sondern sind das Ergebnis von Selektionsentscheidungen. Lippmann verweist hier auf die Unmöglichkeit, die Wirklichkeit vollständig zu erfassen und wirft in diesem Zusammenhang folgende Frage auf (vgl. Kapitel 1.1).
Welche Kriterien müssen Ereignisse erfüllen, damit sie zu Nachrichten werden?
Dabei wurde erstmals der Begriff des Nachrichtenwerts verwendet. Lippmann versteht unter dem Nachrichtenwert die Publikationswürdigkeit von Ereignissen, die aus dem Vorhandensein und der Kombination verschiedener Ereignisaspekte resultieren. Dieses Ereignispaket betrachtet er als Stereotypen, die das Interesse und die Emotionen der Rezipienten wecken sollen, indem sie ihnen Identifikationsmöglichkeiten bieten. Schliesslich entscheidet der Nachrichtenwert eines Ereignisses darüber, ob das Ereignis berichtenswert ist und, wie stark es von den Medien durch Platzierung, Umfang und Aufmachung herausgestellt wird. Die „wichtigen“ Nachrichten erhalten mehr Platz (Umfang) in den Medien und werden an herausragender Stelle platziert (Platzierung). Hinzu kommt, dass auch bestimmte Präsentationsmerkmale (Aufmachung) zur Unterstreichung der Bedeutung einer Nachricht dienen können.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung der Nachrichtenselektion, grenzt die Untersuchung ein, nennt die Forschungsfrage und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Grundbegriffe der Kommunikationswissenschaften: Legt das theoretische Fundament durch Definitionen von Kommunikation, Massenkommunikation und deren Wirkungsmodellen.
3 Presse: Beleuchtet die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der periodischen Presse und die spezifischen Wesensmerkmale einer Zeitung sowie den Begriff der Nachricht.
4 Theoretische Konzepte der Nachrichtenauswahl: Detaillierte Auseinandersetzung mit der Nachrichtenwert-Theorie, ihrer Historie und den Problemen bei der Anwendung auf heutige Medien.
5 Inhaltsanalyse: Erklärt die methodische Vorgehensweise der Inhaltsanalyse, vom Kategoriensystem bis zur Auswertung, als empirisches Forschungswerkzeug.
6 Eigene Untersuchung: Wendet die Inhaltsanalyse auf ausgewählte Ereignisse in drei Schweizer Zeitungen an, um die Hypothesen der Nachrichtenwert-Theorie zu testen.
7 Fazit: Fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Ergebnisse der empirischen Studie im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Theorie.
Nachrichtenwert-Theorie, Kommunikationswissenschaft, Inhaltsanalyse, Nachrichtenselektion, Journalismus, Massenmedien, Nachrichtenwerte, Berichterstattung, Medienrealität, Nachrichtenfaktoren, Zeitungsanalyse, Selektionsprozess, Medienwirkung, Schweiz, Nachrichtenfluss.
Die Arbeit untersucht kritisch, nach welchen Kriterien Medien Ereignisse auswählen und als Nachrichten präsentieren, basierend auf der Nachrichtenwert-Theorie.
Im Fokus stehen die Kommunikationswissenschaft, die Struktur von Zeitungen als Massenmedien und die Anwendung der Inhaltsanalyse als empirische Methode zur Untersuchung der Nachrichtenauswahl.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die theoretischen Faktoren der Nachrichtenwert-Theorie einen nachweisbaren Einfluss auf die tatsächliche Medienberichterstattung in der Gegenwart haben.
Die Autorin nutzt die quantitative Inhaltsanalyse, um eine Stichprobe von Nachrichtenbeiträgen aus drei Schweizer Zeitungen systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Nachrichtenwert-Theorie und eine empirische eigene Untersuchung, in der zehn ausgewählte Ereignisse mittels Nachrichtenfaktoren bewertet und verglichen werden.
Die Kernbegriffe sind Nachrichtenwert-Theorie, Inhaltsanalyse, Nachrichtenselektion, Nachrichtenfaktoren und Medienberichterstattung.
Die NZZ wird als qualitatives Qualitätsblatt mit nationalem Anspruch charakterisiert, während das St. Galler Tagblatt regional verankert ist und der Blick als Boulevard-Zeitung agiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sich die Nachrichtenwert-Theorie in der Untersuchung nur teilweise bestätigt und dass die Nachrichtengebung stark durch die medientypische Ausrichtung (Qualität vs. Boulevard) beeinflusst wird.
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